Türkei Berlin soll zwei PKK-Kämpfer ausgeliefert haben

Nach offiziellen türkischen Angaben hat Deutschland zwei Kurden ausgeliefert. Einer der beiden Verdächtigen sei bereits 1998 festgenommen worden, der andere werde wegen Anschlägen auf eine Polizeistation und einen Kleinbus gesucht.

Deutschland hat nach offiziellen türkischen Angaben zwei Mitglieder der verbotenen Kurdenpartei PKK ausgeliefert.

PKK-Fahne, AFP

PKK-Anhänger bei einer Demonstration im türkischen Diyarbakir: Auch in der EU wird die Kurdenpartei als Terrororganisation eingestuft.

(Foto: Foto: AFP)

Einer der beiden sei bereits vor zwei Monaten an die Türkei überstellt worden, teilte das Justizministerium in Ankara mit. Er wurde den Angaben zufolge wegen Anschlägen auf eine Polizeistation und einen Kleinbus gesucht, bei dem 1991 acht Menschen getötet wurden.

Der zweite PKK-Kämpfer sei am Freitag ausgeliefert worden, erklärte das Ministerium weiter. Der Mann war demnach bereits 1998 in Deutschland festgenommen worden, wegen der in der Türkei damals noch üblichen Todesstrafe aber nicht überstellt worden.

Die PKK wird in der EU als Terror-Organisation betrachtet. Die Türkei hat ihren europäischen Partnern zuletzt aber wiederholt vorgeworfen, bei der Suche nach kurdischen Extremisten nicht ausreichend mit ihr zusammenzuarbeiten.