"Wir werden das schaffen": Optimistisch und selbstbewusst gibt sich US-Präsident Barack Obama an seinem 100. Tag im Amt. Doch wegen des Autokonzerns Chrysler könnte sein 101. Tag unangenehm werden.
Barack Obama hat keinen Grund für Selbstzweifel: Auf der landesweit übertragenen Pressekonferenz zum 100. Tag seiner Präsidentschaft gibt es nicht eine einzige böse, schmerzhafte Frage. "Wir sind gut gestartet", lautet der Tenor Obamas bei seinem wie stets souveränen Auftritt. Niemand im traditionsreichen, prächtig möblierten East Room des Weißen Hauses widerspricht.
Optimistisch und selbstbewusst: US-Präsident Barack Obama (© Foto: Reuters)
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"Obamas Start war der eindrucksvollste seit Franklin D. Roosevelt", hatte schon der Time-Kolumnist Joe Klein jubilierend geschrieben. Aber auch Obama weiß, dass er trotz seiner ungebrochenen Beliebtheit bei Öffentlichkeit und Medien nur Schonzeit hat.
Eine dramatische Wirtschaftskrise, riesige Staatsschulden und zwei Kriege lasten auf der neuen Regierung. Dazu will Obama auch das marode Gesundheitswesen und die Schulen reformieren, den Klimawandel bekämpfen und vieles mehr. "Wir werden das schaffen", sagte Obama selbstbewusst. Seine ersten 100 Tage wertete er positiv: "Ich bin stolz auf das, was wir erzielt haben, ... erfreut über den Fortschritt, aber nicht zufrieden."
In der Wirtschaftspolitik sicherte der Präsident seinen Landsleuten grundlegende Änderungen zu. Er lehne eine Rückkehr zu einer Wirtschaft ab, "die auf aufgeblähten Häuserpreisen und überzogenen Kreditkarten, auf Banken ohne ausreichende Eigenkapitaldecke und überholten Regeln zur Aufsicht basiert, die Einzelnen eine Rücksichtslosigkeit erlaubt, die den Wohlstand aller gefährdet."
Der zuvor vom Kongress gebilligte neue Haushalt von rund 3,5 Billionen Dollar sei ein Schritt in eine andere Richtung, betonte Obama. Der Senat votierte mit 53 zu 43 Stimmen, das Repräsentantenhaus mit 233 zu 193 Stimmen dafür. Kein einziger Republikaner sprach sich für den Entwurf aus.
Bezüglich des in der Krise steckenden Automobilkonzerns Chrysler zeigte sich der Präsident optimistisch. Er sei überzeugt, dass Chrysler überleben könne, ohne einen Insolvenzantrag stellen zu müssen. Kurz darauf berichteten das Wall Street Journal sowie die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg jedoch, dass ein Insolvenzantrag des angeschlagenen Autobauers unmittelbar bevorstehe.
Obama sorgt sich um Pakistan
Gespräche zwischen dem US-Finanzministerium und Chrysler seien am Mittwochabend abgebrochen worden, berichtete das Blatt unter Berufung auf mit den Diskussionen vertraute Personen. Die US-Regierung hatte Chrysler bis zum heutigen Donnerstag Zeit für ein neues Sanierungskonzept gegeben, von dem sie weitere Hilfen für die ehemalige Daimler-Tochter abhängig macht.
"Tief besorgt" äußerte sich der US-Präsident über die Lage in Pakistan, wo die Taliban zunehmend an Einfluss gewinnen. Die derzeitige Regierung sei "sehr zerbrechlich". Sie scheine nicht einmal in der Lage, die Menschen mit dem Grundlegendsten zu versorgen - "Schulen, Gesundheitsfürsorge, Respekt vor dem Gesetz, ein funktionierendes Rechtswesen". Pakistan benötige dafür finanzielle Hilfen der USA.
Als positives Zeichen wertete Obama aber die wachsende Einsicht in Islamabad, dass die größte Bedrohung nicht von Indien komme, sondern aus dem eigenen Land. Seit einiger Zeit nehme das pakistanische Militär die "bewaffnete Bedrohung durch militante Extremisten" sehr viel ernster, sagte er.
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Obama zeichnet Bob Dylan aus
..."Obama gibt sich gute Noten" könnten mich auf die Palme treiben!
Ist Barack Obama dafür bekannt selbstgefällig, rücksichtslos und ignorant zu sein?
Davon ist mir bislang nichts bekannt.
Mir ist es auf den Wecker gefallen daß die SZ während des Wahlkampfes SEHR deutlich gefehlt hat, wenn es zum Beispiel um eine halbwegs vernünftige Evaluierung des politischen "Angebotes" der US-Parteien ging:
Da wurden etwa Sarah Palin nach dem Fernsehduell gegen Jo Biden in der SZ "Pluspunkte" bescheinigt, obwohl doch so ziemlich jeder sehen konnte daß sie alles, was sie dort äußerte wie ein Schulmädchen auswendiggelernt aufgesagt hatte, bis zu dem Punkt daß sie auf die an sie gerichteten Fragen überhaupt nicht einging - wohl, weil das zur Katastrophe geführt hätte.
Freilich stand davon rein gar nichts im dazugehörigen Artikel, man musste es selber gesehen haben um Bescheid zu wissen.
Und jetzt geht es so weiter? Werden amtierende Politiker grundsätzlich niedergemacht, weil das beim Leser den Anschein erweckt man hätte große Ahnung?
Ich erwarte von einer Zeitung wie der SZ mich in den Artikeln über das was WIRKLICH wichtig ist zu informieren, damit ich dann SELBST entscheiden kann.
Wenn ich eine Headline lese wie "Obama gibt sich gute Noten", garniert mit dem Smileyface im Titelbild, dann brauche ich doch den dazugehörigen Artikel gar nicht mehr zu lesen, da ich ja nun bereits "weiß" was für ein "Volltrottel" dieser Obama offenbar ist.
"EIGENLOB STINKT!" I'm Sorryyy! Sie sind ihr Unglück selber... Ich befrüchte der Schaden, den Sie Ihrem Land zufügen werden, wird sehr viel größer sein als aller Ihrer vorgänger! Denn "The Change=Glasnost" you promissed is missing" und zwar bis heute... Wenn sie das Steuer herumreißen wollen, müssen Sie entschieden das konglomerat um Sie herum aufbrechen... O.K... Das wird nicht gehen... Das ist eben Ihr Unglück... Denn von Ihrem vorgänger hat man weltweit sowas nicht erwartet aber Sie haben diese Erwartung selber erweckt... Klar! Das soll kein Vorwurf sein, aber Sie müssen schon bei Ihren Versprechungen "Change etc." bleiben... Wenn Sie es mit dieser Zustimmung hinter sich nicht tun, wer soll es denn dann!? Und wenn alle weltweit " No Change" feststellen... Dann wird sich der Schden (Image und alles andere auf den Füßen...) für Ihr Land in aller Welt potenzieren... Wäre schade oder!?
Viel Spaß beim "fight all over-all"...
Sorry von welchem Optimismus reden Sie denn da eigentlich.... O.K. in der Mathematik gibt's keinen Wurzel aus einer negativen Zahl... Aber man kann sich einen Betrag daraus lügen, wenn man unbedingt ein Ergäbnis haben möchte... Was will ich sagen!ß Sprechen Sie von disem Anteil des imaginären Optimismuses, welchen Sie mit 700 Mrd. aus der Notenpresse gekauft haben... Wenn Ja, Dann kann ich Ihnen Viel Glück wünschen!? Dieses Konstrukt -auf Sand gebaut- wird genau so implodieren, wie die Imaginären Werte, die weltweit verkauft wurden und seit ihrem 700Mrd. wieder verkauft werden... Leid Tragende werden wir alle sein...
Also... Back to the roots... Viel Spaß nochmal!
Machen SIe es gut...
Gute Noten kann er schon deshalb verteilen, weil er den so dringend notwendigen Optimismus aufrechterhalten konnte, der eine unverzichtbare Voraussetzung für die Bewältigung großer Aufgaben ist, die noch viele Jahre braucht, bis die ersten ernst zu nehmenden Ergebnisse vorliegen.
Für unser Land brauchen wir erst Perspektiven, die über das Stolpern in Alltagsgeschäften hinausreichen, sonst bleiben wir die Gejagten der Probleme, die wir selbstherrlich zu beherrschen behauptet haben, statt uns ehrliche Analysen zuzumuten.
... vergessen, dass nicht Obama für die Missstände in diesem Land verantworltich ist. Er hat es so übernommen und versucht, das Beste daraus zu machen. Ob das auch das Beste für uns Europäer ist, bleibt abzuwarten.
Erwartende Grüsse!
Ich beneide ihn nicht nicht, was er da übernommen hat, ist so ziemlich das Schlimmste, was man sich vorstellen kann.
Wie man das ohne gigantisches Haushaltsdefizit schaffen soll, ist mir ein Rätsel.
Die einen werfen ihm vor, zu viel auf einmal anzupacken, die anderen genau das Gegenteil.
Muss also gut sein, was er macht...(;
Paging