Im Streit um die Finanzierung der Hochschulen hat die Bundesministerin einen neuen Vorschlag gemacht. Für einen Studienplatz solle das Bundesland zahlen, aus dem die Studierenden stammen, und nicht das Standortland der Universität.

"Mehr Wettbewerb zwischen den Universitäten braucht faire Regeln", sagte Edelgard Bulmahn (SPD) dem DeutschlandRadio Berlin.

Anzeige

Studiengebühren lehnte sie erneut ab. Für ein Erststudium sollen auch künftig keine Gebühren erhoben werden. Darin sei sie sich mit ihren SPD-Länderkollegen einig, sagte die Bildungsministerin.

Derzeit finanzierten die Stadtstaaten Hamburg und Bremen zum größten Teil die Studentenausbildung für Niedersachsen. Auch Nordrhein-Westfalen zahle das Studium für viele junge Menschen aus anderen Bundesländern.

Zugleich sollte aus den Länderhaushalten aber mehr Geld für die Grundausstattung der Hochschulen zu Verfügung gestellt werden. "Deutschland liegt an Vorletzter Stelle in Europa bei den Bildungsausgaben. Das kann sich dieses Land auf Dauer nicht leisten", warnte die Bundesministerin.

Leser empfehlen 
Lesetipp aus der aktuellen SZ: Die Pflicht zur Kür

Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...

(dpa)