"Der Bahnhof wird sowieso gebaut": Mit diesem Satz sorgte Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler für Aufregung. Nun rudert er zurück - er hält er es offenbar doch noch für möglich, dass der Bau des Tiefbahnhofs scheitert.
Heiner Geißler hält es doch noch für möglich, dass der Tiefbahnhof nicht gebaut wird. Kurz vor der Vorstellung des Stresstests zu Stuttgart 21 relativierte der Schlichter in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa eine Aussage, die bei Stuttgart-21-Gegnern für Ernüchterung gesorgt hatte. "Der Bahnhof wird sowieso gebaut, das sage ich nur ganz nebenbei", hatte Geißler am Montagabend auf einer Podiumsdiskussion gesagt.
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"Das kann sich jederzeit ändern": Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler relativiert seine Aussage. (© dpa)
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"Das ist eine persönliche Einschätzung aufgrund des jetzigen Diskussionsstandes. Das kann sich aber jederzeit ändern", erklärte der frühere CDU-Generalsekretär nun. "Das hängt vom Ausgang des Stresstests und von den möglicherweise noch ausstehenden Finanzierungsproblemen ab." Seine frühere Aussage sei in einer "etwas turbulenten Diskussion" an der Universität Tübingen gefallen.
Am Mittwoch schürte ein neuer Bericht Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Bahn. Die Stuttgarter Zeitung erhob den Vorwurf, die Bahn habe internen Papieren zufolge den Bundestag 2003 nicht über eine enorme Kostensteigerung bei der ICE-Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm informiert. Um die Einstufung der Trasse im Bundesverkehrswegeplan als "vordringlicher Bedarf" nicht zu gefährden, soll die Bahn eine Summe von 1,35 Milliarden Euro angegeben haben - während sie selbst bereits mit 2,6 Milliarden Euro kalkulierte.
Von der Kostensteigerung soll dem Bericht zufolge auch die frühere schwarz-gelbe Landesregierung gewusst haben. Bahn und Land seien übereingekommen, bis zur Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplans keine aktualisierte Kalkulation herauszugeben. Man wolle "keine unzeitgemäße Diskussion auslösen", sagte den Protokollen zufolge der damalige DB Netz-Manager Eckart Fricke, der heute Bahn-Bevollmächtigter für Baden-Württemberg ist.
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(dpa/afis/beu)
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Während die Bahn die Kosten für Stuttgart 21 in regelmäßigen Abständen nach oben korrigiert - Bund und Länder, also wir Steuerzahler, zahlen das schon - werden die Bahnreisenden zwischen München, Lindau und Zürich Jahr für Jahr vertröstet.
Seit Jahren verspricht die Bahn, die bestehende Bahntrasse zu modernisieren und durchgängig für den elektrischen Betrieb zu ertüchtigen ... und seit Jahren wird das Vorhaben verschoben.
Tja, Prestigeprojekte wie Stuttgart 21 haben einfach Priorität - stellt sich allerdings die Frage, ob die Bahn mit einem derartigen Verhalten Freunde gewinnt ...
Ein wirklich Interessanter Beitrag !
Argumentativ,Objektiv und absolut Themennah .
Darauf haben wir gewartet !
WOW, tolle Argumentation. Haben Sie schon Strafanzeige bei der Stuttgarter oder Berliner Staatsanwaltschaft gestellt? Das riecht ja ganz nach Organisierter Kriminalität. Könnte es aber auch sein, dass Sie unter einem gewissen Realitätsverlust leiden? Schließlich haben alle politischen Germien in Stuttgart, in Baden-Württemberg und dem Bund dem Projekt zugestimmt - auch nachdem 2009 die endgültigen Zahlen vorlagen. Könnte es sein, dass die die Wahrheit nicht wahr haben wollen und sich deshalb in Verschwörungstheorien flüchten? Könnte es sein, dass Sie den sogenannten Partschützern auf den Leim gegangen sind oder jener Pfarrerin, die nächtliche Gebete für die Bäume abhielt?
Ja ja, Heiner Geißler, das alte Schlitzohr, gefällt sich mal wieder als Sphinx: Heute so, morgen so.
Am Ende hat er wie immer recht gehabt, egal wie es ausgeht....
Drum darf man ihn auch gar nicht mehr lesen, er zeigt ja schon mit seinem Emblem dass er ein Freund der brachialen Lösungen ist, auch gegen die Bevölkerung.
Paging