Der Irak wird von einer neuen Welle der Gewalt erschüttert: Mehr als 30 Menschen starben bei einem Überfall auf das Haus eines Polizeichefs und bei einem Autobombenanschlag.

Die anhaltende Gewalt im Irak hat am Freitag mindestens 30 Menschen das Leben gekostet. In Bakuba nordöstlich der Hauptstadt Bagdad überfielen Bewaffnete am frühen Morgen das Haus des örtlichen Polizeichefs und töteten 14 Menschen, wie die Polizei mitteilte. Unter den Opfern seien 11 Wachleute und drei Angehörige von Polizeichef Ali Ahmed. Vier seiner Kinder seien von den Angreifern verschleppt worden. Ahmed hielt sich zum Zeitpunkt des Überfalls nicht im Haus auf.

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In der südirakischen Stadt Kurna wurden bei der Explosion von Autobomben nach Krankenhausangaben mindestens 16 Menschen in den Tod gerissen. Der Sprengsatz detonierte in einem geparkten Kleinbus an einem Busbahnhof. Die betroffene Gegend ist jeden Morgen von Bauern bevölkert, die in die Stadt kommen, um einzukaufen oder ihre Waren anzubieten. Laut Polizei war das Fahrzeug unter anderem mit Raketen, Munition und Sprengstoff beladen und brachte ein weiteres Auto zur Explosion.

In Kirkuk im Nordirak erschossen Bewaffnete einen Soldaten und seine zweijährige Tochter. Die beiden waren nach Polizeiangaben am frühen Morgen im Auto unterwegs.

Kurna liegt nördlich der zweitgrößten irakischen Stadt Basra im vorwiegend von Schiiten bewohnten Süden des Landes. Autobomben sind dort seltener als in anderen Landesteilen, in den vergangenen Monaten hat ihre Zahl aber zugenommen. Regierungsvertreter machen dafür die Extremistenorganisation Al-Kaida verantwortlich, die Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten schüren wolle. Auch unter schiitischen Gruppierungen verschärft sich allerdings der Machtkampf in der ölreichen Region um Basra.

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(AP/Reuters)