Die Thüringer SPD steht vor der Zerreißprobe: Nach der Entscheidung der Parteispitze, mit der CDU zu koalieren, begehrt die Basis gegen die Entscheidung auf - und will den Beschluss kippen. Im Zentrum der Kritik: Landeschef Christoph Matschie.
Nach der Entscheidung der thüringischen SPD-Führung, mit der CDU zu koalieren, kommt auf die Sozialdemokraten im Freistaat eine Zerreißprobe zu. Landeschef Christoph Matschie verteidigte den Entschluss als einzig gangbaren Weg. Kritiker warfen Matschie hingegen vor, mehr oder weniger gezielt auf ein Scheitern der Gespräche mit den Linken hingearbeitet zu haben. Sie wollen den Beschluss rückgängig machen.
Im Fokus der Medien, im Zentrum der Kritik: Thüringens SPD-Landeschef Christioph Matschie. (© Foto: ddp)
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Der frühere SPD-Landesvorsitzende Richard Dewes sagte: "Ich halte Matschie für einen politischen Scharlatan." Er erinnerte daran, dass es erklärtes Wahlziel der SPD in Thüringen gewesen sei, die CDU nach 20 Jahren an der Regierung abzuwählen.
Stattdessen, so Dewes zur Süddeutschen Zeitung, betätige sich die SPD als Steigbügelhalter, "völlig ohne Not eine CDU-Ministerpräsidentin zu installieren". Matschies Kritiker kündigten an, man werde versuchen, noch vor dem Abschluss der Koalitionsgespräche mit der CDU einen Sonderparteitag einzuberufen, auf dem der Beschluss des Landesvorstandes wieder gekippt werden solle.
Der Entschluss, auf eine Regierungsbildung mit der CDU hinzuarbeiten, war nach einer turbulenten Sitzung des SPD-Landesvorstandes in der Nacht zum Donnerstag gefallen. Während der Sitzung, an der außer den 24 Landesvorstandsmitgliedern auch zahlreiche Landes- und Bundestagsabgeordnete teilnahmen, wurde zeitweise "sehr emotional und kontrovers diskutiert", wie Teilnehmer berichteten. Es gab 60 Wortmeldungen. Doch nach mehr als vier Stunden hatte Matschie seine Parteifreunde offenbar überzeugt: Mit 18 gegen sechs Stimmen votierte der Landesvorstand für Verhandlungen mit der CDU.
Am Donnerstagmorgen rechtfertigte der SPD-Chef die Entscheidung mit der Erklärung, es sei mit der Linkspartei erkennbar nicht möglich, eine "handlungsfähige und stabile" Regierung zu bilden. Denn die Linke habe "nicht begriffen, dass der Wahlkampf beendet ist". In den Gesprächen seien teilweise Papiere mit allgemeinen Postulaten vorgelegt worden und wenig Konkretes. Matschie zufolge hatte sich die Linkspartei vor allem auch geweigert, die SPD-Forderung zu erfüllen, wonach der Ministerpräsident des angestrebten rot-rot-grünen Bündnisses ein Sozialdemokrat sein sollte.
Dem widersprach der Spitzenkandidat der Linkspartei Bodo Ramelow vehement, der darauf hinwies, dass er bereits vor zwei Wochen eingeräumt habe, dass die Linke einen sozialdemokratischen Ministerpräsidenten mittragen werde.
Doch habe Matschie in dem letzten Sondierungsgespräch ultimativ ein alleiniges Vorschlagsrecht verlangt, so Ramelow, wohingegen er von einer gemeinsamen Entscheidung "auf Augenhöhe" zwischen SPD, Linken und Grünen ausgegangen sei. Angesichts der Tatsache, dass die Linkspartei mit mehr als 26 Prozent der Stimmen stärkste Partei im Bunde gewesen sei, wäre dies Ramelow zufolge "wohl auch zu rechtfertigen" gewesen. Ramelows Wunschtraum war es gewesen , durch Rot-Rot-Grün in Thüringen "ein neues Kapitel deutscher Politik" zu eröffnen. Einen "Wahlbetrug erster Klasse" warf der thüringische Linksparteichef Knut Korschewski der SPD-Sondierungsgruppe vor.
Derweil nominierten die Christdemokraten die bisherige Sozialministerin Christine Lieberknecht als neue CDU-Landesvorsitzende. Die ehemalige Pastorin soll nun die erste CDU-Ministerpräsidentin in einem Bundesland werden. Sie will sich um eine schnelle Regierungsbildung bemühen, die SPD könnte vier Ministerien erhalten.
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politische DichterinBezugspunkte für die PDS und die ganze demokratische Linke. Selbst Ex-SPD-Chef Lafontaine bezeichnet Luxemburg und Liebknecht, die seinen frühen Vorgänger Friedrich Ebert am liebsten vor ein Revolutionstribunal gestellt hätten, inzwischen als Vorbilder der Partei. Sie stünden, so erklärte er 2006 vor ihren Gräbern in Fernsehkameras und Mikrofone, für die Inhalte, die die neue linke Kraft im Bundestag vertritt. Das ausgerechnet die Rosa-Luxemburg-Stiftung im Februar 2009 der Gründung der Weimarer Nationalver- sammlung gedachte, ist an Heuchelei kaum noch zu überbieten.
Manfred, bitte versuche Du, ob hier in Baunatal, im Bezirksvorstand, im Landesvorstand und auch im Bundesvorstand,solange wie in der Partei DIE LINKE so ein Geschichtsverfälschung stattfindet, Du dich in der SPD dafür einsetzt, das die SPD im Bund nicht mit dieser Partei eine Koalition eingeht.
Das Ernst Thälmann, der in der DDR und auch heute noch als ausgezeichneter Arbeiterführer gepriesen wird, der 1923 in Hamburg den sinnlosen Aufstand durch geführt hat, wo es über hundert Menschen das Leben kostete, der ein williges Werkzeug Stalins war.
Dies muss aufgearbeitet werden, sonst werden die Demagogen Gysi, Lafontaine, Bartsch, Ramelow,Wagenknecht, Pau u. s. w. der SPD Schaden zuführen, so das die Gefahr der Rechten wieder wächst.
Wir sollten aus der Geschichte eigentlich gelernt haben!!!
Findet in der SPD wieder zurück zu den Wurzeln der SOZIALDEMOKRATIE, so das die Menschen wieder Vertrauen in Euch bekommen, sonst sehe ich schwarz für unsere Republik!!!
... mit der Patrone nachvollziehen.
Matschie hatte wahrscheinlich nie die Absicht, eine Koalition mit der Linken einzugehen,solange diese stärker als die Spd ist.Die Verhandlungen dienten nur der Beruhigung der eigenen Basis.
Da eine Koalition mit der Cdu nachweislich noch nirgendwo der Spd genutzt hat, stellt sich die Frage nach dem Antrieb eines Mannes wie Matschie.
Soll die SPD in Thüringen doch mit der CDU gehen. Im Bund haben sie Ihre Packung bekommen und schon wird der Fehler einer CDU-SPD Koalition wiederholt, bis die SPD endlich dahin rutscht wo sie hingehört, nämlich unter die 5%-Hürde.
Wofür brauchen wir die SPD?
Traditionell war sie die Partei der Beamten und Industriearbeiter. Beide Berufsgruppen schrumpfen in Deutschland. Wer selbständig ist und etwas leisten will, für den ist die SPD ein Hindernis, das nur versucht zu bevormunden. Wer Arbeitnehmer ist oder sogar arbeitslos wurde von der SPD unter Schröder und Steinmeier verraten und verhökert, ist somit besser in der Linkspartei aufgehoben und für den Rest gibt es die CDU, deren Schwester CSU sozialer eingestellt ist als die SPD. Heute fordert die SPD zwar Gebührenfreiheit fürs Erststudium aber genau ein Ministerpräsident Gabriel hatte diese in Niedersachsen eingeführt und sich damit gegen Studenten aus ärmeren Schichten ausgesprochen.
Das in Thüringen die Koalition mit der CDU für Matschie interessanter ist, liegt nicht am Programm, sondern an der extremen Eigennutzorientierung des Matschie. Wieder ein SPD-Phänomen.
Lug, Trug und Eigennutz bekommen wir auch bei der CDU, also wofür brauchen wir noch eine SPD?
@fair-play
sie meinen sicher den gegelten!?
Paging