Al-Qaida hat Morddrohungen gegen sunnitische Politiker im Irak ausgesprochen - unter ihnen der Vizepräsident des Landes. Die Sunniten zeigen sich aber unbeeindruckt.
Der mutmaßliche Anführer der Al-Qaida-Terroristen im Irak, Abu Omar al-Bagdadi, hat zur Ermordung führender sunnitischer Politiker aufgerufen. Diese zeigten sich von den Drohungen jedoch ebenso wenig beeindruckt wie die von Schiiten und Kurden dominierte Regierung in Bagdad.
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Iraks Vizepräsident Tarik al-Haschimi steht auf einer al-Qaida-Todesliste (© Foto: AP)
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Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak hatte gemeldet, in einer von Islamisten im Internet veröffentlichten Audio-Botschaft Al-Bagdadis würden die Mitglieder der sunnitischen Islamischen Partei von Vizepräsident Tarik al-Haschimi zum Parteiaustritt aufgefordert. Wer sich weigere, werde getötet. Al-Haschimi und vier weitere führende Mitglieder der Partei stünden zudem auf einer Al-Qaida-Todesliste.
Ein Sprecher der Islamischen Partei sagte: "Wir sind nicht erstaunt über diese Drohungen. Sie sind ein Beweis für den Niedergang von al-Qaida." Regierungssprecher Ali al-Dabbagh erklärte, diese Botschaft zeige, dass die "nationale Einheit der Iraker" den Terroristen erheblich zu schaffen mache. Al-Qaida sei "schwach" wie nie zuvor.
Immer mehr Anschläge auf Schiiten
In den ersten zwei Jahren nach der US-Invasion richteten sich die Anschläge der sunnitischen Terrororganisation al-Qaida im Irak noch vorwiegend gegen die ausländischen Truppen, Regierungsbeamte und die Angehörigen der Sicherheitskräfte. Später verübten die Terroristen dann immer mehr Anschläge auf schiitische Zivilisten.
Inzwischen gehören auch die Kämpfer der sunnitischen Bürgerwehren zu ihren Gegnern. Einige schiitische Politiker hatten der Islamischen Partei früher vorgeworfen, sie sympathisiere mit al-Qaida. Die Parteimitglieder hatten sich stets gegen diesen Vorwurf gewehrt.
Die sunnitische Konsensfront forderte unterdessen, die Kämpfer der von Sunniten-Stammesführern gegründeten Bürgerwehren, die gegen al-Qaida kämpfen, sollten genauso Teil der staatlichen Sicherheitskräfte werden wie zuvor die 18.000 Milizionäre der schiitischen Badr-Brigaden.
Bei zwei Explosionen in der schiitischen Pilgerstadt Kerbela waren am Mittwochabend zwei Kinder und zwei Frauen ums Leben gekommen. Zuerst detonierte ein Sprengsatz vor einem Gesundheitszentrum. Später explodierte eine Bombe in einem Kleinbus.
Insgesamt 20 Menschen wurden verletzt. Unbekannte erschossen in Bakuba nordöstlich von Bagdad nach Angaben der Sicherheitskräfte fünf Zivilisten. In der nahe gelegenen Stadt Chalis erschossen mutmaßliche al-Qaida-Terroristen nach Angaben von Aswat al-Irak einen Stammesführer und dessen Sohn.
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(sueddeutsche.de/dpa/jtr/bica)
Reiseknigge: Türkei
Ach ja, apropos die Lage im Irak sei ja jetzt so toll, die Realität sieht so aus, aktueller Stand:
http://icasualties.org/oif/prdDetails.aspx?hndRef=8-2008
http://www.freearabvoice.org/Iraq/Report/index.htm
Lustig, welche imme rneuen "Geschichten" sich die Al-CIA-ida einfallen lässt um den Irak ja nicht zur Ruhe kommen zu lassen, denn sonst müssten sich die USA ja eines TAges zu 100% zurückziehen, was sie zu verhindern wissen werden, denn es hat bisher 1000 Mrd. US$, 4500 Tote und 35000 Verwundete "gekostet" um den amerikansichen Stiefel auf das Irakische Öl zu setzen, und dies soll gemäß den Reps und Neocons auch ewig so bleiben.
Bisher dachte ich, die bemalen nur Ostereier und Weihnachtskugeln für die regelmässigen Basare die in Afghanistan, Pakistan und im Irak für Witwen und Waisen abgehalten werden.
Aber diese Ankündigung jetzt ist natürlich etwas völlig Neues, ein kluger Schachzug womit Al Qaida die Öffentlichkeit total überrascht hat - inklusive mir selber. Und ich darf von mir behaupten, dass ich in den letzten Jahren die Nachrichten wirklich aufmerksamst verfolgt habe!
Die tagtäglichen Morde und ununterbrochenen Morddrohungen sind natürlich keine Schlagzeilen wert, die durch die Anwesenheit einer Besatzungsmacht zur Routine geworden sind, die Al Quaida erfunden und mit Millarden ausgestattet hat, einer Besatzungsmacht, die sich durch Ignoranz des Völkerrechts ebenso auszeichnet wie durch Repräsentanten, die durch die Initiierung von Todesschwadronen Berühmtheit erlangt haben. Ganz abgesehen davon, dass deren Söldner von jeder Strafverfolgung freigestellt sind, während Straftaten von deren Soldaten mit Strafen geahndet werden, die für Lausbubenstreiche angemessen sind.
Die Realität wird wieder einmal in ihr Gegenteil verkehrt: Die USA und ihr weltweites "Befriedungswerk" wird angegriffen, nicht die USA greifen an und verbreiten den Terror.