Susanna F. Viele Fragen, keine Vorwürfe

Junge Frauen legen an einer provisorischen Gedenkstätte für die getötete Susanna F. in Wiesbaden Blumen nieder und entzünden Kerzen.

(Foto: Boris Roessler/dpa)

Hessens Landtag geht im Fall des getöteten Mädchens möglichen Versäumnissen der Ermittler nach. Obwohl der Verdächtige Ali B. unter behördlicher Beobachtung war, wollen die Verantwortlichen keine Fehler erkennen.

Von Susanne Höll, Wiesbaden

In dem spektakulären Fall der getöteten 14 Jahre alten Susanna F. haben alle hessischen Sicherheitsbehörden jedwede Versäumnisse zurückgewiesen. In einer Sondersitzung des Innen- und des Rechtsausschusses im Wiesbadener Landtag sagten Landesinnenminister Peter Beuth (CDU) und Generalstaatsanwalt Helmut Fünfsinn, sie hätten zum derzeitigen Stand der Ermittlungen keinerlei Hinweise, dass die Ermittlungsbehörden fehlerhaft oder zögerlich gehandelt hätten.

Susanna F. wurde wahrscheinlich am 22. Mai von dem Asylbewerber Ali. B. getötet. Er hatte sich Anfang Juni kurz vor der Entdeckung der Leiche des ...