Sitzplatz, Reisebüro, Religion - ab 1. August haben die US-Geheimdienste auch offiziell Zugriff auf zahlreiche Passagierdaten. Zugeständnisse konnte die EU so gut wie keine heraushandeln. Wie lange die Daten gespeichert werden, ist vollkommen vom Good-Will der USA abhängig.
Die Terrorgefahr lauert möglicherweise auf Sitzplatz 9C der Boeing 747 von Frankfurt nach New York. Oder auf Platz 24F. Und wenn nicht, dann will das US-Ministerium für Heimatschutz auch das ganz genau wissen. Deshalb muss jeder Passagier, der in die USA einfliegt, einen speziellen Fragebogen ausfüllen, der von der Behörde ausgewertet wird.
Jeder Passagier, der in die USA einfliegt, muss detailliert Auskunft über seine Person abgeben. (© Foto: dpa)
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Bisher geschieht dies praktisch im rechtsfreien Raum. Es existiert lediglich eine rechtlich fragwürdige Übergangsvereinbarung, die am 31. Juli ausläuft. Nach mehrjährigen Verhandlungen tritt am 1. August erstmals ein bindendes Abkommen zwischen den USA und der EU in Kraft, das die Übermittlung der Fluggastdaten an die US-Heimatschutzbehörde regelt.
Der Datenschutz war ein wichtiger Punkt für die Europäer. Doch sie befanden sich offensichtlich "in einer denkbar schlechten Verhandlungsposition", sagt Dietmar Müller, Sprecher des Bundesdatenschutzbeauftragen Peter Schaar. Von Seiten des Heimatschutzministeriums hieß es immer lapidar: Wir lassen keine Maschine bei uns landen, wenn wir die Daten der Passagiere nicht bekommen. Eine unumstößliche Position, die offenbar auch das Ergebnis der Verhandlungen beeinflusste. Denn: "Glücklich kann man mit der Regelung aus datenschutzrechtlicher Sicht nicht sein", sagt Müller.
Ein rein kosmetischer Akt
Die US-Seite ist vor allem an den so genannten PNR-Daten, den "Passenger Name Records" interessiert. Dahinter steckt eine Liste von bis dato 34 Einzeldaten, angefangen vom Namen und der Adresse des Reisenden bis hin zur Reiseroute und Essenswünschen auf dem Flug. Diese Liste soll laut dem neuen Abkommen auf 19 Datenfelder schrumpfen.
Ein rein kosmetischer Akt, findet der Bundesdatenschutzbeauftragte: "Die Zahl ist optisch reduziert worden, nicht inhaltlich", sagt Sprecher Müller. Es würden lediglich bis jetzt einzeln erhobene Identifikationsmerkmale zu Gruppen zusammengefasst. Der Datenumfang werde sich nicht verändern.
Die Daten können auch Aufschluss darüber geben, welcher Religion ein Passagier angehört. Solche Informationen gelten als sensibel. Die USA sollen sie eigentlich nicht verwenden. Ein entsprechendes Filterprogramm auf der US-Seite soll verhindern, dass diese Daten in die Risikobewertung über jeden Fluggast aufgenommen werden.
Das Heimatschutzministerium behält sich allerdings ein Zugriffsrecht vor, wenn es eine gefährliche Lage nötig macht. Das Verfahren in Kurzform: Erstmal landen alle Daten auf den Servern des Heimatschutzministeriums. Es wählt dann selbst aus, welche Daten es als sensibel einstuft. Und im Zweifelsfall wird doch auf diese Daten zurückgegriffen.
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Anscheined hat die EU auch nach fast 8 Jahren Bush Regierung immer noch nicht begriffen, auf welches Niveau sie sich herab lassen muss und erfolgreich zu verhandeln.
Wenn es das Heimatschutzministeriums sagt das es keine Machinen landen laesst wenn es keine Daten erhaelt dann muss die EU die selbe Sprache verwenden - denn nur das dringt noch durch - also wenn keine EU Maschinen mehr in den USA landen, dann landen auch keine US Maschinen mehr in der EU. Rechtfertigung? Schutz der EU Buerger und deren Privatesphaere und somit der EU weiten und der nationalen Sicherheit. Ganz einfach. Ausserdem trift das die sowieso schon am Boden liegende US Luftfahrtindustrie und diverse andere monetaere Interessen des republikanischen Kapitalismus - die Verhandlungen wuerden dann ganz schnell wieder beginnen......aber um das durchzuziehen muesste die EU ein einem Strang ziehen und wir alle wissen das das in den naechsten hundert Jahren nicht passieren wird.
Innerhalb der EU gibt es keine einheitliche Regelung bzgl. des Datentransfers aus den USA in die einzelnen EU- Staaten. Für Deutschland gilt, dass lediglich die Visa-Daten des Passagiers erfasst werden. Außerdem die Passagierliste. Eine Gesamterfassung oder Sammlung und Auswertung an einer bestimmten Stelle findet nicht statt. Lediglich der BGS prüft stichprobenmäßig die Passagierlisten auf bekannte Kriminelle ( z.B. bestehender Haftbefehl).
Ich war vor ca. 1 Jahr das letzte mal dort und dabei bleibt es auch, es war das letzte Mal. Was man da an Daten liefern muß, Erklärungen für mitgeführte Medikamente benötigt, in Washington vor Zäune läuft, statt in Sehenswürdigkeiten da fragt man sich, was sollst du da. Im New York Reiseführer steht, immer 20 Dollar in der Tasche haben, für den Fall, dass man von Straßenkids angegangen wird. Wenn man von New York nach LA fliegt, sieht man über 4000 Kilometer kaum einen Baum, wenn man von Miami nach Detroit flirgt auch nicht, alles abgehackt. Früher sollen die heutigen Vereinigten Staaten mal zu 64 % Wald gewesen sein, nun schau mal hin.
Also es gibt Sehenswürdigkeiten reichlich, es gibt auch sehr liebe nette Leute aber es gibt auch die von Komplexen beladenen Fetten, die am Unabhängigkeitstag nicht nur mit Fahnen schwenken, sondern Hosen, Jacken und Zylinder mit Sternenbanner drauf rumlaufen. Wenn sie dann vor Lachen platzen .......
bei meiner unten zu findenden Frage tatsächlich um eine Frage: Stellt die EU selbige Anforderungen an den Flugverkehr AUS den USA? Weiß jemand eine Antwort?
Und wenn Hollywood um die Verfilmungsrechte für den Stoff ANTARIS betteln würde nicht!
Die USA müssen befreit werden!
richard kendel
Paging