Zehn Jahre nach dem Ende der Apartheid haben in Südafrika die dritten freien Parlamentswahlen begonnen. Ein Sieg des regierenden Afrikanischen Nationalkongresses (ANC), der ehemaligen Befreiungsbewegung, und damit eine Wiederwahl von Präsident Thabo Mbeki gilt als sicher.
20,6 Millionen Bürger sind in Südafrika an diesem Mittwoch zur Stimmabgabe aufgerufen. Die knapp 17.000 Wahllokale öffneten 07.00 Uhr (MESZ) und sollten um 21.00 Uhr wieder schließen.
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Offen ist, ob der ANC eine Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht, die er bei der Wahl vor fünf Jahren äußerst knapp verfehlte. Zweitstärkste Kraft dürfte die Demokratische Allianz (DA) werden, die 1999 auf 9,6 Prozent der Stimmen kam. Beobachter rechnen mit einem spürbaren Rückgang der Wahlbeteiligung gegenüber den ersten beiden demokratischen Parlamentswahlen 1994 und 1999. Rund 20,6 Millionen Südafrikaner haben sich für die Wahl registrieren lassen.
Rund 20.000 Polizisten sollen für Sicherheit sorgen. Neben den 400 Sitzen in der Nationalversammlung stehen die Abgeordneten der Regionalparlamente in den neun Provinzen des Landes zur Wahl. Mit ersten Ergebnissen wird etwa drei Stunden nach Schließung der Wahllokale gerechnet, das amtliche Endergebnis dürfte bis spätestens Ende der Woche feststehen.
Das Parlament wählt am 23. April den Präsidenten, bei dem es sich aller Voraussicht nach wieder um den 61-jährigen Mbeki handeln wird. Der Staatschef wird am 27. April vereidigt - an diesem Tag jährt sich das offizielle Ende der Apartheid zum zehnten Mal.
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(AP)
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