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Von Julia Ley

Das Wochenende kompakt

Schütze von München besorgte sich Waffe im Darknet. Nach dem Amoklauf mit zehn Toten werden weitere Details zum Tathergang, zur Tatwaffe und zur Motivation des Täters bekannt. Die Pistole besorgte sich der Täter offenbar im Darknet, einer Art Parallel-Internet, dessen Seiten von Suchmaschinen nicht gefunden werden können. Was bisher über den 18-jährigen Schüler David S. bekannt ist, lesen Sie hier. Außerdem: Gökalp Babayigit über die mittlerweile allgegenwärtige Terror-Angst.

Konsequenzen aus dem Amoklauf. Innenminister de Maizière will nun prüfen, ob die Waffengesetze in Deutschland zu lax sind. SPD-Chef Gabriel fordert, "den Zugang zu tödlichen Waffen zu begrenzen". Die Details. Außerdem: In der Nacht des Amoklaufs erreichten die Münchner Polizei mehr als 4310 Notrufe, viele davon stellten sich als Fehlalarm heraus. Keine böse Absicht, schreibt SZ-Autor Felix Hütten und erklärt, warum so etwas passiert.

Eine Tote und zwei Verletzte bei Machetenangriff in Reutlingen. Die Polizei hat den Täter festgenommen, sein Motiv ist unklar. Der Tat soll ein Streit vorausgegangen sein. Mehr dazu

US-Senator Tim Kaine wird Hillary Clintons Nummer zwei. Das verkündete die demokratische Präsidentschaftskandidatin am frühen Samstag. Der 58-jährige Senator war Gouverneur von Virginia, spricht fließend Spanisch, gilt als fleißig und integer - aber auch als Langweiler. Ein Porträt von Johannes Kuhn lesen Sie hier. Mit welchen Mitteln Clinton und Kaine ihren republikanischen Rivalen Trump besiegen wollen, erklärt Matthias Kolb.

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Türkische Präsidentengarde soll aufgelöst werden. Die Elitetruppe werde nicht mehr gebraucht, sagte der türkische Premierminister Binali Yildirim. Gleichzeitig gehen die "Säuberungsarbeiten" gegen die Anhänger des Predigers Fethullah Gülen weiter, den Präsident Erdoğan für den Putsch verantwortlich macht. Allen, denen die gegenwärtige Lage zu unübersichtlich ist, hilft diese Einordnung von Deniz Aykanat.

IOC lässt nur russisches Rumpfteam bei Olympia starten. Das gab das Internationale Olympische Komitee im Anschluss an eine Telefonkonferenz des Exekutiv-Komitees bekannt. Sportler, die den Nachweis erbringen können, nicht in das russische Staatsdopingsystem involviert gewesen zu sein, dürfen in Rio starten. Die Hintergründe

Formel 1: Hamilton gewinnt in Ungarn gegen Rosberg. Der Weltmeister aus England jagt beim Großen Preis von Ungarn seinem zweitplatzierten Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg die WM-Führung ab. Zum Rennbericht

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Zurück in die Nullerjahre: De Maizière reanimiert Killerspiel-Debatte. Dabei eignet die sich auch nach zehn Jahren Pause nicht für politische Slogans. Es gibt nach den Morden von München wichtigere Fragen. Von Jannis Brühl

Der Mann, der ruhig bleibt. Marcus da Gloria Martins ist Pressesprecher der Münchner Polizei - und tritt als einer der wenigen glaubwürdig und souverän auf. Von Carolin Gasteiger

Rechtspopulisten blamieren sich mit München-Kommentaren. Vor allem Rechtspopulisten brachten die Schüsse schnell in Verbindung mit Flüchtlingen und dem Islam. Nun ist klar: Das war falsch. Von Jan Schmidbauer

SZ-Leser diskutieren

Amoklauf in München: Welche Konsequenzen sind nötig? Schuncks hält wenig vom Aktionismus des Innenministers. Auch "schärfere Waffengesetze können an der Verfügbarkeit illegaler Waffen nichts ändern. Wir werden nie ein rechtsstaatliches Mittel gegen Amokläufer finden. Einzig das persönliche Umfeld der Täter hat eventuell eine Chance, Zeichen zu erkennen." Porsche13 geht auf die wieder aufgeflammte Debatte um gewaltverherrlichende Computerspiele ein: "Dass das Töten von Menschen oder Tieren via Computer einer jungen und/oder labilen Menschenseele beziehungsweise Psyche nicht zuträglich sein kann, sagt mir mein Menschenverstand", schreibt er. Diskutieren Sie mit uns.