Sie sind Inder, sie sind Muslime, und sie sind sehr jung - die Attentäter von Mumbai präsentieren sich als radikale Islamisten.
Es ist nur ein kurzes Gespräch, aber eine Botschaft will der Anrufer unbedingt der Welt übermitteln. Der Mann, der sich Sahadullah nennt, sagt, er sei Inder, seine Mitstreiter seien Inder und sie kämpften für die Muslime in Indien.
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Polizei-Razzia vor dem Hotel Trident Oberoi, wo Hunderte Hotelgäste in den Gewaltstrudel koordinierter Angriffe gerieten. (© Foto: dpa)
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Im Telefoninterview mit einem Fernsehsender bekommen die Terroristen von Mumbai, die für den Tod von mehr als 100 Menschen verantwortlich sind, am Donnerstag erstmals eine Stimme, es ist eine radikal-islamische. Und angeblich eine rein indische. Alle Mudschaheddin müssten sofort aus den Gefängnissen in Indien entlassen werden, fordert Sahadullah. Die Unterdrückung der Muslime müsse beendet werden.
Bald sind erste Fotos der Überwachungskameras zu sehen. Sie zeigen sehr junge Männer. Ein Augenzeuge sagt, die Attentäter seien kaum älter als Kinder gewesen. Bereits gesuchte Terroristen scheinen nicht unter ihnen zu sein.
Auch E-Mails tauchen auf, in denen sich die bislang unbekannten Deccan Mudschaheddin der Angriffe bezichtigen. Die Gruppe ist den Geheimdiensten offenbar noch unbekannt. Aber nicht nur der Name, auch das Vorgehen erinnert an die Indian Mudschaheddin, an eine Gruppe, die das Land seit etwa einem Jahr terrorisiert. Sie hat allein in den vergangenen vier Monaten Dutzende Anschläge verübt, denen mehr als 100 Menschen zum Opfer fielen.
Ihre Wut richtet sich gegen die Regierung in Delhi
Die Indian Mudschaheddin hatten im September in Neu-Delhi an mehreren Orten Bomben gezündet - und sich per E-Mail an Zeitungen und Fernsehsender gewandt. Zwar sollen die Terrorgruppen auch aus dem Ausland Geld bekommen, ihre Mitglieder aber sind indische Muslime.
Und ihre Wut richtet sich vornehmlich gegen die Regierung in Delhi. In einer Botschaft erklärte die aus einer extremistischen Studentenvereinigung hervorgegangene Gruppe, ihre Aktionen seien legitim, um die 2002 bei Aufständen in Indien getöteten Muslime zu rächen.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wen die Terror-Gruppe Deccan Mudschaheddin mit ihren Anschlägen treffen will.
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Diejenigen, die hier behaupten, solche Taten seien das Ergebnis erlittenen sozialen Unrechts, sollten einmal reflektieren, wie weit man das Argument treiben könnte:
Auch die marodierenden SS-Schergen in Oradour, Lidice oder an der Ostfront hätten anführen können, dass ihnen Unrecht widerfahren ist (z.b. durch die Verelendung des deutschen Proletariats als Folge der Reparationsforderungen im Versailler Vertrag). Viele SS-Leute kamen aus der entwurzelten Unterschicht und fanden eine schöne neue ideologische Heimat mit klarem Feindbild.
Gewalt ist keine Lösung und erzeugt nur neue Gewalt. Und für das Morden kann es nie eine Rechtfertigung geben.
"Nine terrorists were killed and one, a Pakistani, was arrested, said R.R. Patil, deputy chief minister of the state of Maharashtra. The attackers arrived in Mumbai by sea, Patil told reporters."
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601102&sid=aFGZQrZ77_Sw&refer=uk
Das nenne ich Journalismus, klare Aussagen, mit Nennung der Quellen. Auf die Bestätigung der Meldung von Herrn Matern, daß Inder unter den Terroristen wären, warten wir dagegen weiter vergebens.
Übrigens, eine traurige Nachricht:
"Three Germans, Two Australians, a Briton, a Japanese and an Italian are confirmed dead, authorities said."
:-(
und meine Absicht war es, Sie davor zu bewahren, auf die Gerüchte von Herrn Matern reinzufallen. Suchen sie doch mal nach anderen Quellen dafür, daß die Polizei angeblich junge Inder unter toten oder lebenden Terroristen gefunden hat! Sie werden nix finden. Keine Ahnung, wo Herr Matern das her hat.
Wenn Sie mich schon Zitieren, dann bitte richtig. Der vollständige Satz lautet:
"Sicher, bei den Angreifern handelt es sich überwiegend um junge Inder, aber das sind doch nur die, die die Polizei bislang lebend gesehen, oder getötet hat."
...und so möchte ich das auch verstanden wissen.
Die indischen Behörden haben bislang bemerkenswert wenige Terroristen erwischt. Und die meisten davon sind tod. Jene, die in den Hotels und in dem jüdischen Zentrum Geiseln genommen haben, sind die einzigen lebenden Terroristen derer die Polizei noch habhaft werden könnte. Alle anderen sind weg. Die Terroristen, die den Bahnhof, das Cafe und die Krankenhäuser angegriffen haben, sind alle erfolgreich abgetaucht. Und damit besteht keine Chance mehr noch näheres über ihre Herkunft zu erfahren.
Würde mich nicht wundern, wenn die zurückgebliebenen Terroristen in erster Linie ein Bauernopfer darstellen sollen, das die Medien wie die Behörden auf eine falsche Fährte locken soll.
Natürlich ist es möglich, dass die Angreifer Mitglieder einer rein indischen Terrorgruppe, ohne Kontakte zum Ausland, sind. Aber das passt nicht zum Modus operandi.
Die Terroristen sind zu gut ausgebildet, zu gut bewaffnet, zu gut ausgerüstet und zu gut organisiert für eine einheimische Bauerntruppe.
... indem Sie mir (nicht zum ersten Mal) eine gewisse Intelligenz absprechen nachdem mich schon der Inhalt ihrer sonstigen Kommentare nicht so ganz überzeugen vermochten?
"Bei Ihnen liegt doch ganz offensichtlich ein intellektuelles Defizit vor. "
P.S. Ich verrate Ihnen mal was: Das machen eigentlich nur Leute die nicht mit Inhalten glänzen können und die rhetorisch nicht wirklich was drauf haben.
Paging