Bayerns Europaministerin sorgt sich um die Beziehungen zu Luxemburg - und entschuldigt sich für das "herrische Auftreten" von Finanzminister Steinbrück.
Bayerns Europaministerin Emilia Müller (CSU) hat sich bei Luxemburg für die Äußerungen von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) entschuldigt. Wie die Passauer Neue Presse berichtet, hat die Ministerin in einem Brief an Premierminister Jean-Claude Juncker geschrieben, sie wolle sich "als Europaministerin des Freistaats Bayerns ausdrücklich für das wiederholte inakzeptable Auftreten des deutschen Finanzministers Peer Steinbrück entschuldigen".
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Bayerns Europaministerin Emilia Müller (CSU) kritisiert Deutschlands Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) (© Foto: dpa)
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Um im "gemeinsamen Haus Europa" zu gemeinsamen Problemlösungen zu kommen, sei "konstruktiver Dialog und nicht herrisches Verhalten die richtige Umgangsform", schreibt Müller. "Seien Sie versichert, dass die Vergleiche, zu denen der deutsche Finanzminister neigt, nicht repräsentativ für den Umgang Deutschlands mit seinen Nachbarn sind", heißt es in dem Brief.
In einem weiteren Brief an SPD-Kanzlerkandidat und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), der ebenfalls der Zeitung vorliegt, beklagt Müller, dass Steinbrück wiederholt "mit unpassenden und unnötigen Randbemerkungen in der Diskussion um das internationale Vorgehen gegen Steuerhinterziehung Porzellan auf internationalen Parkett zerschlagen und damit dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland geschadet" habe.
Indirekt forderte Müller Steinmeier auf, den Bundesfinanzminister an die kurze Leine zu nehmen: "Ich bin mir sicher, dass Ihre Erfahrungen als Außenminister mit dem angemessenen Umgang auf internationalen Parkett für den deutschen Finanzminister hilfreich sein könnten", so Müller.
Juncker empört über Steinbrück
Steinbrück hatte es am Dienstag in Prag abgelehnt, sich dafür zu entschuldigen, dass als Steueroasen eingestufte Länder auf eine "graue Liste" der OECD gesetzt wurden. Es gehe nicht um Fragen des Umgangsstils, sondern um Steuerbetrug. Er werde die genannten Länder im Juni zu einer Konferenz einladen, sagte Steinbrück und sprach von "Luxemburg, Liechtenstein, die Schweiz, Österreich - und Ouagadougou". Die Hauptstadt Burkina Fasos war allerdings bisher noch nicht als Steuerparadies bekannt.
In Luxemburg reagierte man mit große Verärgerung auf diesen Vergleich: Ministerpräsident und Finanzminister Jean-Claude Juncker sagte in einer Aufzeichnung für die ZDF-Sendung "Maybrit Illner", es empöre ihn, dass Steinbrück sein Land als Steueroase bezeichne. Er lasse sich das "von Herrn Steinbrück nicht bieten".
Zugleich schlug Juncker, der Vorsitzender der Euro-Gruppe ist, versöhnliche Töne an. "Mein persönliches Verhältnis zu Peer Steinbrück ist gut und das wird auch gut bleiben, weil er in Zukunft nicht mehr so über Luxemburg reden wird, wie er die beiden letzten Tage über Luxemburg geredet hat." Das Projekt Europa gelinge nur, wenn große und kleine Länder zusammenarbeiteten. Es nütze nichts, die Kleinen dauernd zu ärgern. Ein Löwe könne einen Floh nicht reizen, ein Floh einen Löwen aber sehr, warnte Juncker.
Härter ging der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn mit Steinbrück ins Gericht: "Der deutsche Finanzminister scheint definitiv auf Biertischniveau angekommen zu sein", sagte der sozialistische Außenminister Jean Asselborn über seinen deutschen Parteifreund.
Die Aussagen Steinbrücks zeugten "von einer kaum zu übertreffenden Arroganz", kritisierte Asselborn in dem Gespräch mit Spiegel Online weiter.
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(ddp-bay/Reuters/bosw/woja)
Debatte über Militäreinsatz in Syrien
Was für eine perverse Welt ...
Und er kann es nicht lassen dieser Steinbrückli...kurz zur Erinnerung ein paar Fakten:
Steinbrückli wurde 2007 für die Einführung der lebenslang gültigen Steuer-Identifikationsnummer für alle Einwohner Deutschlands mit dem Negativpreis Big Brother Award ausgezeichnet.
Steinbrückli war Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und die SPD fuhr unter seiner Leitung das schlechteste Ergebnis seit 50 Jahren ein, eine politische Monumentalschlappe, die den damaligen Regierungschef Schröder zu Neuwahlen veranlasste und schliesslich zum Einzug von Angela Merkel ins Kanzleramt führte.
Steinbrückli war Vizepräsident des Verwaltungsrats der staatlich kontrollierten Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die in Deutschland als "dümmste Bank" bezeichnet wird, da sie den pleitegegangenen Lehmann Brothers am Tag deren Zusammenbruch (15. Sept. 08) 320 Millionen Euro überwiesen hatte.
Steinbrückli sagte auch die schwarze Liste der OECD gebe es nicht wirklich. Sie sei nur ein Instrument gewesen, um die Schweizer in Angst und Schrecken zu versetzen beziehungsweise zum Einlenken zu bewegen: "Man brauche die Kavallerie nicht immer ausreiten zu lassen; die Indianer müssten bloss wissen, dass es die Kavallerie gebe."
Er muss die höchste Nettoneuverschuldung in der Geschichte Nachkriegsdeutschlands verantworten. Umso mehr scheint er sich auf manchmal schwer erträgliche Art und Weise darauf zu konzentrieren, deutsche Steuergelder im Ausland eintreiben zu wollen.
Er versucht durch seine Angriffe auf die Schweiz unter anderem von eigenen, gravierenden Unzulänglichkeiten abzulenken und betreibt einen empirischen Wahlkampf.
Wie man an einigen überraschten Beiträgen hier sehen kann, ist es von Zeit zu Zeit nötig, Ross und Reiter beim Namen zu nennen, sonst meinen die -- im Grunde befreundeten -- Nachbarn über Jahre und Jahrzehnte, es wäre schon in Ordnung und lässliche Lausbuberei, dass sie den Geldern der ausländischen Steuerflüchtlinge sicheres und geheimes Asyl böten.
Grundsätzlich finde ich es vermessen, von Österreich als Steueroase zu sprechen.
Ja, es gibt Stiftungen, die im Vergleich zu Lohn- und Einkommenssteuern niedrige Kapitalsteuern (25% Quellensteuer) zu entrichten haben. Ja, die Körperschaftssteuer (eine Form der Untenehmensbesteuerung, Basis Lohnsumme) ist mit 20% auch niedrig.
Die Äusserungen ihres Finanzministers möchte ich nicht kommentieren. Bei einem Jahresbruttogehalt von 85 tsd EURO liefere ich in Summe 50 tsd EURO an Einkommenssteuer, Sozialabgaben, Mehrwertsteuern, Mineralölsteuer etc. an den österreichischen Finanzminister ab. Das sind annähernd 60 % des Bruttoeinkommens - Steueroase????
Die Diskussion über Steueroasen geht jedoch vollkommen an der Sache vorbei. Jedes Hochsteuerland hat ein grundsätzliches Interesse daran, niedrigere Steuersätze auf Einkommen und Vermögen in andere Ländern zu bekämpfen. Warum? Um den "Steuerwettbewerb" abzuschaffen. Denn: Wenn kein Steuerwettbewerb mehr, dann auch keine Kapitalflucht, dann weitere unbegrenzte Steuererhöhungen möglich!
Noch was: Es ist in der Regel redlich erworbenes und bereits einmal versteuertes Einkommen, das steuerbegünstigt gebunkert wird. Schwarzgeld geht nicht per se in Steueroasen, sondern dort hin, wo es vor dem Zugriff der Behörden geschützt ist. Das ist durch klare europaweite Gesetze zu regeln.
Schöne Grüße aus Wien, liebe Nachbarn
verteidigte nicht die anderen Länder bei dem Versuch, die Steuerhinterziehung zu unterstützen. Sie entschuldigte sich für die Ausdrucksweise und das Auftreten des Herrn Steinbrück, ohne dessen Ansichten in Frage zu stellen. Aber mit sachlichen Gesprächen, die auch sachlich und höflich geführt werden, erreicht man eher sein Ziel als wenn man versucht, mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen. Das ist im Verhalten zwischenmenschlich genauso gültig wie bei dem Umgang zwischen Nationen.
Die Ansichten sind richtig, der Ton ist falsch!!
Das Problem des Herrn Steinbrück ist die Art und Weise seines Auftretens.
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