Südirak Mehrere Tote bei Bombenanschlag an Busbahnhof

Der Machtkampf zwischen Sunniten und Schiiten wird blutig geführt: Zwei Autobomben haben in den südirakischen Städten Basra und Garmat Ali mindestens zehn Menschen getötet.

Bei Bombenanschlägen im Südirak sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Wie Augenzeugen berichteten, wurden bei der Explosion zweier Autobomben zudem elf Menschen verletzt.

Ein Sprengsatz sei in der Nähe einer Steuerbehörde in der Innenstadt Basras detoniert. Ein weiterer am Busbahnhof von Garmat Ali, 15 Kilometer nördlich von Basra, wo neun Menschen getötet worden sein sollen.

Seit dem Abzug der US-Armee vor mehr als einem Jahr eskaliert im Irak der Machtkampf zwischen Muslimen sunnitischer und schiitischer Glaubensrichtung. Beinahe täglich gibt es Anschläge und bewaffnete Übergriffe.

Zu dem Anschlag auf das Justizministerium in Bagdad bekannte sich nun der irakische Ableger der al-Qaida. Die Gruppe nannte in einer von Islamisten-Websites verbreiteten Erklärung Rache für die Inhaftierung und Hinrichtung sunnitischer Frauen als Motiv. Bei dem Angriff am Donnerstag waren nach offiziellen Angaben 23 Menschen getötet worden.