Rätselraten um die Hintergründe: Die polnischen Behörden prüfen vier Hypothesen zur Ursache der Tragödie von Smolensk. Auch einen Terrorakt schließen die Ermittler noch nicht aus.
Wilde Spekulationen ranken sich um die Umstände des Absturzes der Tupolew 154 über dem russichen Smolensk am 10. April: Polnische Medien hatten spekuliert, Lech Kaczynski habe den Flugzeugabsturz selbst verursacht, bei dem insgesamt 96 Menschen ihr Leben verloren. Der polnische Präsident habe die Piloten trotz der widrigen Wetterlage zur Landung in Smolensk gezwungen, wurde gemutmaßt.
Noch ist die Ursache des Flugzeugabsturzes nicht bekannt, bei dem der polnische Präsident Lech Kaczynski, seine Frau Maria und 94 weitere Menschen ums Leben kamen. (© Foto: Getty Images)
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Nun ließen die polnischen Behörden verlauten, man gehe vier Hypothesen zur Ursache des Unglücks nach - eine von ihnen zieht tatsächlich eine Mitschuld Kaczynskis am Absturz in Betracht.
Wie die Generalstaatsanwaltschaft in Warschau mitteilte, könnte der Absturz durch eine technische Panne am Flugzeug, durch das Verhalten der Besatzung, durch eine mangelhafte Vorbereitung der Landung auf dem russischen Flughafen Smolensk oder durch "den Einfluss Dritter" verursacht worden sein.
Tusk erwartet keine sensationellen Erkenntnisse
Zur letzten Hypothese zählt die Variante, dass Kaczynski oder andere Teilnehmer des Fluges darauf drängten, selbst bei widrigen Bedingungen zu landen. Auch "Terrorakte" würden unter die vierte Rubrik fallen, wie aus der Erklärung der polnischen Ermittler hervorgeht.
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk sagte, er erwarte von der Auswertung der Gespräche im Cockpit "nichts Sensationelles". Allerdings räumte Tusk ein, die Aufzeichnung der Gespräche auf einer Black Box bislang nicht gehört zu haben.
Laut der Erklärung der Staatsanwaltschaft in Warschau kann die Hypothese des Drucks auf die Besatzung zunächst nicht ausgeschlossen werden.
Die russischen Ermittler kamen in ihren ersten Untersuchungen zu dem Schluss, dass in dem Flugzeug vor dem Absturz keine Waffen eingesetzt wurden. Hinweise auf technische Mängel an der Maschine, die schon beim Start in Warschau bestanden hätten, gab es demnach nicht.
Rechtsgrundlage für die Ermittlungen in Russland ist die Konvention von Chicago aus dem Jahr 1944, nach der die Hauptzuständigkeit in jenem Land liegt, in dem ein Flugzeug abgestürzt ist.
Neben Präsident Kaczynski und seiner Frau Maria sind zahlreiche führende Politiker und Militärs aus Polen bei dem Unglück ums Leben gekommen. Sie waren auf dem Weg zu einer Trauerfeier für die Opfer der Massaker von Katyn, denen im Jahr 1940 rund 22.000 Polen zum Opfer fielen.
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(AFP/jobr/pfau)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
Der Absturz der Tu-154 ist hoechstwarscheinlich ein Pilotenfehler gewesen,er allein entscheidt,ob gelandet wird oder nicht. Bei diesen Spekulationen sollte man sich nur mit Vorsicht heranwagen. Was mich wundert ist die Tatsache das der Flughafen dort so mangelhaft mit Instrumentierung und Radar ausgestattet ist. Smolensk ist auch fuer Russische Verhaeltnisse eine recht grosse Stadt,dabei gelten die russischen Flughaefen was die Landehilfen berifft als gut ausgestattet. Im fernen Osten ( Sibirien )sind solche Wetterlagen sehr haeufug anzutreffen und da geht der Flugbertieb weiter. Heute ist es fuer Russland kein Problem mehr in aller Welt gute Insrumentierung so wie Radargeraete einzukaufen,dass es hier nicht der Fall war das wundert mich sehr.Zumal die russische Industrie heute mehr moderne Technik verfuegt als vor 20 Jahren.
Der übrig gebliebene Brüder soll seinen verstorbenen Bruder in allen Punkten noch deutlich übertreffen!
Polnische Behörden vermuten etwas oder auch nichts - und die Zuständigkeit liegt bei den Russen. Etwas wirr aufgebauter Artikel.