Südsudan Neue Hoffnung auf Frieden

Die Menschen im Südsudan leiden unter dem blutigen Konflikt: 1,3 Millionen wurden vertrieben.

(Foto: REUTERS)
  • Im Südsudan wächst die Hoffnung auf Frieden: Nach elf Monaten haben sich Präsident Kirr und Rebellenführer Macher auf ein Ende der Gewalt geeinigt.
  • Ganz ohne Druck erfolgte die Übereinkunft allerdings nicht: Einige Nachbarländer hatten zuvor mit Sanktionen gedroht, sollte der Konflikt nicht beigelegt werden.

Präsident und Rebellenführer einigen sich

Elf Monate nach dem Beginn blutiger Unruhen im Südsudan hofft das ostafrikanische Land auf ruhigere Zeiten. Die beiden Konfliktparteien haben sich auf ein Ende der Feindseligkeiten geeinigt. Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar wollten den Konflikt umgehend beilegen, hieß es in einer von der ostafrikanischen Regionalgemeinschaft IGAD verbreiteten Mitteilung.

Nachbarstaaten drohten mit Sanktionen

Vorausgegangen war ein zweitägiges Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Region in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Daran nahmen neben anderen die Präsidenten Ugandas, des Sudans, Somalias und Kenias teil. Sie drohten mit Sanktionen, sollte die Vereinbarung nicht innerhalb von zwei Wochen Wirkung zeigen. "Wir haben uns dazu verpflichtet, den Krieg mit sofortiger Wirkung zu beenden", sagte Kiir. Zusammen mit seinem Widersacher Machar wolle er so schnell wie möglich eine Regierung der nationalen Einheit bilden. IGAD kündigte an, notfalls auch militärisch einzugreifen, um die Gewalt zu beenden und Leben zu retten.

Der erst 2011 unabhängig gewordene Südsudan war im vergangenen Dezember ins Chaos gestürzt, nachdem ein Machtkampf Kiirs mit Machar eskaliert war. Die Gewalt hat auch ethnische Hintergründe. Rund 1,3 Millionen Menschen wurden vertrieben und Tausende getötet.