Syrien friert seine Kontakte zum Irak ein - und reagiert damit auf einen US-Angriff nahe der irakischen Grenze, bei dem mehrere Menschen starben.

Syrien friert wegen der US-Kommandoaktion in einem syrischen Dorf seine Kontakte zum Nachbarland Irak ein. Der Nachrichtensender Al-Arabija berichtete am Freitag, der irakische Geschäftsträger in der syrischen Hauptstadt Damaskus sei am Donnerstagnachmittag ins Außenministerium zitiert worden. Dort habe man ihm mitgeteilt, dass die wirtschaftliche Kooperation zwischen beiden Staaten bis auf weiteres auf Eis gelegt sei.

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Syriens Außenminister Walid al-Muallim hat die Beziehungen zur irakischen Vertretung auf Eis gelegt. (© Foto: dpa)

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Das Gleiche gelte für die Zusammenarbeit der nationalen Sicherheitsdienste. Amerikanische Soldaten, die mit Hubschraubern aus dem Irak gekommen waren, hatten am vergangen Sonntag im Dorf Al-Sukkarija nahe der irakischen Grenze nach syrischen Angaben mehrere Menschen getötet. Nach offizieller Darstellung in Damaskus starben bei dem Angriff acht Zivilisten. Augenzeugen sprachen von sieben Toten und erklärten, mindestens ein Mann sei von den Soldaten gefesselt und verschleppt worden.

Die US-Regierung hat sich offiziell nicht zu der Attacke geäußert, aber inoffiziell durchblicken lassen, dass bei der Operation ein gefährlicher El-Kaida-Terrorist getötet oder verletzt worden sei. Aus der irakischen Regierung wurde zwar vorsichtige Kritik an dem Vorgehen der US-Streitkräfte laut. Regierungsnahe irakische Medien nannten den Angriff jedoch eine "Mahnung" an Nachbarstaaten, die das Eindringen von Terroristen in den Irak nicht verhinderten.

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(dpa/akh/liv)