Bahnchef Grube benimmt sich, als sei der Mehdorn in ihn gefahren. Im Streit um Stuttgart 21 wirft er den Grünen Wählertäuschung und Volksverdummung vor - und erinnert damit fatal an seinen bollerigen Vorgänger.
Rüdiger Grube, der Vorstandschef der Bahn, war bislang ein Mann von leidlich gemäßigter Art. Auf einmal aber benimmt er sich, als sei der Mehdorn in ihn gefahren. Hartmut Mehdorn war, man erinnere sich, Grubes bolleriger Vorgänger, dessen rustikale Resolutheit zu oft in Sturheit und in absolutistisches Gehabe umschlug. Mehdorn trat vor zwei Jahren wegen einer Spitzelaffäre zurück.
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Rüdiger Grube übernahm den Posten des Bahnchefs vor zwei Jahren von Hartmut Mehdorn. (© REUTERS)
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Nun also ist Mehdorn wieder da, jetzt in Gestalt seines Nachfolgers Grube. Grube hat soeben die grüne Regierungspartei in Baden-Württemberg der Wählertäuschung und Volksverdummung im Zusammenhang mit Stuttgart 21 bezichtigt. Das ist zumindest unklug. Mit Beleidigungen baut man keinen neuen Bahnhof, mit Provokationen auch nicht.
So schlecht ist die rechtliche Position der Bahn eigentlich nicht, als dass sie zu solchen Injurien greifen müsste. Wer so um sich haut, setzt sich selbst dann ins Unrecht, wenn er recht haben sollte. Der Bahnchef redet so, als sei er Sprecher der CDU im Lande Baden-Württemberg. Das ist er aber nicht. Die Bahn hat einen Vertrag mit dem Land Baden-Württemberg geschlossen, nicht mit der CDU von Baden-Württemberg.
Es ist nicht Aufgabe eines Bahnchefs, den Wahlkampf gegen die neue Regierung zu eröffnen, sondern den Interessen der Bahn gerecht zu werden. Und es ist nicht im Interesse der Bahn, den Konflikt um Stuttgart 21 wieder so zu verschärfen, dass Auseinandersetzungen wie vor der Geißler'schen Schlichtung wiederkehren.
Im Übrigen hat die Bahn das Recht nicht gepachtet. Wenn die Geschäftsgrundlage für einen Vertrag wegfällt, muss der Vertrag angepasst werden; das gilt auch bei Großprojekten. Die Prüfung der Geschäftsgrundlage läuft noch.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 16.06.2011)
Obama zeichnet Bob Dylan aus
"Auf jeden Fall war mir Mappus lieber, besonders seit ich nun seinen Nachfolger bei A. Will gesehen und gehört habe."
Naja, über Geschmack lässt dich ja nicht streiten...
Ihr Geschmack gehört aber schon in Richtung "bad taste"...
Ich finde, das, was Herr Kretschmann bei Frau Will gesagt hat, hatte Hand und Fuß und war so ehrlich, wie selten ein Politiker in diesen Talkshows, wo ja die AUssagen vorher in der Regel abgesprochen und auswendig gelernt werden...
(Glauben Sie wirklich, dass die Talkshowgäste, das glauben, was sie von sich geben? Naja, Sie halten ja Polittalkshows auch für die Krönung politischer Bildung... Erschreckend, dass es Menschen gibt, die so leicht zu indoktrinieren sind...)
Schade, Ihren zweiten Beitrag, den ich gelesen habe, allerdings zu spät um zu antworten, gibt es nicht mehr. Auch mein vorhergehender ist weg. Warum weiß ich nicht. Denn ich bin die Höflichkeit in Person. Die Zensur in der DDR, ach was in der BRD ist nun mal streng. Für Ihre Hinweise zu den Ministerpräsidenten meinen Dank, obwohl das für mich nicht wesentlich ist. Auf jeden Fall war mir Mappus lieber, besonders seit ich nun seinen Nachfolger bei A. Will gesehen und gehört habe.
Und der Herr Mappus wurde in der Tat nie gewählt.
Sein Vorgänger Herr Oettinger (dessen Englischaussprache in etwa mit Ihrer Deutschrechtschreibung zu vergleichen ist) war gewählt und dann nach Brüssel verstoßen worden, wodurch Herr Mappus nachrückte.
Seine erste Wahl hat er ja bekanntlich grandios vergeigt...
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Im Prinzip ist mir das völlig egal. Ich kenne beide nur von und der Neue hinterlies mir gestern einen katastrophalen Eindruck. Da stellt sich mir die Frage nach dem Niveau der Wähler.
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