Ein Defekt an einem Maschinentrafo hat zur Abschaltung des Atomkraftwerks Emsland in Niedersachsen geführt. Nach Angaben des Betreibers bestand keine Gefahr.
Das Atomkraftwerk Emsland im niedersächsischen Lingen ist am Freitagmorgen nach einem Zwischenfall abgeschaltet worden. Eine Überwachungseinrichtung an einem Maschinentrafo löste nach Mitteilung des Betreibers RWE eine Schnellabschaltung aus.
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Atomkraftwerk Emsland in Lingen: Eine Überwachungseinheit an einem Maschinentrafo löste die Abschaltung des Reaktors aus. (© Foto: dpa)
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Nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums handelt es sich dabei aber um einen Vorfall von geringer Bedeutung, der nur auf der untersten Meldekategorie und nicht als Störfall eingestuft wurde. Eine Sicherheitsgefahr bestehe nicht und es habe keinerlei Austritt von Radioaktivität gegeben, sagte eine Ministeriumssprecherin.
RWE teilte mit, alle Sicherheitseinrichtungen hätten ordnungsgemäß funktioniert. "Es bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Personal oder Umgebung", sagte ein Sprecher des Unternehmens.
Die Überwachungseinrichtung, die den Alarm gegen drei Uhr morgens auslöste, diene dazu, einen Stufenschalter des Maschinentrafos vor Schäden zu schützen. Die Behörden seien umgehend informiert worden. Seitens des niedersächsischen Umweltministeriums hieß es, Aufsichtsbeamte würden den technischen Defekt derzeit untersuchen.
RWE leitete Untersuchungen zur Klärung der Ursache ein. Vor einer Inbetriebnahme der Anlage werde es umfangreiche Prüfungen geben. "Wir gehen davon aus, dass es zwei Tage dauert, bis der Reaktor wieder ans Netz gehen kann", sagte ein Sprecher.
Der 1400-Megawatt-Reaktorblock wurde 1988 in Betrieb genommen und produziert nach Angaben von RWE 11 Milliarden Kilowattstunden Strom jährlich. Damit könnten 3,5 Millionen Haushalte versorgt werden.
Zuletzt hatte es im Atomkraftwerk Krümmel in Schleswig-Holstein technische Pannen gegeben, die in Deutschland zu einer breiten Debatte um die Atomkraft geführt hatten.
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(dpa/mikö/cag)
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"Liebe Nutzer,
aufgrund einer technischen Panne wurden leider alle Ihre Beiträge vom 24. Juli 2009 unwiderbringlich gelöscht. Wir bitten Sie sehr, diesen Zwischenfall zu entschuldigen.
Bleiben Sie uns dennoch gewogen, Ihr Team von sueddeutsche.de"
........so steht es über den Leserkommentaren zu obigem Artikel.
Vielleicht sollte man die "Süddeutsche" abschalten, denn der Schaden durch einen hysterischen Journalismus und verblödend hingestotterte Kommentare ist mindestens genauso groß wie ein Schaden im konventionellen Teil eines Kernkraftwerks und bedürfte deshalb eigentlich einer Schnellabschaltung.
Es ist schade, dass sich die Süddeutsche immer wieder mit obigen Schlagworten einem verantwortungsvollen Journalismus verweigert und damit zu erkennen gibt, dass sie eigentlich von objektiv urteilenden Lesern kaum mehr zu verkraften ist, weil sie eine Klientel auf Bildzeitungs-Niveau bedient.
Wenn man als Journalist keine Ahnung hat, wovon man spricht, sollte man entweder schweigen oder einen Experten zu Rate ziehen, bevor man zur Volksverdummung mit negativ belegten Schlagworten beiträgt.
Deshalb eine kleine Anmerkung: Eine Turbine und ein Trafo sind Bestandteile jedes Generatorwerks, unabhängig davon, ob der turbinentreibende Dampf von Holz, Gas, Kohle, Öl oder Kernspaltung erzeugt wird. (Gell Python11: wieder mal was gelernt!)
Dass an technischen Anlagen Teile ausfallen können hat nicht nur die SZ gemerkt (s.o.), sondern kennt jeder Hausherr, der bspw. über eine Ölheizung verfügt oder jeder Verbraucher, der Stereoanlage oder Computer benutzt. Und nichts, aber auch gar nichts anderes ist im Kernkraftwerk Emsland passiert!
Also weshalb diese Hysterie? Doch nur, um unbedarfte Bürger noch weiter zu verunsichern und weil "Defekt - Atomkraftwerk - Abschalten" gelesen wird. Aber oft sind es wohl nicht gerade die hellsten Köpfe, die auf solche Wörter wie die pawlowschen Hunde reagieren und dann noch - aus Unkenntnis - Äpfel mit Birnen verwechseln.
Übrigens: Dass technische Ausfälle immer wieder vorkommen, aber bei den "konventionellen" Kraftwerken nicht an die Öffentlichkeit dringen, bei angekoppelter Kernkraft jedoch sofort publiziert werden, hat auch etwas mit dem Sicherheitsverständnis in der Kernkrafttechnologie zu tun.
Hopp Python11 - zurück auf die Bäume, dann aber die Grundlast ausgeschaltet und den Generator per Hand gedreht! Wie das geht? Naja wenn man so schlau ist wie Sie...sollte man das schon können!
..die grundlastfähige Kernkraft. Tolles Ding. Muss man haben.