Vielleicht konnte Verdi-Chef Frank Bsirske nicht anders, als erst mal eine Forderung jenseits von Gut und Böse zu stellen. Seine Leute wollten sehen, wie er den Knüppel schwingt. Das Kunststück wird sein, sie doch noch vom Machbaren zu überzeugen.
Vor drei Monaten erklärte der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske noch, falls er wie die Lokführer auf die Idee käme, eine Lohnforderung in Höhe von 31 Prozent zu stellen, dann würde er in Deutschland zum Volksfeind erklärt oder zwangseingewiesen. Nun ist er auf dem besten Weg zum Lokführer.
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Fordert deutliche Lohnerhöhungen für die Angestellten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen: Verdi-Chef Frank Bsirske (© Foto: AP)
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Die acht Prozent, die Bsirske am Mittwoch zusammen mit den anderen Gewerkschaften für den öffentlichen Dienst verlangte, sind nämlich nicht die entscheidende Zahl. Die wurde von ihm sogleich relativiert - indem er verlangte, für jeden müsse es mindestens 200 Euro Lohnerhöhung geben.
Da angesichts der Entgeltverhältnisse im öffentlichen Dienst 200 Euro für die allermeisten Beschäftigten mehr ausmachen würden als acht Prozent und zudem das niedrigste Entgelt hier 1286 Euro beträgt, heißt dies: Bsirske verlangt Erhöhungen von bis zu 15,5 Prozent.
Die Gewerkschaft Verdi (und mit ihr GdP, GEW und Beamtenbund) steht unter Druck. Ihre Mitglieder wollen für ihre Monatsbeiträge endlich wieder einen Gegenwert sehen. Seit mehr als drei Jahren konnten sie kein Lohnplus mehr verzeichnen. Für sie bedeuteten gestiegene Inflationsraten, noch mehr an Kaufkraft zu verlieren als Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft. Die konnten sich wenigstens mäßige Erhöhungen erkämpfen. Nun wird Nachholbedarf reklamiert.
Vielleicht konnte Bsirske nicht anders, als erst mal eine Forderung jenseits von Gut und Böse zu stellen. Seine Leute wollten sehen, wie er den Knüppel schwingt. Sie werden ihre Lohnerhöhung bekommen - dass die fällig ist, wissen auch die Arbeitgeber. Aber 15 Prozent? Bsirske hat seinen Mitgliedern den Gefallen getan. Das Kunststück wird sein, sie doch noch vom Machbaren zu überzeugen.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 20.12.2007/schä)
Staatsbesuch in Israel
Des weiteren möchte ich folgende Aussage besonders unterstützen.
Im übrigen bin ich mit der 19 Uhr bis 8 Uhr-Regelung und Wochenende-Dornröschen-Modus des Forums in keinster Weise einverstanden.
Bitte wieder öffnen oder es völlig sein lassen
Ich kenne sehr wohl die Gehälter im öffent. Dienst.
Besonders weil meine Freundin beim Ordnungsamt arbeitet und mit Schichtzulage gerade mal auf 1350 netto kommt. Das ist nicht gerade viel.
Auch weis ich, das der öD keine schlechte Arbeit macht. Was ja auch mit Zahlen und Fakten im Buch von Hans Werner Sinn " Ist Deutschland noch zu retten" belegt wurde.
Der Mann brach für den öD eine Lanze. Ich zitiere " Zwar manchmal etwas langsam, aber dafür frei von Korruption und auch effektiv, besonders wenn man die Anzahl der Mitarbeiter des öD mit der Gesamtbevölkerung verrechnet und dies mit anderen Ländern vergleicht".
Und nun zum Thema Hartz IV. Auch ich habe in meiner Familie einen Onkel, welcher mit seinen 45 Jahren eine Weiterbildung zum Mechatroniker mit anschließender Jobübernahme ablehnte, bloß weil er dafür 35 km weit fahren muß.Offiziell ist es natürlich sein Rücken.
Das ist ein Verbrechen!!!
Ich wünsche mir nur, dass man Ihm jetzt seine Zulagen streicht. Besonders weil er sich mit Schwarzarbeit noch mehr als genug dazu verdient.
Aber zurück zum Thema Lohnerhöhung.
Ich selbst arbeite in einem Kleinen Handwerksbetrieb, welcher vor ca. 5 Jahren fast pleite war. Mein Chef hat damals nur neu Hilfe von der Bank bekommen, weil wir als mit Lohnerhöhungen in Höhe der Inflation, aber max 1,25 % und bei einer Umsatzrendite von mind. 2,5 % zufrieden gaben, weil wir auf Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichteten und als Ausgleich dafür 20 % des Firmengewinnes 1/4 jährlich ausgezahlt bekommen.
Dies lohnte sich auch noch mehrfach. Mein Chef hat jetzt eine stabilere Grundlage zur Kalkulation, wir ein größeres Bewusstsein über uns selbst und unsere Kunden, ein besseres Firmenklima und wir überraschender Weise auch noch mehr Geld in der Hand. Natürlich setzt das offene und ehrliche Bücher voraus.
Keiner von uns will zu dem alten System zurück.
Aber warum soll das nicht auch in großen Konzernen wie der Bahn gehen? Oder im öD? Auch da kann man mit Sicherheit ein Bonussystem einführen.
Wes weiteren möchte ich fragen. Wer ist den der größte Nutznießer von einem hohen Lohnabschluß?
Das ist doch nur der Staat, weil er über höhere SV-Beiträge uns das Geld doch wieder aus der Tasche stiehlt. Und das sehe ich im Anbetracht meines Onkels einfach nicht mehr e
Sagen Sie mal, Bingo76, haben Sie eigentlich eine Ahnung, mit was für Gehältern sich die im öffentlichen Dienst rumschlagen?
Alle Welt darf sich Lohnerhöhungen erstreiten und erkämpfen? Die Lebenshaltungskosten steigen, also wird mehr Geld benötigt - das gilt sogar für HartzIV-Empfänger. Und wissen sie auch, wie hoch der Unterschied zwischen dem, was ein Hartzer und dem was ein im öffentlichen Dienst Angestellter bekommt, ist? Der Unterschied ist verdammt gering dafür, dass die einen den ganzen Tag zu Hause auf der Couch liegen und die anderen sich von schlecht gelaunten Bürgern 42 Stunden terrorisieren lassen müssen.
Wieso wird das Geld zum Fenster rausgeworfen, wenn die Staatsdiener auch endlich mal nach Jahren wieder mit einem Fitzelchen Kuchen bedacht werden? Ist der öDler kein Bürger, dem man mal was zurückgeben kann? Zahlt dieser etwa keine viel zu hohen Steuern und Sozialabgaben??? Mich würde interessieren, warum Sie so gegen die Angestellten im öD sind, die ja auch Bürger und Menschen mit Bedürfnissen sind. Menschen, die das System versuchen am Laufen zu halten. Die Umsetzen müssen, was die hohen Tiere in Berlin verbrechen und dafür auch noch so einiges abkriegen. Also, warum kommen bei Ihnen erst alle anderen? Mussten Sie mal zu lange warten, als Sie Ihren neuen Ausweis beantragt haben?
"Zuerst müssen die Schulden abgebaut werden".
Machen Sie Witze?
Bis jetzt sind jedes Jahr, egal von welcher Regierung, neue Schulden gemacht worden und da sprechen Sie von Schuldenabbau.
Unsere Schulden sind nicht mehr abbaubar, außer durch eine Hyper-Inflation.
Das ist wirklich lächerlich !
Bei einer defacto Inflationsrate von über 10% würde ich unter 25% gar nicht erst anfangen. Dann können sie sich immer noch bei moderaten 15% einigen.
(ich weiß...bei 2-stelligen Zahlen sind einige meiner Zeitgenossen im Rechenhirn hoffnungslos überfordert)
Paging