Syrien Pentagon: US-Armee tötet Finanzminister des IS

  • US-Verteidigungsminister Ashton Carter geht davon aus, dass US-Soldaten den Finanzminister des IS in Syrien getötet haben.
  • Der vermutlich aus Mossul stammende al-Qaduli schloss sich ab 2004 zunächst der Terrororganisation al-Qaida an und lief später zum IS über.

Die US-Streitkräfte haben nach Medienberichten bei einem Angriff in Syrien ein Führungsmitglied des Islamischen Staats (IS) getötet. Der bei einem Luftangriff im März getötete Abd al-Rahman Mustafa al-Qaduli sei die "Nummer zwei" der Dschihadistenmiliz, meldete der US-Fernsehsender NBC News unter Berufung auf Quellen im Verteidigungsministerium.

US-Verteidigungsminister Ashton Carter bestätigte die Meldungen. "Die US-Armee ist dabei, systematisch das IS-Kabinett zu eliminieren. Darunter ist nun auch, wie wir glauben, al-Qaduli." Der Mann sei eine Art Finanzminister des IS gewesen. "Damit haben wir die Möglichkeiten des IS, Kämpfer zu gewinnen und zu bezahlen, schwer beschädigt", sagte Carter.

2015 war al-Qaduli schon einmal für tot erklärt worden

Sieben Millionen Dollar Kopfgeld waren auf al-Qaduli ausgesetzt. Bereits im Mai 2015 hatten irakische Behörden seinen Tod gemeldet. Dies stellte sich jedoch als falsch heraus. Auch IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi wurde schon mehrfach totgesagt.

Al-Quaduli, oder je nach Schreibweise Al-Kuduli, ist auch bekannt unter den Namen Abu Ala al-Afri oder Haji Imam. Ursprünglich war der 1957 oder 1959 in Mosul geborene Iraker Physiklehrer, aber danach 26 Jahre in den internationalen Terror verwickelt. Zunächst wurde er in Afgahnistan ausgebildet und bekam das Vertrauen von Osma Bin Laden, dann ging er an der Seite des Jordaniers Zarqawi in den Irak und wurde sein Statthalter in Mosul. Zunächst schloss sich al-Qaduli ab 2004 dem Terrornetzwerk al-Qaida an und wurde Stellvertreter des später getöteten berüchtigten Teroristen Abu Musab al-Zarqawi.

Vergangene Woche bereits starb der Kriegsminister ders IS, Omar al-Shishani, bei einem US-Luftangriff.