Der sudanesische Staatschef Omar al-Bashir will keine ausländischen Hilfsorganisationen im Land haben. Sudanesische Helfer sollen Bedürftige versorgen.

Der sudanesische Staatschef Omar al-Baschir hat die Ausweisung aller ausländischen Hilfsorganisationen binnen eines Jahres angekündigt. Er habe den Zuständigen für humanitäre Angelegenheiten gesagt, "dass wir in einem Jahr keine ausländische Hilfsorganisation mehr in dem Gebiet mit unseren Bürgern arbeiten lassen wollen", sagte Baschir in Anspielung auf die Krisenprovinz Darfur am Montag vor Tausenden Soldaten in Khartum.

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Omar el Baschir will keine ausländischen Helfer im Land. (© Foto: AFP)

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Sudanesische Organisationen sollten stattdessen die Versorgung von Bedürftigen übernehmen. Wenn ausländische Organisationen Hilfe leisten wollten, müssten sie sie "am Flughafen abliefern", fügte der Präsident hinzu.

Der Sudan hatte gut ein Dutzend ausländische Hilfsorganisationen des Landes verwiesen, nachdem der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag Anfang des Monats einen Haftbefehl gegen Baschir wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Darfur erlassen hatte.

Nach UN-Schätzungen sind mehr als eine Million Hilfsbedürftige von der Ausweisung der Helfer betroffen. Der Sudan veröffentlichte vergangene Woche eine Liste mit 19 sudanesischen Organisationen, die die Aufgaben der ausgewiesenen Organisationen übernehmen sollen.

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(AFP/vw/gal)