Im mehr als 25 Jahre dauernden Konflikt zwischen Türkei und PKK zeichnet sich Bewegung ab: Eine Gruppe von Rebellen soll nun zu kämpfen aufhören.
Die Türkei erwartet nach einem Aufruf des inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan die freiwillige Rückkehr erster Kämpfer aus dem Nordirak. Sie sollten am Montag an der Grenze von Staatsanwälten empfangen und vernommen werden, berichteten türkische Zeitungen.
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Kämpfer der PKK im Nordirak (Archivbild von 2008) (© Foto: AFP)
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Mit dem Schritt wolle die PKK testen, ob die türkische Regierung unter Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan zu einer friedlichen Lösung des mehr als 25 Jahre dauernden Konflikts bereit ist. Die PKK-nahe Nachrichtenagentur Firat berichtete, eine Gruppe von acht Kämpfern sei unterwegs zur Grenze.
"Der türkische Staat muss dies als Chance sehen. Unsere Mission soll einen dauerhaften Frieden bringen", sagte der Sprecher der Gruppe, Serif Gencdag. Erwartet wurden zudem kurdische Flüchtlinge aus dem nordirakischen Lager Machmur.
Ankara signalisiert seit einigen Monaten, dass die kurdische Volksgruppe mehr Rechte erhalten soll. "Wir können nicht bis Ende des Jahres warten. Das ist zu spät. Wir können in diesem Prozess mit dem beginnen, was schon umsetzbar ist", hatte Erdogan gesagt.
Er lehnte aber eine direkte Zusammenarbeit mit Öcalan und seiner PKK weiter kategorisch ab. In dem Konflikt zwischen der PKK und der türkischen Armee sind nach offiziellen Angaben aus Ankara bisher etwa 35.000 Menschen getötet worden.
Öcalan hatte dazu aufgerufen, sogenannte Friedensgruppen in die Türkei zu schicken. Im August hatte er der türkischen Regierung einen eigenen Friedensplan unterbreitet.
In der Türkei gehören rund 20 Prozent der Bevölkerung und damit bis zu 15 Millionen Menschen der kurdischen Volksgruppe an. Die Kurden stellen die größte ethnische Minderheit. Sie kämpfen für mehr autonome Rechte, etwa die Anerkennung ihrer eigenen Sprache.
Tausende türkische Kurden waren während des bewaffneten Konflikts in den kurdischen Nordirak geflohen und leben dort in Flüchtlingslagern. Die PKK unterhält mehrere Lager, von denen sie Bewaffnete zu Angriffe in die Türkei geschickt hat.
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(dpa/bavo/hai)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
15miillionen kurden?? also sind die kinder von mischehen auch kurden oder wie??
von 15millionen zu sprechen kann man ja leicht, hört sich ja auch immens an
Das Sie den Mord an den Armeniern mit dem Völkermord in Deutschland vergleichen, zeigt Ihre wahren Gedanken. Ihnen geht es meiner Meinung nach nicht um den Mord an sich, sondern lediglich darum, den Völkermord Deutschlands zu relativieren.
Der Mord an den Armeniern ist im Krieg gegen Russland passiert. In der Zeit hatte Armenien an der Seite Russlands gegen das Osmanische Reich gekämpft.
Der Völkermord an den Juden in Deutschland wurde nicht durch einen Krieg verursacht, sondern durch Rassenhass. Abgesehen davon, gab es damals die Türkei noch gar nicht, somit kann sie sich nicht zu einem "Völkermord" bekennen, denn dieses Land gibt es erst seid 1923. Die Türkei ist auch heute noch ein Vielvölkerstaat, als Erbe des Osmanischen Reiches.
Also lassen Sie diese absurden Vergleiche mit Deutschland.
Das Alevitentum ist nicht nur Teil der islamischen Religionslehre, es ist auch eine Lebensphilosophie.
www.gewaltmonitor.net/content/hintergrund-aleviten-deutschland
"Ethnische Minderheiten sind Ethnien, die als Minderheit auf dem Territorium eines Staates lebt, der mehrheitlich von einer anderen Ethnie bevölkert ist.
Als Teil eines Staatsvolkes unterscheidet sich die Minderheit von der Bevölkerungsmehrheit in den meisten Fällen in seiner Sprache oder Rasse, oft auch in seiner kulturell-politischen Geschichte oder Religion."
http://de.wikipedia.org/wiki/Ethnische_Minderheit
@gunnarsson: Auch das Beispiel Deutschland könnte der türkischen Regierung zeigen, daß es möglich ist, sich seiner Verantwortung für Völkermord zu stellen.
Das ist keine Frage falsch verstandenen Stolzes - sondern Bereitschaft zur Selbstkritik.
^^
Nein das geht dort Rechtlich nicht. Wer den Völkermord auch nur erwähnt macht sich schuldig gegen den Artikel 301 des T. Strafgesetzbuches zu verstoßen. Das ist sowas wie wenn man 1937 was gegen den Führer gesagt hätte.
Muss ich nicht, mir ist durchaus bewusst, wie der Begriff definiert ist. Im Kontext des Nahen Ostens, und besonders in diesem Artikel über Kurden und Türken ist aber doch wohl eindeutig, wie er hier benutzt wird. Und vor diesem Hintergrund traf ich meine Aussage.
Paging