Der russische Präsident sei das nächste Ziel, heißt es in einer Erklärung der Terrorgruppe, die ins Internet gestellt wurde. Tschetschenische Separatisten setzten unterdessen ein Kopfgeld auf die Festnahme Putins aus.
Die Islambuli-Brigaden, die sich zu mehreren Anschlägen in Russland bekannt haben, haben mit einem Attentat auf Präsident Wladimir Putin gedroht. Er sei das nächste Ziel, heißt es in einer Erklärung, die am Donnerstag ins Internet gestellt wurde.
Im Visier der Terroristen: Wladimir Putin. (© Foto: Reuters)
Anzeige
Wie Ernst die Drohung zu nehmen ist, ist noch unklar. Die Terrorgruppe hat sich auch zu der Geiselnahme in Beslan, dem Anschlag auf zwei russische Passagiermaschinen am 24. August sowie dem Selbstmordanschlag vor einer Moskauer U-Bahn-Station am 31. August bekannt. Allerdings handelt es sich bei den Attentätern jeweils mit großer Sicherheit um Tschetschenen und Inguschen.
"Das Oberhaupt dieses Staates der Ungläubigen wird unser Ziel sein in bevorstehenden Einsätzen von Qualität", erklärte die Gruppe auf einer Webseite, die für islamistische Stellungnahmen bekannt ist. Gleichwohl konnte die Authentizität der jüngsten Erklärung vorerst nicht belegt werden. Weiter heißt es, Putin habe angekündigt, er wolle alle Muslime in der Welt und in Tschetschenien angreifen.
"Unsere Reaktion darauf wird von allen Menschen in Russland klar und deutlich vernommen werden." Die Islambuli-Brigaden haben trotz ihrer anderweitigen Bekenntnisse zum Terror erklärt, nicht in das Geiseldrama von Beslan verwickelt zu sein.
Kopfgeld auf Putin
Tschetschenische Separatisten setzten unterdessen im Internet ein Kopfgeld auf die Festnahme Putins aus. Für "aktive Hilfe zur Ergreifung des Kriegsverbrechers Putin" wurden 600 Millionen Rubel (16,4 Millionen Euro) in Aussicht gestellt, wie es auf der Website des den Rebellen nahe stehenden Kawkaszenters hieß.
Der Betrag entspricht dem doppelten der Summe, die der russische Inlandsgeheimdienst FSB zur Festnahme des tschetschenischen Rebellenführers Schamil Bassajew und von Expräsident Aslan Maschadow ausgeschrieben hat. Auf der Website hieß es, die Ankündigung komme vom "Antiterrorismuszentrum der tschetschenischen Republik Itschkeria", dem Namen der Separatisten für Tschetschenien.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(AP)
Staatsbesuch in Israel