Terrorwarnung in München Krisenstab geht von sechs möglichen Tätern aus

Das erfuhr die SZ. Die Polizei warnt, dass die mutmaßlichen Täter nach der Räumung der Bahnhöfe nun andere Ziele haben könnten.

Nach der Terrorwarnung für München ist ein Krisenstab eingerichtet worden. Aus dessen Umfeld erfuhr die SZ, dass eine Gruppe von sechs möglichen Tätern im Fokus der Ermittlungen stehe. Die Behörden wurden außerdem aus mehreren Quellen über die möglicherweise bevorstehende Anschläge informiert.

Massive Polizeiaufgebote sichern derzeit den Münchner Hauptbahnhof sowie den Bahnhof Pasing. Die Lage sei sehr ernst zu nehmen, heißt es von der Münchner Polizei. Sie warnt die Bürger: "Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass wir die Drohung nach wie vor sehr ernst nehmen!"

Denkbar sei, dass nach der Räumung und Sperrung der Bahnhöfe Anschläge an anderen Orten verübt werden könnten. Nach wie vor sollten daher Menschenmengen und öffentliche Verkehrsmittel gemieden werden. Dies wirkt sich massiv auf den öffentlichen Nahverkehr in der Stadt aus. Auf verschiedenen Linien heißt es, es gebe eine "Betriebsstörung" wegen eines Polizeieinsatzes.

Keine Hinweise auf Anschlagspläne in Berlin

Die Polizei hat eine große Aktion gestartet, um die vielen Silvesterfeiernden zu warnen. Auf Facebook und Twitter warnt sie in verschiedenen Sprachen.

Für alle Silvesterfeiern in europäischen Großstädten gelten erhöhte Sicherheitsmaßnahmen.

Die Sicherheitsbehörden in Berlin haben derzeit keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne: "Die Sicherheitseinschätzung ist unverändert", sagte ein Sprecher der Senatsinnenverwaltung.

Zuletzt hatte es Mitte November eine Terrorwarnung in Hannover gegeben. Die Behörden sagten ein geplantes Fußball-Länderspiel kurzfristig ab - wegen eines Hinweises des französischen Geheimdienstes auf einen möglichen Terroranschlag in der Stadt.