Für 72 Prozent der Deutschen ist islamistischer Terror gefährlicher als die RAF. Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger sieht die Terrorgefahr in Deutschland so groß wie nie zuvor.

Nach einer Umfrage des Emnid-Instituts im Auftrag von Bild am Sonntag finden 72 Prozent der Deutschen den islamistischen Terrorismus bedrohlicher als den Terror der Roten Armee Fraktion (RAF) vor 30 Jahren. 20 Prozent halten den RAF-Terror für gefährlicher, 8 Prozent wollen sich nicht festlegen.

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25 Prozent der Befragten fühlen sich durch islamistische Terroristen persönlich bedroht. 73 Prozent fürchten hingegen nicht, selbst Opfer eines Anschlags zu werden. Jeder zweite Deutsche ist bereit, wegen der Terrorgefahr vorübergehend Einschränkungen persönlicher Freiheitsrechte hinzunehmen, etwa durch heimliche Online-Durchsuchungen privater Computer: 48 Prozent stimmen solchen Einschränkungen zu, 47 Prozent lehnen sie ab.

Der Emnid-Umfrage zufolge sind 49 Prozent für einen Abzug der deutschen Soldaten und Polizisten aus Afghanistan, weil sie glauben, die Terrorgefahr würde dadurch geringer. 43 Prozent sprechen sich für eine Fortsetzung der Stabilisierungsmission am Hindukusch aus.

(dpa)

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