Die Drohung ist eindeutig. Und sie richtet sich gegen Deutschland und Österreich. Islamisten wollen Anschläge in den beiden Ländern verüben - falls sich die Bundeswehr nicht aus Afghanistan zurückzieht. Die Lage für die beiden entführten Deutschen wird immer dramatischer.
Nach der Ausweitung des deutschen Afghanistan-Einsatzes haben Islamisten mit Angriffen in Deutschland gedroht. In einem Video kündigten sie Anschläge an, falls sich die Bundeswehr nicht vom Hindukusch zurückziehe. In Berlin hieß es aus Regierungskreisen, dass solchen Drohungen nicht nachgegeben werde.
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Video-Botschaft: "Dieser Krieg ist nicht Euer Krieg - und Ihr könnt ihn Euch nicht leisten" (© Foto: AFP)
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In dem Video hieß es, eine weitere Zusammenarbeit Deutschlands mit den USA ,,gegen den Islam und die Muslime'' werde zu einer Gefährdung im eigenen Lande führen. Die Botschaft wurde in einem Internetforum namens ,,Stimme des Kalifats'' veröffentlicht, in dem sich häufig Extremisten äußern. Die Drohung richtete sich auch gegen Österreich. Das professionell gemachte Band zeigt einen maskierten Sprecher, der Deutschland und Österreich auffordert, die Amerikaner nicht länger in Afghanistan zu unterstützen.
,,Dieser Krieg ist nicht euer Krieg, und ihr könnt ihn euch nicht leisten'', sagt der Mann. Am Freitag hatte der Bundestag die Entsendung von Aufklärungs-Tornados nach Afghanistan und damit eine Ausweitung des Engagements beschlossen. Die Bundesregierung wollte sich zu dem Video nicht äußern.
Österreicher reagieren gelassen
In Österreich wurde die Drohung zurückhaltend kommentiert. Er sehe ,,keine akute Bedrohung'' für sein Land, sagte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer. Seit mehreren Wochen wird auch ein Österreicher als Geisel im Irak festgehalten, Wien geht von einer kriminellen Tat aus.
Ebenfalls am Wochenende verlangten die Entführer zweier Deutscher im Irak den Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan. Sie drohten, die seit dem 6. Februar entführte 61 Jahre alte Marianne K. und ihren 20-jährigen Sohn zu töten, wenn der Einsatz am Hindukusch nicht innerhalb von zehn Tagen beendet würde. Das Video erschien auf einer islamistischen Internetseite.
Darin bittet die entführte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel um Hilfe für sich und ihren Sohn. ,,Wir sind doch auch Deutsche'', sagt die Frau mit tränenerstickter Stimme. Die 61-Jährige, die mit einem irakischen Professor verheiratet ist und seit vielen Jahren im Irak lebt, stammt aus dem Großraum Berlin. ,,Ich bin hier festgehalten worden schon seit einer ganzen Weile, und ich bitte Sie, mir zu helfen.''
Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) versicherte in Berlin, die Bundesregierung werde nichts unversucht lassen, um die beiden Entführten freizubekommen. ,,Wir setzen unsere Bemühungen intensiv fort.''
Auf das Ultimatum der Kidnapper, die sich ,,Brigade der Pfeile der Rechtschaffenheit'' nennen, ging er mit keinem Wort ein. Erfahrene Diplomaten werteten den Namen dieser Gruppe als ,,arabischen Primaner-Ausdruck'', der besondere Gefährlichkeit ausdrücken solle.
Regierung will Forderungen auf keinen Fall nachgeben
Sicherheitsexperten gingen davon aus, dass es sich um eine Lösegelderpressung handelt, die sich mit politischen Forderungen tarne.
In Berlin hieß es aus diplomatischen Kreisen, dass die Bundesregierung solchen Drohungen auf keinen Fall nachgeben werde. Das sei weder politisch durchsetzbar noch technisch in der gesetzten Frist machbar. SPD-Fraktionschef Peter Struck sagte der Bild am Sonntag, dass der Bundeswehreinsatz in Afghanistan noch ein Jahrzehnt dauern könne. ,,Jeder muss sich darüber im Klaren sein, dass der Aufbau des Landes nur möglich ist, wenn die Taliban besiegt werden'', sagte er. Er halte das für möglich. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eckart von Klaeden, sagte zu den Forderungen nach einem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan: ,,Die Bundesregierung ist nicht erpressbar.''
Im Irak wurden bei Anschlägen am Sonntag mindestens 57 Menschen getötet. Unter den Opfern waren 31 schiitische Pilger, die nach einem religiösen Fest im Zentrum Bagdads durch eine ferngezündete Autobombe ums Leben kamen. Elf Opfer forderte ein Anschlag an einer Bagdader Hochschule.
Ein Selbstmordattentäter hatte seinen Sprengstoffgürtel in einem Pendlerbus gezündet. Bei Anschlägen im nordirakischen Mossul und anderen Teilen des Landes wurden insgesamt 15 Menschen getötet und acht verletzt.
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(SZ vom 12.3.2007)
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Es hat einfach keinen Sinn mehr Kommentare zu schreiben,es ist waist of time!
Die ganzen Kriege der USA sind nun mal nicht unserer Kriege. Als ich bei der Bundeswehr war hiess es: Kein deutscher Soldat darf die deutschen Grenzen überschreiten, an der Elbe ist zu Schluss (heute wohl Oder). Als Bürger in Uniform habe ich an diese Parolen meiner Vorgesetzen geglaubt. Mittlerweile sind wir in vielen Teilen der Welt im Kampfeinsatz. m.E. gegen den Geist des Grundgesetzes. Ich meine, unsere Politiker biegen sich die Gesetze so hin, wie sie es brauchen können bzw. wie es opportun ist und das finde ich nicht in Ordnung. Leider wurde die Bevölkerung Deutschlands auch hier wiederum nicht gefragt, wie kann man dann vonn Demokratie sprechen, wenn die gewählten Volksvertreter nicht das Sprachohr derjenigen sind, die sie gewählt haben. Die Mehrheit der Bevölkerung ist gegen diese Kampfeinsätze; nur im Bundestag spiegelt sich das leider nicht wider. Im Übrigen finde ich, dass wir langsam akzeptieren sollten, dass andere Kulturen nach ihren Regeln glücklich sein wollen. Wenn dies Islam und Scharia sind, dann haben wir das hinzunehmen, auch wenn es mit unseren Grundsätzen und Wertvorstellungen nicht vereinbar ist und wir sollten nicht meinen, mit Hilfe von Waffen die Segnungen der westlichen Demokartrie verbreiten zu müssen. Das funktioniert auch nicht, wie wir im Irak sehen und in Afghanistan wird es wohl auch nicht gut enden. Mit dem Recht, wie manche Politker meinen, Deutschland würde am Hindukusch verteidigt, könnten im Widerstand befindliche Teile der Irakis oder der Afghanen ebenso sagen, ihr Land wird an Spree und Themse verteidigt. Wir sollten uns deswegen zurückziehen und die freiwerdenden Möglichkeiten im finanziellen Bereich nutzen, um endlichr die vielen Probleme, die wir im eigenen Land haben, entschlossen und zielstrebig anzugehen.
"Dieser Krieg ist nicht euer Krieg."
Ohne jetzt die sonstigen Meinungen oder Methoden des Herrn X gutheisen zu wollen: Aber wo er recht hat, da hat er recht. Das ist wirklich nicht unser Krieg. Noch nie gewesen. Nicht im geringsten.
der ausbeutung der sog. III welt beteiligt....da hilft auch kein einkauf im dritteweltladen....
Unter den Taliban gibt es sehr wohl Recht und Gesetz. Diese sind uns oft lediglich fremd, da wir einige davon als menschenverachtend bezeichnen würden. Die Taliban sind ja nicht irgendeine Armee irgendeines Staates, sondern setzen sich mehrheitlich aus afghanischen Menschen zusammen. Also Menschen, die dort leben, Menschen, die ihre Heimat und ihren Lebensstil verteidigen. Wir können nicht erwarten, dass sie die Burka (Ganzkörperverschleierung) in A. verbieten, wenn es immer noch muslimische Frauen in D gibt, die diese "freiwillig" tragen (die Nichtexistenz des "freien Willens" will ich hier mal gar nicht diskutieren). Und mit wie viel "freiem Willen" wir Bayern das Kruzifix in Schulen und Gerichten verteidigen ist hinlänglich bekannt.
Alle säkularen Errungenschaften dieser Erde mussten und müssen hier im Westen wie im Osten erkämpft werden. Den Kampf gegen Kruzifixe in den bayer. Klassenzimmern werden sicher nicht die Taliban führen. Die hätten weder ein kulturelles noch ein religiöses Verständnis dafür. Umgekehrt hätten westliche Politiker längst aus dem ehemaligen Kampf der Sovjets in A. lernen können. Auch in Persien wurde mithilfe des Schah`s versucht, steinzeitliche Strukturen mit modernen zu ersetzen. Natürlich ging es dabei um viel Geld, nicht zuletzt um Rohöl. Aber auch um Aufrüstung, Absatzmärkte etc. Diese Mechanismen sind heute die gleichen: Kapitalismus. Der Wohlstand der Einen wird mit der Ausbeutung der Anderen "bezahlt".
Das tragische an unserer westlichen, repräsentativen Demokratie ist, dass sie uns von den Herrschenden als "goldenes Kalb" verkauft wird. Wer diese "Parlamentarie" abschaffen will - und sei es, um eine wirklich bessere Demokratie zu bekommen - ist Staatsfeind Nr. 1; wie einst im Kreml jeder Antikommunist.
Auch wir in D wollten ja nach dem WKII. keine Demokratie. Sie wurde uns von den Alliierten übergestülpt. Und es hat funktioniert. Das war aber keineswegs garantiert. Vielleicht hat uns aber der Wohlstand der us-amerikanischen Nation als Ansporn gedient? Heute ist er das für viele Völker nicht mehr. Insbesondere deswegen, weil evident ist, dass der Wohlstand in den USA auf Kosten anderer zustande kam/kommt.
Ich denke, es ist auch gar wichtig, ob die Politik eines mächtiges Land den Standpunkt ändert. Die UDSSR haben dies getan und breiten Bevölkerungsschichten nur Verelendung, Armut und Arbeitslosigkeit gebracht. Das große Übel dieser Welt ist der schrankenlose Kapitalismus. Und der funktioniert nur, wenn Menschen ausgebeutet werden können. Und das wird noch länger als 100 Jahre dauern. In wenigen Dekaden haben wir über 9 Mrd. Menschen. Die werden so billig arbeiten, das können wir uns heute gar nicht vorstellen. Arbeit wird billig wie Dreck und der Verkauf des letzten Hab und Guts - dem menschlichen Körper - wird Usus. Und zwar ab Kindesbeinen an. Siehe Kinderprostitution gleich hinter der bayerisch-tschechischen Grenze. Man(n) schon muss heute gar nicht mehr nach Thailand fliegen.
Die Führer der großen Weltreligionen behindern dagegen massiv die Bestrebungen der UN nach Familienplanung, Geburtenregelung, Schwangerschaftsabbruch, Verhütungsmittel, etc.
Milliardäre schießen allerorten (China, Indien, Russland, etc.) wie Pilze aus dem Boden, während die Massenverelendung zunimmt. Die Vermögenswerte der 200 reichsten Personen übersteigen das Gesamteinkommen von 41 Prozent der Weltbevölkerung !!!
Die Einkommensunterschiede zwischen den reichsten und den ärmsten Ländern lag 1820 noch bei 3 zu 1, 1950 bei 35 zu 1, 1973 bereits bei 44 zu 1 und 1992 schließlich bei 72 zu 1. (UNDP 2000) Wo so viel Armut ist, ist auch viel Reichtum. So hat sich nach UNDP-Berechnungen das Eigenkapital der 200 reichsten Personen auf der Welt zwischen 1994 und 1998 von 440 Milliarden US-Dollar auf 1.042 Milliarden erhöht, also weit mehr als verdoppelt (siehe: http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Europa/60-thesen.pdf)
Es geht um Geld, nur um Geld, um unbeschreiblich viel Gled - und sonst gar nichts. Und schon gleich nicht um Demokratie in anderen Ländern.
Paging