Jacob Zuma ist zum neuen Staatspräsidenten Südafrikas gewählt worden. Das Parlament in Kapstadt bestätigte ihn als Nachfolger von Motlanthe.
Zwei Wochen nach der Wahl in Südafrika hat das neue Parlament am Mittwoch Jacob Zuma zum vierten Präsidenten des Landes seit der demokratischen Wende 1994 gewählt. Zuma wurde mit der Mehrheit der Regierungspartei ANC zum Nachfolger von Kgalema Motlanthe gekürt. Der 67-jährige Zuma, der im Wahlkampf wiederholt die Einheit des Landes beschworen hatte, soll am Samstag bei einer feierlichen Amtseinführung in Pretoria vereidigt werden.
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Jacob Zuma ist neuer Staatschef Südafrikas. (© Foto: AFP)
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Der ebenso populäre wie umstrittene Chef des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) holte bei der Wahl in Kapstadt am Mittwoch 277 Stimmen, das sind 13 mehr als der ANC Parlamentssitze hat. Für Mvume Dandala von der neuen Partei Volkskongress (COPE), die sich vergangenes Jahr vom ANC abgespalten hatte, stimmten 47 Parlamentarier. Die größte Oppositionspartei Demokratische Allianz mit ihren 67 Abgeordneten boykottierte das Votum.
Zumas Wahl stand bereits vor der Abstimmung im Parlament fest. Der 67-jährige Zuma hatte mit dem klaren Sieg des ANC bei der Parlamentswahl am 22. April den Grundstein gelegt, um als vierter Staatschef seit der Überwindung der Rassentrennung in das höchste Amt des Staates zu gelangen. Vor allem bei der schwarzen Bevölkerung Südafrikas erfreut sich Zuma großer Beliebtheit.
Zuma kam in einem Dorf in der Provinz KwaZulu-Natal zur Welt und wuchs als Arbeitersohn ohne Schulbildung auf. 1958 trat er dem ANC bei. Fünf Jahre später wurde er von der Apartheidregierung wegen Verrats verurteilt und saß zehn Jahre auf der Gefangeneninsel Robben Island vor Kapstadt zusammen mit Nelson Mandela in Haft.
Später lebte er zwölf Jahre im Exil, bis er nach der Aufhebung des ANC-Verbots 1990 in die Heimat zurückkehrte.
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(AFP/dpa/vw)
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Doch, es ging ihnen früher wesentlich schlechter. Denn das Apartheidregime war auch korrupt, inkompetent und nepotistisch - und dazu rassistisch, menschenverachtend und dumm. Schwarzen ist es heute nicht mehr verboten, im gleichen Wasser zu schwimmen, auf der gleichen Bank zu sitzen, im gleichen Restaurant zu sitzen wie Weiße, sie können wohnen, arbeiten, zur Schule gehen, wo sie wollen (so lange sie es sich leisten können) und sie haben jetzt das Recht, ihre Regierung zu wählen! Dass ihr Regierungschef nicht sympathischer und nicht weniger korrupt ist als z.B. der italienische, mag ja sein. Aber das ist doch kein Grund, sich die Faschisten zurückzuwünschen, oder?