Erika Steinbach gibt keine Ruhe: Sie wirft dem Außenminister vor, sich mit dem Streit um die Vertriebenen-Stiftung in Szene zu setzen. Westerwelle bekräftigt seine Haltung.
Die Besetzung des Beirats der Vertriebenen-Stiftung ist nach den Worten der Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), Erika Steinbach (CDU), ein "Demokratietest". Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und das Bundeskabinett müssten das Thema "mit allen Beteiligten erörtern" und "entscheiden, welchen Wert Freiheitsrechte haben", sagte Steinbach der Passauer Neuen Presse.
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Sie polarisiert in Polen und in Deutschland: Die CDU-Politikerin Erika Steinbach. (© Foto: ddp)
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Der BdV verschob die offizielle Nominierung seiner Präsidentin am Dienstag nochmals, beansprucht aber grundsätzlich das Nominierungsrecht. Polen hat Vorbehalte gegen Steinbachs Mitwirkung. Die CDU-Politikerin hatte 1991 im Bundestag nicht für die Anerkennung der deutsch-polnischen Grenze gestimmt.
Steinbach warf Außenminister Guido Westerwelle (FDP) in dem Zeitungsinterview vor, er habe "auf eine schnelle Art und Weise ohne Not und ohne Druck aus Polen Position bezogen". Westerwelle hatte gesagt, Steinbachs Mitgliedschaft in der Stiftung wäre eine Belastung für das deutsch-polnische Verhältnis. Westerwelle versuche, "sich hier auf Kosten der Vertriebenen zu profilieren", sagte Steinbach.
Im Video: Der Bund der Vertriebenen hat die Bundesregierung aufgefordert, den Weg für die Berufung seiner Präsidentin Erika Steinbach in den Beirat des Vertriebenen-Zentrums umgehend freizumachen.
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Westerwelle lehnte es am Dienstagabend am Rande der Kabinettsklausur in Meseberg erneut ab, dass Steinbach in den Beirat der Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" kommt. "Meine Haltung ist bekannt. Sie ist unverändert", sagte er in der ARD. Westerwelle betonte, mit der Gedenkstätte solle an die "Schrecklichkeiten" der Vertreibung erinnert und der Opfer gedacht werden.
Westerwelle: Causa Steinbach ist kein Thema im Kabinett
"Aber wir wollen vor allem in die Zukunft schauen und versöhnen. Und das, was diesem Ziel dient, werden wir tun. Das, was diesem Ziel nicht dient, werden wir unterlassen." Auf die Frage, ob mit Steinbach Versöhnung nicht möglich sei, antwortete Westerwelle, was er gesagt habe, sei "glasklar" und "sehr eindeutig" gewesen. "Und das hat auch jeder verstanden."
Für Westerwelle ist die Causa Steinbach offiziell kein Thema für das Bundeskabinett. Darüber sei bisher noch nicht beraten worden, weil der Regierung keine Nominierung Steinbachs vorliege, sagte er und ergänzte: "Deswegen gab es auch noch nichts zu entscheiden."
Die FDP lehnt ebenso wie die SPD Steinbach wegen massiver Kritik aus Polen ab. Ihr wird im Nachbarland auch vorgehalten, gar keine Heimatvertriebene zu sein, da ihr Vater als Luftwaffensoldat im besetzten Polen stationiert war und sie dort zur Welt kam.
Der SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich sagte dem Kölner Stadt-Anzeiger, die Kanzlerin nehme "mit ihrer Strategie des Abwartens und Aussitzens" eine Belastung des deutsch-polnischen Verhältnisses in Kauf. Er äußerte die Erwartung, dass Merkel Steinbach "eine klare Absage erteilt".
Hingegen rief der CSU-Europaabgeordnete Bernd Posselt die Bundeskanzlerin auf, Steinbach den Posten zu ermöglichen. "Ich sehe es als die Aufgabe der Bundeskanzlerin an, sich gegen die FDP durchzusetzen. Der Ball liegt bei ihr", sagte der Vorsitzende der Sudetendeutschen Volksgruppe der Mitteldeutschen Zeitung. "Frau Merkel hat uns vor der Wahl versprochen, dass das in unserem Sinne gelöst wird."
"Wir bleiben dabei, wir unterstützen Erika Steinbach", sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt an diesem Mittwoch im RBB-Inforadio. "Und wir glauben vor allem, dass es die freie und autonome Entscheidung des Bundes der Vertriebenen (BdV) ist, über die Besetzung im Stiftungsrat zu entscheiden."
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(sueddeutsche.de/dpa/AFP/mati)
Die Ärzte in München
Die Polen haben mehr Angst vor der Aufarbeitung ihrer Nachkriegsgeschichte, als vor ERika Steinbach, denn dann kämen auch einige unschöne Dinge ans Tageslicht.
Das Pogrom von krakau zum Beispiel .
WEr sich noch andas Auftreten kacinskys vor einigen Jahren in Brüssel erinnert, wo er sich aufführte wie Rumpelstilzchen und dann natürlich pekuniär entlohnt wurde weiss woher der Wind weht.
Das Thema Steinbach wird in Polen derzeit klein gehalten, Westerwelle hat es ungefragt aktiviert. Die Polen wissen, die Deutschen muss man bei ihrer Geschichte packen dann füllen sich die Kassen.
"Diese weichgespülten und profillosen Leute, die da übrig bleiben, brauchen sich nicht zu versöhnen, da ihnen in ihrer totalen Langweiligkeit in der Regel sowieso alles egal ist."
Ihr Wunsch nach Abwechslung ist legitim, aber muß es ausgerechnet eine Figur sein, die die polnische Grenze nicht anerkennt? Sind Sie so fadisiert, daß ein Tänzchen auf der Westerplatte her muß?
"Wenn das, was da Westerwelle [...] veranstatltet hat , nämlich einen Kniefall Brandt´schen Ausmaßes, nicht des Guten zuviel ist ..."
Ein Kniefall Brandt'schen Ausmaßes ? Wenn Westerwelle jemals die Größe von Brandt erreichen würde, ob mit Kniefall oder klugen Worten, wäre ich schwer beeindruckt.
Aber Sie haben natürlich recht: Für die Bösen und Doofen ist alles, was gut ist, automatisch des Guten zuviel.
dww
Sie schrieben:
"Im Übrigen gibt es ein Gedenkstätte für die Heimatvertrieben, Flüchtlinge und zivilen Bombenopfer in Borna bei Leipzig, privat errichtet, nachdem die privaten Initiatoren brüsk
vom BdV bezüglich Zusammenarbeit zurückgewiesen worden waren. Nur kennt dieses
Zentrum niemand, es wird vonm einer gelenkten Presse u. medien totgeschwiegen!"
Über diese "Gedenkstätte" wurden sich letztlich nicht einmal die Initiatoren einig, es wurde von der NPD instrumentalisiert, dominiert und schließlich mehr oder weniger übernommen.
Es dient damit weniger der Aufarbeitung der Verantwortlichkeit für zivile Kriegsopfer als der egozentrischen Geschichtsklitterung seitens der NPD: Sie würden gerne diese zivilen Opfer, die direkte Opfer des von den Vorbildern der NPD zu verantwortenden Terrorkrieges sind, instrumentalisieren, um im Sinne ihrer "Volksgemeinschaft" die Opfer mit den national-"sozialistischen" Tätern zu vermengen, um so die Täter in eine Opferrolle zu manövrieren. Aber das geht nicht auf und ist im Namen der Wahrheit und Humanität entschieden zurückzuweisen.
Da schweigt offensichtlich keine "gelenkte Presse" etwas " tot", sondern es gibt wohl nichts Seriöses über die Initiative zu berichten.
Gegenüber dieser Initiative aus Borna wäre der BdV ja geradezu ein weltoffener Verein.
Gepi1969 glaubt also, daß Marcello "Tatsachen verdreht". Na ja, hier herrscht soviel
Unkenntnis vor, daß auch solche Dinge geschrieben werden, als, gepi1969, aufgepaßt:
Der BdV hat tatsächlich zunächst ein Vetrtiebengedenken an die dt. Heimatvertr. vor, dies
wurde jedoch niemals v. polit.-medialer Seite akzeptiert, erst als Fr. Steinbach als braves
CDU-Mitglied die Vertreibung der Deutschen in den gesamteuropäischen "Kontext stellte
geruhten die gemeinen Politiker ihre gequälte Zustimmung, jetzt konnten sie nicht mehr so leicht nein sagen, natürlih auch weil "weil in diesen Kontext auch das selbstverschuldete Schicksal der dt. Heimatvertriebenen betont wurde, sie seien nämlich
erst Täter gewesen, dann selbstverschuldet später Opfer geworden!" Aber auch diese
Demütigung und Herabwürdigung der dt. Heimatvertriebenen als "Opfer dritter Klasse" -
O-Ton v. Prof. Alfred de Zayas - genügte den Gegnern dieses Zentrum immer noch nicht,
letztlich wollten vor allem SPD-Politiker wie Polen dieses Zentrum in Warschau errichtet
haben, welche Perfidie wäre das für die dt. vertriebenen aus Schlesien gewesen!
Im Übrigen gibt es ein Gedenkstätte für die Heimatvertrieben, Flüchtlinge und zivilen Bombenopfer in Borna bei Leipzig, privat errichtet, nachdem die privaten Initiatoren brüsk
vom BdV bezüglich Zusammenarbeit zurückgewiesen worden waren. Nur kennt dieses
Zentrum niemand, es wird vonm einer gelenkten Presse u. medien totgeschwiegen!
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