Trainer des FC Bayern Guardiola kandidiert für katalanische Separatisten

Pep Guardiola wünscht sich ein unabhängiges Katalonien - und kandidiert nun sogar für Separatisten (hier bei einer Veranstaltung zur Durchführung eines Referendums in Berlin im vergangenen Jahr).

(Foto: Thomas Peter/Reuters)
  • Bayern-Trainer Pep Guardiola wird bei den Regionalwahlen in Katalonien für ein Parteienbündnis kandidieren, das sich für die Unabhängigkeit der Region einsetzt.
  • Guardiola will sich aber offenbar nicht zum Parlamentarier wählen lassen. Sein Engagement sei rein symbolisch.

Guardiola will symbolische Unterstützung leisten

Bayern-Trainer Pep Guardiola verstärkt sein politisches Engagement für eine Abspaltung seiner Heimatregion Katalonien von Spanien. Wie spanische Medien übereinstimmend berichten, wird Guardiola bei den Regionalwahlen am 27. September in Katalonien auf der Kandidatenliste eines separatistischen Parteienbündnisses stehen.

Guardiola habe aber nicht die Absicht, Abgeordneter im Parlament in Barcelona zu werden. Er wolle das Vorhaben des katalanischen Regierungschefs Artur Mas zur Gründung eines unabhängigen Staates symbolisch unterstützen, hieß es. Daher werde er auf dem letzten Platz der Kandidatenliste rangieren. Sein Amt als Coach des deutschen Rekordmeisters dürfte von Guardiolas politischem Engagement also nicht betroffen sein.

Madrid ist strikt gegen eine Abspaltung Kataloniens

Die separatistischen Parteien CDC (Demokratische Konvergenz) und ERC (Linksrepublikaner) treten bei der Wahl mit einer gemeinsamen Liste an. Sie wollen den Urnengang zu einer Art Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Kataloniens machen. Der CDC-Europaparlamentarier Ramon Tremosa (CDC) bestätigte die Kandidatur Guardiolas auf Twitter.

Guardiola stammt aus Santpedor in der Nähe von Barcelona. Er hat wiederholt seine Sympathien für eine Unabhängigkeit Kataloniens zu erkennen gegeben, unter anderem bei einem Auftritt in Berlin im Juni 2014. Spaniens Zentralregierung unter Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte mehrfach erklärt, dass Madrid eine Abspaltung Kataloniens unter keinen Umständen zulassen werde, weil dies einen Verstoß gegen die Verfassung bedeutete.

"Es hängt vom Verein ab"

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