Die Palästinenser reagieren hysterisch auf die Bauarbeiten. Nun versucht der Bürgermeister, die Lage zu beruhigen. Doch auch die Stadtverwaltung trägt Schuld an der Aufregung.
Seit Tagen berichten palästinensische Radio- und Fernsehstationen an erster Stelle über die angeblichen Ausgrabungsarbeiten am Fuße des Tempelbergs. Israel, heißt es, nehme Veränderungen am Fundament des Tempelbergs vor, auf dessen Plateau sich Felsendom und Al-Aksa-Moschee befinden, eine der heiligsten Stätten des Islam. Doch wer will, kann sich vor Ort vom Gegenteil überzeugen.
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Ein hässlicher provisorischer Fußgängerweg, über den bislang ausländische Touristen auf die Esplanade des Tempelbergs gelangten, soll durch eine moderne stabile Version ersetzt werden. Und weil der Ort so geschichtsträchtig ist, wühlen israelische Archäologen mit Händen im Erdreich, um eventuelle Fundstücke aus vergangenen Zeiten sicherzustellen. Das ist schon die ganze profane Wahrheit. In der arabischen Welt aber, so scheint es, regiert Hysterie, gepaart mit Unwissen - und Hunderte Palästinenser werden mit dem Ammenmärchen gegen Israel aufgehetzt, mit den Arbeiten solle das Fundament des Tempelbergs erschüttert und so Felsendom und Al-Aksa-Moschee zum Einsturz gebracht werden.
Der überflüssige Disput um den Neubau eines Fußgängerwegs und das Sieben von Jerusalemer Erde zeigt erschütternd deutlich, wie groß das Misstrauen gegenüber Israel ist. Dem Staat der Juden werden nur schlechte Absichten unterstellt. Dass der Bürgermeister einer der heiligsten Städte der Welt nun vorerst die Arbeiten ruhen und eine Bürgeranhörung organisieren lässt, wird weitere gewalttätige Auseinandersetzungen verhindern helfen. Auf die Idee, den Neubau transparent und für jedermann verständlich zu machen, hätte die Stadtverwaltung aber auch schon früher kommen können.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 13.3.2007)
Obama zeichnet Bob Dylan aus
Zitat 1 von Georgetheporge:
Der letzte Satz traf die Sache noch am besten auf den Punkt.
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Guter Mann: Haben Sie - wo Sie auch leben mögen - etwas dagegen, wenn ich auf meinem Grundstück Scherben siebe?
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Zitat 2 von Georgetheporge
Denn das grundlegende Problem ist dass dem israelischen Staat und seinem ganzen Gefüge bis zur Armee die Palästinenser scheissegal sind.
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.........ungefähr so egal wie die Israelis (sic) den Arabern (Palästinenser sind Araber - nur zu Ihrer Aufklärung), die sogar so weit gehen, Israels Existenz schlichtweg zu leugnen, und da der Staat Israel eben doch nun mal greifbar als Realität erfahrbar ist, denselben am liebsten vernichtet sehen?
Für den Grundkurs Palästina, Lektion Aa 1.1. lesen Sie erst mal die Charta der Hamas durch, mein Bester, und dann unterhalten wir uns (vielleicht) weiter darüber, wer wem egal ist, oder besuchen Sie das israelische Krankenhaus in Ashkelon, wo palästinensische Bürgerkriegsopfer (natürlich auch Schuld der Israelis, logisch...) ohne Ansehen der ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit bestens versorgt werden.
Guten Tag noch!
.....drolligen Benutzernamen haben Sie sich da ja zugelegt. Lassen Sie´s besser...; steht Ihnen nicht
Bernd Dahlenburg
http://myblog.de/hrbs
HonestReporting Media BackSpin
Der letzte Satz traf die Sache noch am besten auf den Punkt.
Denn das grundlegende Problem ist dass dem israelischen Staat und seinem ganzen Gefüge bis zur Armee die Palästinenser scheissegal sind.
Und deswegen hielt es auch niemand für nötig die Palästinenser zu informieren oder aufzuklären.
Aber in einer Zeit, die Kofi Annan vor wenigen Jahren als eine Rückkehr zur Barbarei bezeichnete, gilt halt einfach das Recht des Stärkeren. Und das sind in dem Fall zweifellos die Israelis.
Das Misstrauen der Palästinenser kann ich gut verstehen. Da dürfen sie zum ersten Mal wirklich frei wählen, diese grossartigste Errungenschaft der Demokratisierung des Nahen Ostens, doch weil unsere grossartigen Demokratien die gewählte Regierung nicht anerkennen und somit auch nicht mit ihnen verhandeln, war diese Wahl völlig sinnlos für das Volk. Im Gegenteil: es hat zwangsläufig zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen geführt.
Wie gesagt, mir tun die Menschen dort leid, sie leben immer noch in einem grossen Flüchtlingslager.
Wooowww, das hat ja einige auf den Nerv getroffen. Nicht schlecht.
Aber ich frage mich warum das so ist. Warum sich Menschen tausende Kilometer weit, sich hinter eine Regierung stellen, die ausdruecklich von der UNO als faschistisch eingestuft wird. Hinter eine Regierung, die tausende von Menschen ohne einen Grund ihrer Freiheit beraubt und sie ohne eine Anklage, geschweigendenn einem Urteil, jahrelang wegsperrt. Eine Regierung, ....... Das koennte so weitergehen......
Und die andere Seite sollen diese Zeilen nicht in ein gutes Licht stellen. Man sollte aber beide Seiten sehen. Und nicht so tun, ach die so gute israelische Regierung will ja den armen Schluckern, die im Dreck rumwuehlen, helfen.
Apropos, ueber Geschmack laesst sich streiten!
Hierzulande versucht man stets die Erben der Zeit zu bewahren!
So lange wie diese armen Menschen von ihren religiösen Leitfiguren absichtlich in Ignoranz und Analphabetentum gehalten werden, besteht keine Hoffnung, ihrem Aberglauben ein Ende zu bereiten. Von einer Religion, die es fertig bringt, ihre Angehörigen zu überzeugen, dass ihr Gott es befürwortet, dass sie sich selbst in die Luft sprengen, ist kaum etwas zu erwarten. Wir dürfen jedoch nie vergessen, dass auch wir selbst tausend Jahre des finstersten Mittelalters durchlebten, wo eine ignorante Bevölkerung dem absurdesten Aberglauben huldigte und Menschen lebendig verbrannte.
Damit das endlich auch einmal klargestellt wird:
# Die Arbeit, die durch professionelle Behörden durchgeführt wird, ist voll und ganz transparent, schon alleine deswegen, weil die Ausgrabungen von den Medien begleitet werden
# Alle Tätigkeiten werden an einer Stelle durchgeführt, die unter israelischer Hoheit steht - in einem Bereich unter der Verantwortlichkeit der Jerusalemer Stadtverwaltung und der Regierung von Israel.
# Die neue Brücke und die Mugrabim-Rampe befinden sich vollständig (sic!) außerhalb des Tempelberg-Komplexes (etwa 60 m) und sind nicht Teil von ihm. Klar?
# Ziel der Arbeiten ist der Ersatz der alten (hässlichen Brücke - Danke Herr Schmitz für Ihre joviale Einlassung) Rampe, die durch ein Erdbeben und einen Schneesturm schwer beschädigt wurde.
# Der Bau der neuen Brücke verletzt keine religösen Gefühle - wie auch, wenn auf jüdischem Territorium?
# Alle Arbeiten geschehen in Absprache und mit Wissen der UN, palästinensischen Offiziellen und anderen internationalen Organisationen. Also ist alles transparent.
Schlussfolgerung
Man kann es förmlich aus den Zeilen herausriechen:
Aber es hilft nichts, wenn manche hier "jüdische Hinterhältigkeit" insinuieren.
Bernd D.
http://myblog.de/hrbs
HonestReporting Media BackSpin
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