Inspekteure der Internationalen Atomenergiebehörde haben auf einem Baugelände in Syrien Uranpartikel gefunden. Unklar ist, ob dies ein Hinweise auf ein geheimes Atomprogramm des Landes ist.
Eine von israelischen Kampfjets im Jahr 2007 zerstörte Geheimanlage in Syrien hat offenbar doch Merkmale eines Atomreaktors aufgewiesen. Zudem fanden sich dort Uranspuren.
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In einem am Mittwoch bekanntgewordenen Bericht schreibt die Internationale Atomenergiebehörde IAEA, es könne zwar nicht ausgeschlossen werden, dass das zerstörte Gebäude nichts mit Atomtechnik zu tun habe. Der Aufbau sowie Kühlwasserleitungen seien aber "vergleichbar damit, was man bei einem Reaktor vorfinden würde". Die Atom-Inspektoren werfen Syrien vor, es habe bislang die angeforderten Dokumente nicht zur Verfügung gestellt, die seine Behauptungen untermauern sollen, dass es sich um ein normales Gebäude des Militärs gehandelt habe. Auch verweigere Syrien den IAEA-Inspektoren den Zutritt zu drei weiteren Orten, die die Atombehörde untersuchen wollte.
Die israelische Luftwaffe hatte den angeblichen Reaktor in Nordsyrien im September 2007 in einem Überraschungsangriff zerstört. Die Ruine wurde von den Syrern danach sofort eingeebnet, das Erdreich abgetragen und ein neues Gebäude errichtet. Die USA und Israel behaupten anhand von angeblichen Satellitenfotos, es habe sich um einen fast fertig gestellten Reaktor nordkoreanischer Bauart gehandelt.
Die Atomenergiebehörde IAEA selbst hatte den Ort im Sommer 2008 untersucht und dabei Bodenproben entnommen. Bei der Analyse in unabhängigen Labors fanden sich darin Uranspuren. Nach Angaben von Diplomaten aus dem Umfeld der IAEA handelt es sich um Natururan, das nicht angereichert war, allerdings chemisch aufbereitet. Es könnte sich dabei um eine Form handeln, wie sie auch Nordkorea in den Brennelementen seines Reaktors in Yongbyon eingesetzt hat, mit dem das Land Plutonium zum Bau von Atombomben hergestellt hat.
Laut der IAEA ist es aber zu früh, um aus den bisherigen Erkenntnissen zu schließen, dass sich auf dem Gelände eine Atomanlage befunden habe. Das Uran könne auch auf andere Weise auf das Gelände gelangt sein. Die Atomenergiebehörde fordert nun, den von dem Gelände abtransportierten Schutt untersuchen zu können.
Syrien behauptet, die Uranpartikel stammten von dem Angriff im September. Zwar wird abgereichertes Uran in Bomben verwendet, nicht aber die in al-Kibar gefundene Substanz. Die IAEA forderte vor kurzem, weitere Untersuchungen in al-Kibar und anderen syrischen Einrichtungen durchführen zu dürfen. Das Regime in Damaskus hat dies abgelehnt.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 20.11.2008/beu)
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. . . die 10.000 / 12.000 einsatzbereiten/vorhandenen Gefechtsköpfe der Amis und Russen beunruhigen Sie ja auch nicht . . . warum sollten da die chinesichen, englischen, französischen, indischen, isralelischen, pakestanischen berunruhigen?
. . . rolfschmid, warum sollte man nach etwas suchen . . . was Sie doch schon wissen. Wäre doch unpraktisch. "Falls nicht: Weshalb, nachdem seit Jahren bekannt ist, dass dieses Land Atomwaffen produziert . . ."
"Uranspuren beunruhigen Atominspektoren"
So so, also Uranspuren unterm Grammbereich beunruhigen also die Atominspektoren?, warum aber dann beunruhigt es sie nicht das in Dimona (Israel) bereits seit gut 30 Jahren Monat für Monat, bis heute, kiloweise Uran hoch angereichert wird?, das für ein halbes Dutzend Atomsprengköpfe reicht, pro Jahr, das erklärt auch woher die 150+X Atomwaffen der Israelis herkommen und es werden Monat für Monat, Jahr für Jahr mehr, warum beunruhigt dies eigentlich niemanden?.
denn genau dadurch wohl brauchen sie sich nicht kontrolieren lassen ...
zudem elbelotse erinnere ich mich noch an eine meldung vor einigen wochen hier ... elbaradei sagte da was über die möglichkeit des iran in bezug auf sein atomprogramm....
Haben sich eigentlich westliche Regierung oder westliche Medien irgendwann einmal mit der Frage beschäftigt, auf welchem RECHT der israelische Angriff auf ein Gebäude auf Syrischem Territorium basiert?
Oder noch einfacher gefragt:
Kann jedes beliebige Land Gebäude auf dem Staatsgebiet eines anderen Landes zerstören, weil darin Einrichtungen vermutet werden, die dem Angreifer nicht in seinen Kram passen?
Und noch eine, vermutlich überflüssige, Zusatz-Frage:
Dürfen die USA und Israel andere Länder auf Verdacht angreifen, ohne dafür zuvor wenigstens in der UNO -falsche oder echte Beweise- vorgelegt zu haben?
Und jetzt zum aktuellen Fund in Syrien:
Hat die Atomenergiebehörde eigentlich auch schon einmal in der Umgebung des israelischen Atomforschungs-Zentrums nach angereichertem Uran gesucht?
Falls nicht: Weshalb, nachdem seit Jahren bekannt ist, dass dieses Land Atomwaffen produziert OHNE den Sperrvertrag unterzeichnet und sich den Kontrollen dieser Behörde unterworfen hat?
Daraus folgt meine letzte Frage:
Werden von der Atomenergiebehörde Länder, die, weshalb auch immer, den Sperrvertrag NICHT unterzeichenet haben, DESHALB, weil sie ihn nicht unterzeichnet haben, auch nicht kontrolliert? Vielleicht nach dem Grundsatz "Dumme hängt man, Helle lässt man ungeschoren?"
Paging