Türkei Zwei Tote bei Anti-Terror-Einsatz in Istanbul

In einer Großaktion sind türkische Sondereinheiten gegen Linksextremisten vorgegangen. Dabei starben mindestens ein Polizist und ein Passant.

Bei einem großangelegten Einsatz der türkischen Polizei gegen Linksextremisten in Istanbul sind am Montag mindestens zwei Männer getötet worden. Ein Polizeikommissar und ein unbeteiligter Passant seien bei Schusswechseln tödlich getroffen worden, berichtete der türkische Fernsehsender NTV. Die Regierung habe eine Nachrichtensperre über den Einsatz verhängt, berichtete die türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.

Ein türkisches Sondereinsatzkommando stürmte in Istanbul die Wohnung von Linksterroristen.

(Foto: Foto: AFP)

Allerdings äußerte sich Gouverneur Muammer Güler im Fernsehsender NTV. Demnach sei zu der Schießerei gegeben, als Spezialeinheiten der Polizei den Linksradikalen am Montagmorgen festnehmen wollten.

Als die Beamten die Wohnung in einem Apartmentkomplex hätten stürmen wollen, habe das Mitglied einer linksextremistischen Gruppierung das Feuer auf sie eröffnet. Der Täter habe sich mit einer bedeutenden Menge an Munition und Sprengsätzen in seiner Wohnung im Stadtteil Bostanci verbarrikadiert, so Güler.

Mindestens sieben Verletzte

Polizisten und Linksextremisten hatten sich auf der asiatischen Seite Istanbuls seit dem frühen Morgen Schießereien geliefert. Sieben Beamte und ein Kameramann wurden verletzt.

Die Behörden teilten mit, die Polizei gehe seit dem frühen Morgen im Südosten der Stadt gegen mutmaßliche Terroristen vor, die einen großen Anschlag geplant haben sollen. Fernsehaufnahmen zeigten schwerbewaffnete Polizeieinheiten, die in gepanzerten Fahrzeugen unterwegs waren.

Aus einem Haus stieg Rauch auf. Nach türkischen Berichten gab es mindestens zwölf Festnahmen. Zunächst blieb unklar, gegen welche Gruppierung sich die Einsätze der Polizei richteten.