Nach dem Tod des Kreml-Kritikers Magomed Jewlojew in Inguschetien haben Hunderte Demonstranten eine Untersuchung gefordert. Der OSZE-Medienbeauftragte verglich den Fall mit der Ermordung der russischen Journalistin Anna Politkowskaja.
Nach dem dubiosen Tod des kremlkritischen Journalisten Magomed Jewlojew durch eine Polizeikugel gibt es ein kleines Rumoren im Süden der russischen Föderation: Hunderte Menschen haben sich im Zentrum der inguschetischen Hauptstadt Nasran in der Nähe eines Busbahnhofs versammelt, in dem der Leichnam Jewlojews aufgebahrt wurde.
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Magomed Jewlojew im Dezember 2007 (© Foto: AFP)
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Sie forderten den Rücktritt von Inguschetiens Präsident Murat Sjasikow. In zwei Lastwagen herbeigebrachte Polizisten und Soldaten trieben die Menge schließlich durch das Abfeuern von Warnschüssen auseinander. Verletzt wurde ersten Angaben zufolge niemand.
Der Medienbeauftragte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Miklos Haraszti, verglich den Tod Jewlojews mit dem Mord an der kritischen russischen Journalistin Anna Politkowskaja. Der Tod Jewlojews sei das Resultat eines sorgfältig von den inguschetischen Behörden geplanten Attentats und ein weiteres Zeichen für den Verfall der Pressefreiheit in Russland, sagte Haraszti am Dienstag in Wien.
Jewlojew war am Sonntag nach seiner Festnahme in Nasran durch einen Kopfschuss aus einer Polizeiwaffe schwer verletzt worden und später im Krankenhaus gestorben. Nach Behördenangaben löste sich die Kugel versehentlich. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.
Jewlojew war der Betreiber der oppositionellen Internetseite www.ingushetiya.ru, eine der meistbesuchten regierungskritischen Websites des Landes. Die an die abtrünnige Kaukasusrepublik Tschetschenien grenzende Republik Inguschetien gehört zur Russischen Föderation und ist mehrheitlich von Muslimen bewohnt.
(AFP/odg)
Bundespräsident Gauck
Ein Blick in den Bericht der "Reporter ohne Grenzen" hilft Ihnen sicher weiter.
Bis zum Oktober 2007 wurden über 130 Journalisten getötet! Ob es jetzt 200 sind kann ich nicht sagen, weil ich keine neuen Zahlen gefunden habe.
"Also, im Irak sind inzwischen ca. 200 Journalisten ermordet morden. Wenn man zusätzlich ca. 10x so viele schwerverletzte Journalisten annimmt, also etwa 2000, stellen sich schon folgende Fragen:..."
Sie geben eine "ca. - Zahl" an und treffen dann nopchmal eine Annahme, dass 10 mal so viele schwer verletzt sind. Und von dieser These aus argumentieren Sie!
Soll das sinnvoll sein?
Wer hatte stets größtes Interesse daran, dass keine Bilder über den zerstörten und verarmten Irak in alle Länder verbreitet werden?
Wer hat schon mehrmals versucht, im Irak Zeitungen und Sender zu verbieten oder mit enormen Strafen zu belegen? Die Besatzer und ihre Vasallen oder der Widerstand?
Und die wichtigste Frage: Wie viele Untersuchungen von Journalistenmorden oder schweren Verletzungen von Journalisten hat es denn schon im Irak gegeben? Wenn den USA und ihren Vasallen doch der freie und sichere Journalismus angeblich äußerst wichtig sein soll.
Und dann gibt es praktisch Null Untersuchungen und Null Verurteilungen?
Aber ist eh klar, nur die Russen haben das zu machen. Wo der Westen Länder mit seinem Militär aufmischt, scheint es hingegen ziemlich egal zu sein, warum und wie viele Journalisten ins Gras beißen.
Zu "Sie kennen sicherlich auch den Grund für dei Unbeliebtheit des Mannes."
Es sind vielfältige Gründe, weshalb Zjazikov unbeliebt ist. Zum einen war sein Vorgänger Auschev für Ingushen ein Held, zum anderen ist Zjazikov von Kreml zum Gubernator ernannt worden.
Z. könnte ausserdem die Situation in Land, die sich dadurch zeichnet, dass Ingushetien aufgrund der Nähe von Chechnja auch politisch unruhig ist und dort schon mehrmals Anschläge gab, nicht befrieden. Statt dessen hat er den Meldungen zufolge der Polizei und möglicherweise auch einigen Geheimbrigdaen erlaubt, beliebige Verdächtigen problemlos zu verhaften.
Sie kennen sicherlich auch den Grund für dei Unbeliebtheit des Mannes.
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