Der frühere US-Präsident Bill Clinton wird sich als UN-Sonderbeauftragter für die weitere weltweite Unterstützung des Wiederaufbaus in den von der Tsunami-Katastrophe heimgesuchten Ländern einsetzen.
Das gab UN-Generalsekretär Kofi Annan am Dienstagabend in New York bekannt. Zugleich teilte der Ex-Präsident mit, er werde das UN-Amt im März antreten, nachdem er eine ähnliche Mission im Auftrag von US- Präsident George W. Bush beendet habe.
Bill Clinton (© Foto: dpa)
Anzeige
Clinton will bis dahin gemeinsam mit seinem Amtsvorgänger George Bush, dem Vater des derzeitigen Präsidenten, die Länder in der Katastrophen-Region besuchen und zur Fortsetzung der internationalen Hilfe aufrufen. Erst anschließend wolle er sich zu Einzelheiten seiner künftigen Tätigkeit für die UN äußeren, erklärte Clinton.
Annan sagte, er sei überzeugt, dass der Ex-Präsident die Aufgabe, die Bereitschaft der Welt zur Aufbauhilfe für die Tsunami-Länder auch künftig aufrecht zu erhalten, "dynamisch und energisch" erfüllen werde. Niemand sei dafür besser qualifiziert als Clinton.
Humanitäre Einsätze auf internationalem Parkett sind für ihn kein Neuland. Seit er 2001 nach zwei Amtszeiten das Weiße Haus verließ, hat sich der Ex-Präsident mit einer eigenen Stiftung erfolgreich für die Versorgung von Entwicklungsländern mit billigen Medikamenten zur Bekämpfung der Immunschwächekrankheit Aids eingesetzt.
(dpa)
Debatte über Militäreinsatz in Syrien