Terrorangriffe in Mumbai Protokoll des Schreckens

Schüsse im Café Leopold, Chaos am Bahnhof, Geiselnahme im Luxushotel: Die minutiös geplanten Terroranschläge in Mumbai im Protokoll.

Der Mumbai Mirror und der Guardian haben die Schreckensszenen protokolliert:

Angestellte und Gäste versuchen sich mit Vorhängen aus dem brennenden Luxushotel Taj Mahal zu retten.

(Foto: Foto: AFP)

8:00 pm Weitere Geiseln werden aus dem Oberoi Trident Hotel frei gelassen.

7:25 pm Sechs Tote werden aus dem Taj Hotel weggebracht, allein in diesem Hotel kamen 80 Menschen ums Leben. Von den sieben Terroristen, die sich zuletzt noch im Gebäude befanden, lebt offenbar nur noch einer. Ein Ende des Kampfes steht kurz bevor.

7:15 pm Die indische Regierung warnt vor Reisen nach Mumbai.

6:35 pm Einem indischen Beamten zufolge befinden sich noch etwa 20 bis 30 Geiseln im Oberoi Trident Hotel.

6:05 pm Einer der Terroristen stellt seine Forderungen live im Fernsehen: "Sagt der Regierung, dass sie mit uns reden soll und wir werden die Geiseln freilassen." Der Mann mit dem Nahmen Imran fügt hinzu: "Ist euch bewusst, wie viele Leute schon in Kashmir umgebracht wurden?".

6:00 pm Die Zahl der Toten steigt auf 104 Personen.

5:38 pm Chaotische Szenen spielen sich vor den Taj und den Oberoi Trident Hotels ab. Nach wie vor ist unklar, wie viele Geiseln und Terroristen sich genau im Hotel befinden.

5:30 pm Mehrere Schüsse werden außerhalb des Oberoi Trident Hotels gehört. Einige Geiseln können offenbar fliehen. Bislang kommen 14 Polizeibeamte ums Leben. Es wird angenommen, dass sich derzeit noch sieben Terroristen im Taj Hotel befinden. Drei wurden getötet, ein weiterer festgehalten.

5:10 pm Etliche Granaten, AK47 Magazine und Waffenvorräte werden von den Terroristen im Taj Hotel beschlagnahmt. Im alten Flügel des Hotels ist ein Feuer ausgebrochen.

4:55 pm Dem Fernsehsender NDTV zufolge befinden sich derzeit noch etwa zehn bis zwölf Terroristen im Hotel. Sieben Personen konnten gerettet werden.

4:37 pm In einer Ansprache sagt der indische Regierungschef Manmohan Singh: "Die Regierung wird sicherstellen, dass die Terroristen nicht entkommen werden."

4:00 pm Regierungschefs weltweit verurteilen die Attacken. Indien beschuldigt Parkistan, mitverantwortlich für den Terrorismus im eigenen Land zu sein.

3.24 pm: Die MV Alpha, ein Fischtrawler, der verdächtigt wird, die Schlauchboote mit den Terroristen zu Wasser gelassen zu haben, wurde von Marinehelikoptern auf offener See eingekreist. Die Armee macht sich bereit für einen finalen Angriff auf das Nariman-Haus.

3.13 pm: Vier Stockwerke des Taj Hotels wurden durch NSG-Kommandos freigegeben. Die Suchtruppen werden jedoch bis zur Dämmerung weiter nach den Terroristen suchen, sagt der NSG-Oberkommandierende.

3.00 pm: Die Schlauchboote, die von der Terroristen dazu benutzt wurden, an der Küste von Mumbai zu landen, wurden aufgefunden. Die indische Marine durchkämmt das offene Meer nach dem Schiff, von dem die Schlauchboote zu Wasser gelassen wurden.

2.30 pm: Erneute Explosionen werden am Oberoi Trident Hotel: Berichten zufolge halten die Terroristen 40 Geiseln als menschliche Schutzschilde.

1.27 pm: Die Zahl der Todesopfer steigt auf 101. Die NSG-Kommandos durchsuchen weiterhin das Taj Hotel nach den Terroristen. Beim Oberoi Trident Hotel werden Handgranaten-Detonationen gehört.

1.20 pm: Helikopter kreisen über dem Taj und dem Oberoi Trident.

1.00 pm: 16 Polizisten und sechs Ausländer sind bislang bei Schusswechseln getötet worden, meldet die Polizei in Mumbai.

12.30 pm: Sicherheitskräfte versuchen, mit den Terroristen zu verhandeln.

11.49 am: Ein Terrorist, der sich im Nariman-Haus am Colaba Causeway versteckt hat, springt auf das Dach eines benachbarten Gebäudes, Sicherheitskräfte marschieren auf.

11.33 am: Armee und Sonderkommandos stürmen das Taj. Im Gefecht sterben zwei Soldaten.

11.00 am: Schüsse, im Oberoi-Trident-Hotel ist eine Granatenexplosion zu hören.

10.30 am: Verletzte werden aus beiden Hotels gebracht, Krankenwagen fahren vor, um die Verletzten abzuholen.

9.30 am: Die Situation zwischen Terroristen und paramilitärischen Einheiten, die Stellung rund um die besetzten Hotels bezogen haben, ist verfahren.

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