Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hat den Empfang des Dalai Lama im Kanzleramt als einen Fehler bezeichnet und die Erwartung geäußert, dass die Bundesregierung dies auch so sieht.

Auf die Frage nach seiner Einschätzung des Treffens von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Dalai Lama im September sagte Wen am Mittwoch in Peking:

Anzeige

"Freunde und Partner tun manchmal falsche Dinge. Aber solange sie ihre Fehler zugeben und ihre Handlungen korrigieren, werden wir sie immer als Freunde und Partner behandeln."

Ungeachtet chinesischer Proteste hatte Merkel im September das geistliche Oberhaupt der Tibeter zu einem Gedankenaustausch im Kanzleramt empfangen. Danach sagte Peking zwei Gesprächsrunden mit deutschen Regierungsvertretern ab, darunter ein für Dezember geplantes Treffen zur Lage der Menschenrechte in China.

Wegen der China-Politik der Bundeskanzlerin kam es auch zu Verstimmungen der CDU-Vorsitzenden mit dem sozialdemokratischen Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Leser empfehlen 

(AP/odg/sekr)