Müntefering, Struck und Steinmeier: Gleich drei SPD-Größen haben sich mit deutlichen Worten gegen die CDU-Minister Schäuble und Jung in Stellung gebracht. Auch nach dem Gespräch mit Angela Merkel ist der Koalitionsstreit noch lange nicht beigelegt. Und die Kanzlerin? "Stinksauer" über den Verlauf der öffentlichen Debatte.
Auch nach dem Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrem Vize Franz Müntefering und SPD-Chef Kurt Beck betrachtet die SPD-Führung den jüngsten Koalitionsstreit noch nicht für erledigt.
Vereint gegen Schäuble und Jung: Die SPD-Größen Steinmeier, Müntefering und Struck. (© Montage: sueddeutsche.de)
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"Da kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", sagte Müntefering der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Mit ihren Äußerungen zur Bedrohung durch Terroristen hätten Verteidigungsminister Franz Josef Jung und Innenminister Wolfgang Schäuble eine rote Linie überschritten. "Das konnte man nicht hinnehmen. Klärungen müssen intern erfolgen."
Das Thema Sicherheit sei ernst, als dass es "Spielmaterial für öffentliche parteitaktische Manöver sein" könne, betonte Müntefering. Der Bevölkerung dürfe keine Angst gemacht werden. Der Vizekanzler prognostizierte zur Zusammenarbeit zwischen SPD und Union: "Wir werden weiter mitteleuropäisch-zivilisiert miteinander umgehen."
Im Kabinett sei das Arbeitsklima alles in allem gut. Jedoch: "Manchmal weiß man nicht so recht, was den Koalitionspartner gerade treibt." Das sei in anderen Bündnissen allerdings auch nicht anders gewesen.
Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) kritisierte die umstrittenen Vorstöße aus den Reihen der Union heftig. Mit den Forderungen werde die aktuelle Situation genutzt, "um latent vorhandene Ängste täglich neu zu mobilisieren", sagte Steinmeier beim Parteitag der baden-württembergischen SPD in Fellbach.
"Nicht die Rechtsstaatsachse völlig verschieben"
Es gehe dabei um "kurzsichtige parteipolitische Geländegewinne". Das Thema Terrorismusbekämpfung eigne sich dafür aber nicht. Steinmeier warnte, die Herausforderung durch den internationalen Terrorismus dürfe nicht dazu führen, "dass wir die Rechtsstaatsachse völlig verschieben".
Darauf habe die SPD in der Vergangenheit geachtet und werde dies auch künftig tun. Die Verfassungsänderungen, wie sie von manchen gefordert würden, "stehen nicht zur Debatte". Wer etwas für mehr Sicherheit tun wolle, möge stattdessen mehr Polizei einstellen, fügte der Außenminister hinzu.
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat intern offenbar mehrfach Innenminister Wolfgang Schäuble und Verteidigungsminister Franz Josef Jung kritisiert. Die Kanzlerin sei überhaupt nicht erfreut über die Vorstöße der beiden CDU-Minister, die die Koalition immer wieder auf eine Belastungsprobe stellten.
Die Kanzlerin sei "stinksauer" über den Verlauf der öffentlichen Debatte gewesen, hieß es. Merkel habe sich darüber beklagt, dass sie von den Äußerungen der beiden Minister erst aus den Medien erfahren habe.
Die Stimmung in der großen Koalition bleibt weiter angespannt. In der Berliner Zeitung forderte auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck Innenminister Schäuble und Verteidigungsminister Jung auf, mehr Feingefühl zu zeigen.
"Niemand darf sich wundern, dass die Wochenend-Interviews von zwei CDU-Ministern unsere Leute provoziert haben. Ich rate Herrn Schäuble und Herrn Jung dazu, in Zukunft Rücksicht auf die Positionen ihres Koalitionspartners zu nehmen, dann können wir zu einem vernünftigen Arbeitsklima zurückkehren."
Er hoffe, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den beiden Ministern klar gesagt habe, "dass man so nicht mit den Sorgen der Menschen um terroristische Gefahren umgehen darf". Ohne konkreten Themenbezug sagte Struck, er sei manchmal "erstaunt, wie die Kanzlerin Debatten laufen lässt".
Auch nach Aussage des stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfaktion, Wolfgang Bosbach, ist die Stimmung innerhalb der Großen Koalition an einem Tiefpunkt.
Er sei "nicht mehr unterschreitbar", sagte er der Westdeutschen Zeitung. "Die SPD findet es gut, Opposition in der Regierung zu machen. Das bestätigt alle Vorurteile der Bürger gegenüber der Politik. Davon wird keiner profitieren."
Vize-Regierungssprecher Thomas Steg sagte am Freitag im Namen der Kanzlerin, es müsse alles vermieden werden, was zur Verunsicherung der Bevölkerung führe. Andererseits müsse auch auf die erhöhte Sicherheitslage reagiert werden.
Schäuble hat nach den empörten Reaktionen des Koalitionspartners SPD und der Opposition seine warnenden Äußerungen zu möglichen atomaren Terroranschlägen inzwischen abgeschwächt. Eine entsprechende Interviewpassage vom vorigen Wochenende sei zugespitzter freigegeben worden als sie der Minister gemeint habe, sagte ein Sprecher seines Ministeriums in Berlin.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(dpa/AP/Reuters)
Debatte um Militärintervention in Syrien
Bei aller liebe, Kinderpornographie ist das allerletzte Thema das sich für jegliche Polemik eignet! Indiskutabel, mehr möcht ich dazu nicht sagen.
Zum anderen ist das mal wieder so ein herrliches "Grundsatzthema" über das sich Medien und Politiker erregen können wobei jeder weiss ohne Ziel und Verstand. Während die echten Reformprojekte und Gesellschaftsfragen unbearbeitet bleiben. Davors wars Mügeln, davor irgend ein verdrehtes Zitat auf einer Trauerrede von einem Ministerpräsidenten, davor warens die angeblichen Gewaltexzesse der G8-Gegner.. und was fällt noch auf? Wie seit den 70ern wird die ganze Welt in gut und böse, in "links" und "rechts" eingeteilt. Und das ist dann auch das Wichtigste bei den "Debatten". Und Schuld zuweisen, Schuld von sich weisen, Nebensätze mit beteuerungen man habe dies so und so gemeint aber nicht so und so.. meine Güte. Wird hier überhaupt noch Politik und Journalismus betrieben oder nur noch politisch Korrekte selbstbeschäftigung? Gruppentherapie für die deutsche Gesellschaft die am eigenen Wohlstand zu scheitern scheint? Wenn man die immer apokalyptischeren Schlagzeilen so liest und manche äußerung hört dann könnte man meinen die Bundesrepublik läge an der Sahelzone. Nur eins ist sicher, es wird einer kommen der aus der überschrift "Dummes Deutschland" zur PISA-Debatte noch "Superdummes Deutschland" macht.. vielleicht gehts uns wirklich zu gut und wir schätzen absolut nicht mehr welche Grundstandards die Generationen vor uns für uns erarbeitet haben. Wenn wir keinen Ausweg aus diesen Selbstzweifeln finden werden aus den eingebildeten Untergangsphantasien irgendwann tatsächliche.
Schäuble tut ja nur so, als ob es ihm mit der Inneren Sicherheit wichtig wäre. Caesar hääte auch nicht ohen die Waffen abzulegen, den Rubicon überschreiten dürfen. Hat er aber und die Republik wurde zu einem Kaiseriat bis hin zum degenreirten Nero und zur Auflösung der Republik und em Niedergang des Reiches. Deshalb ist immer Vorsicht beim militanten Überschreiten des Rubicons geboten: es ist eien Reichszersetzung udn Wohlstandsvernichtung.
Wie wenig es dem Herrn Schäuble um den Rechtsstaat und die Innere Sicherheit tatsächlich geht, zeigt die gestrige Meldung, dass Schäubkle sich aktiv für die Strafvereitelung bei Menschenräubern einsetzt. Man fasst sich an den Kopf: Deustceh werdne entfürht udn Schäuble sgat, er werden sein Veto einlegen, wenn man versucht die Täter vor Gericht zu bringen: Der Mann muss schleunigst weg (und vielleicht sogar vor Gericht)
"Berlin verhindert Auslieferungsantrag für CIA-Agenten"
"Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte laut "Spiegel" für den Fall einer Übermittlung der Inhaftnahmeersuchen offen mit seinem Veto gedroht."
Danke
Wichtig ist allein das wir miteinander reden wie,was können w i r ändern damit nicht 30 oder 40% einfach abgeschrieben werden und man tönt wir haben 43% gewonnen j a von 60% Wähler.
Aber noch mehr wirkt die Parteien merken der Wähler wird munter er wehrt sich -Eine Petition wie ich sie vorschlage kommt nie durch---aber--wenn 10 000 Unterschriften drunter ständen lacht man nicht mehr. Wie sagt:
Carl Friedrich von Weizsäcker
"Demokratie heißt Entscheidung durch die Betroffenen."
Walter Wasilewski
Würde Angie die Zügel straff halten, hätten wir Stimmvolk nie die Möglichkeit bekommen, zu erfahren, wessen Geistes Kind unsere Minister sind.
Mir läuft es Kalt den Rücken runter, wenn ich an die Zukunft unseres Rechtsstaates denke, falls dieser überhaupt noch die Bezeichnung verdient. Habe ich bei der Wiedervereinigung was verpennt? Es läuft doch offensichtlich eine Vereinbarung hinaus,daß auf 20 Jahren BRD im Anschluß wieder 20 Jahre DDR folgen.
Neue Politiker braucht das Land! - Aber woher sollen die kommen und wo bekommen wir mündige Wähler her?
Die "rote Linie" sehen Müntefering, Struck und Steinmeier nicht mal mehr im Rückspiegel.
Die hat Auto- Gerd mit 'nem Audi-Dickschiff schon 2002 überfahren, und ist mit Vollgas bis Gazpromm durchgefahren. Dann sind, nacheinander Münte und Platze ein bischen im Kreis gefahren, und nun versucht Kurtie mit dem "Navi" von Schröders Gurke klarzukommen. Unter guten Ratschlägen seiner zahlreichen Beifahrer (Münte, Steinbrückmeier, Platzeck, Nahles, Zypries,..etc.), fahrt er langsam und beschaulich der Union hinterher... Weit weg von der "roten Linie", dem Ariadne- Faden der Sozialdemokratie!
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