Warschau will Vertriebenen-Chefin Steinbach aus der Vertriebenen-Stiftung heraushalten - für den Verband eine "unerträgliche" Einmischung in innerdeutsche Angelegenheiten.
Der Bund der Vertriebenen (BdV) hat Polen nach den Angriffen auf seine Präsidentin Erika Steinbach Erpressung vorgeworfen.
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Reizfigur für Polen: Vertriebenen-Chefin und CDU-Politikerin Erika Steinbach (© Foto: dpa)
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"Das Präsidium hält ein solches Vorgehen durch ein Nachbarland für unerträglich und im deutsch-polnischen Miteinander für verantwortungslos", erklärte BdV-Generalsekretärin Michaela Hriberski.
Der Deutschlandbeauftragte Polens, Wladyslaw Bartoszewski, hatte mit der Absage der für dieses Jahr geplanten deutsch-polnischen Veranstaltungen gedroht, falls Steinbach in den Stiftungsrat der geplanten Vertriebenen-Gedenkstätte einziehen sollte.
Das Präsidium des BdV hatte Anfang 2009 einstimmig Steinbach und zwei der Vizepräsidenten für den Beirat der Bundesstiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" nominiert.
Bereits am 12. April 2008 hatte die Bundesversammlung des BdV bei nur zwei Gegenstimmen beschlossen, dass Steinbach Mitglied des Aufsichtsgremiums sein soll.
Die personelle Besetzung des Gremiums ist allerdings noch nicht beschlossen. Endgültig entscheiden muss die Bundesregierung. Dies wird voraussichtlich nicht mehr vor der Bundestagswahl geschehen.
Das BdV-Präsidium forderte die Bundesregierung auf, die Bundesstiftung zügig zu realisieren. Insbesondere erwarte das Präsidium, dass die Regierung sich durch Polen weder daran hindern noch erpressen lasse.
Der "unverhohlene Versuch seitens Polens, durch Druck auf die Bundesregierung auf personelle Entscheidungen eines deutschen Opferverbandes Einfluss zu nehmen, ist unerträglich für die Vertriebenen."
Es sei bemerkenswert, dass kein anderes Land, aus dem Deutsche vertrieben wurden, "sich in derart unzumutbarer Weise in die Gestaltung einer innerdeutschen Angelegenheit eingemischt hat".
Polen habe von deutscher Hand viel erlitten, heißt es in der Mitteilung weiter. "Als Deutsche wissen wir um diese Verantwortung. Ein gemeinsamer Weg in die Zukunft ist aber nur möglich, wenn alle Betroffenen die Gräben der Geschichte verlassen und sich um Empathie bemühen."
(dpa/odg)
Reiseknigge: Türkei
Ihr Beispiel ist schlecht gewählt. Die Italiener könnten als Nachfolger der Römer vielleicht Frankreich (Gallien + Caesar) beanspruchen, nur in Bezug auf Deutschland (Varusschlacht) wäre es eher umgekehrt(Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation).
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Ich erlaube mir Sie hier zu korrigieren, denn esplipart sprach von Teilen Deutschlands auf welche Italien Anspruch erheben könnte als Nachfolger des Römischen Reiches.
Und tatsächlich waren Landstriche der heutigen BRD Teil des römischen Imperiums, vor allen Dingen südlich der Donau und westlich des Rheins. Trier, die älteste Stadt Deutschlands, war im 4. Jhdt. Die größte Stadt nördlich der Alpen!
Meines Wissens hat sich Frau Steinbach mehrmals und eindeutig von der sich selbst so bezeichneten "Preussischen Treuhand" distanziert.
Ferner sind mir auch keine verbalen Entgleisungen von deutscher offizieller Seite zu diesem Thema bekannt, sagen wir in den letzten 10 Jahren, wohl aber konnte man dergleichen von offiziellen polnischen Vertretern vernehmen!
Was Vorsitzende deutscher Vertriebenverbände vor 60, 50 oder 40 Jahren gesagt haben mögen, ist von verschwindend geringer Relevanz.
Vor über einem Jahr hat Thomas Urban in einem Artikel hier auf sueddeutsche.de aufschlussreich dargelegt, was für abstruse Geschichten sich polnische Boulevardjournalisten zum Thema Erika Steinbach aus den Fingern saugen.
Richtig ist, dass Polen und Deutsche Nachbarn sind und auch ich wünsche mir eine weitere Verbesserung des nachbarschaftlichen Verhältnisses. Es sei hier aber auch erlaubt auf die Brüder Kaczyński und deren unsägliche Sticheleien zu diesem Thema zu verweisen.
1. "wegen zeitdruck, schnellem tippen und aus mangel an korrektur teilweise etwas wüst zugegeben"
Unsinn - Du kannst es einfach nicht. Denn ich habe diese Beispiele mit Absicht gewählt - das waren keine Vertipper sondern sind massive Verstöße, die auf Nicht-Kenntnis deutscher Sprache beruhen. Noch ein Beispiel:
"daher umso verwunderlicher das sie die subventionszahlen polens nicht kennen, das aber deutschkland massiv..."
Zweimal "das", zweimal falsch. ("deutschkland" ist ein Vertipper, mal so als Gegenbeispiel)
2. Wo sind die angeforderten Quellen?
3. "tja, glauben heisst nicht wissen, was mich angeht, dipl. kaufmann und gleichzeitig chef und inhaber einer kleinen mittelständischen firma. "
Dann solltest Du das hier lesen:
http://www.vdi-nachrichten.com/vdi-nachrichten/aktuelle_ausgabe/heikomellrecherche.asp?number=2284
und lange nachdenken.
Deutschland ist der EU-Mitgliedsstaat mit der höchsten Einwohnerzahl und ist auch der größte Nettozahler. So weit so gut und ziemlich normal. Weil Sie aber soviel Wert auf Fakten legen, füge ich noch folgendes hinzu: Wenn man betrachtet wie das den einzelnen Bürger betrifft, so zahlen die Niederländer pro Kopf der Bevölkerung viel mehr ein und auch Schweden liegt bei dieser Betrachtung noch vor Deutschland. Mit Frau Steinbach und ihrer Nichtakzeptanz durch viele Polen hat das allerdings garnichts zu tun. Ich möchte nur zu mehr Sachlichkeit in der Diskussion beitragen, habe aber wenig hoffnung, dass mir das gelingen wird.
die EU zwingt niemandem die Mitgliedschaft auf. Punkt.
Was mit den polnischen Firmen und deren Absatzmärkten passieren würde konnten die Polen jahrelang an Ostdeutschland sehen. Soweit ich mich erinnern kann hat Polen ja noch Sonderzahlungen für sich herausgeholt (die Nächte von Kopenhagen).
Und: Wo wurden denn die ganzen Opels, etc und die gnazen Zulieferteile vorher produziert? Alles In Bielsko-Biala und Torun?
Ihre Milchmädchenrechnungen bringen auch niemanden weiter.
Aber im Artikel geht es um Frau Steinbach, bzw. um die Frage, ob das Ausland ein Mitspracherecht bei der Besetzung deutscher Gremien hat.
Mit der Geschichte hat so jeder seine Probleme. Die polnischen Adler von Lemberg wollen zum Beispiel auch mal in Frieden ruhen.
Paging