Der Streit um die Rentengarantie geht weiter. Der Finanzminister wird nicht nur aus der CSU attackiert - sondern auch aus der eigenen Partei. Die Grünen stimmen ihm dagegen zu.
Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) gerät wegen seiner Haltung in der Rentendiskussion immer mehr in die Kritik. CSU-Chef Horst Seehofer warf ihm vor, ältere Bürger zu verwirren. Auch aus der eigenen Partei wird Steinbrück vorgeworfen, querzuschießen.
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Wegen seiner Äußerungen zur Rentengarantie muss Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) Kritik aus den eigenen Reihen und der CSU einstecken. (© Foto: dpa)
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"Man kann doch nicht als Regierungsmitglied im Kabinett und dann der Deutsche Bundestag das beschließen, und dann stellen die gleichen Politiker das, was sie beschlossen haben, wieder infrage", sagte Seehofer. "Das ist eine Verwirrung der ganzen älteren Generation. Das hat sie nicht verdient." Seehofer bekräftigte hingegen: "Es wird keine Rentenkürzung geben!" Mit seinem Angriff steht Seehofer nicht allein da. In der SPD reißt die Kritik am Parteivize nicht ab.
Steinbrücks Parteifreunde kritisieren ihn immer offener. Trotz der Schlichtungsversuche ihres Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier verteidigten mehrere Sozialdemokraten die Rentengarantie der Bundesregierung gegen die Vorwürfe des Finanzministers.
"Diskussion ist völlig überflüssig"
"Wenn wir uns in der SPD ständig zerfleischen, können wir keine Wahlen gewinnen", sagte der niedersächsische SPD-Chef Garrelt Duin der Bild-Zeitung und legte seinem Parteifreund eine Auszeit nahe: "Peer Steinbrück sollte dringend in den Urlaub fahren, denn die Diskussion ist völlig überflüssig." Auch der neue bayerische SPD-Vorsitzende Florian Pronold sprach in der gleichen Zeitung von einer "überflüssigen und schädlichen" Diskussion.
Steinbrück hatte Vorbehalte gegen die Rentengarantie von Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) geäußert und bezweifelt, dass die derzeitige Rentenpolitik der Generationengerechtigkeit diene. Steinmeier hatte daraufhin versucht, die Unterschiede zwischen dem Finanzminister und der offiziellen Linie der Partei herunterzuspielen.
Die Grünen liegen dagegen auf einer Linie mit Steinbrück. Sie sprechen sich gegen die bereits vom Bundesrat beschlossene Rentengarantie aus. Es gehe nicht, dass die Löhne sinken und die Renten gleichzeitig steigen könnten, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast im ARD-Morgenmagazin. Es gebe immer weniger Jobs und sinkende Löhne. "Da kann man das den Jüngeren nicht aufdrücken."
Rückendeckung von der Jungen Union
Auch aus der CSU erhielt Steinbrück weitere Rückendeckung. Auch wenn Parteichef Seehofer die Bedenken des SPD-Politikers scharf zurückwies, bescheinigte der bayerische JU-Chef Stefan Müller dem Finanzminister verspätete Einsicht: "Ich hätte mir diesen Erkenntnisgewinn früher gewünscht." Die Lasten der Alterspyramide dürften "nicht nur auf dem Rücken der Jüngeren ausgetragen werden".
Lob für den Kurs des Finanzministers gab es auch von Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt : "Der Beschluss, die Renten selbst bei sinkenden Löhnen stabil zu halten, ist ein falsches Signal. Es muss alles unterlassen werden, was die Beschäftigten und die Wirtschaft zusätzlich belastet."
Der Sozialverband VdK erneuerte seine Kritik an Steinbrücks Aussagen. "Wer die Rentengarantie in Frage stellt, muss damit rechnen, bei der Bundestagswahl abgestraft zu werden", sagte VdK-Chefin Ulrike Mascher der Bild. Sie hatte Steinbrücks Äußerungen bereits zuvor wegen ihrer negativen Wirkung auf junge Menschen als "grenzwertig" bezeichnet.
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(AP/dpa/jab/bavo)
Reiseknigge: Türkei
Seehofer wuede allen ernstes der Gesellellschaft glaubhaft machen, dass die Renten sicher sind, wenn er auch nur eine Wahlerstimme dafuer bekommt ....
Seehofer ist eben ein Sozialpolitiker, wie unser Renter-Macher Nobby...
Steinbrueck ist kantig (was auch die Schweizer schon erfahren haben) und etwas ungelenk und sagt die Wahrheit..
und wird dafuer verpruegelt...
Steinbrück hat vollkommen recht. Es sollte auch nicht vergessen werden, dass die riesigen Staatschulden aus der Zeit vor der Finanzkrise im Wesentlichen zu Gunsten der jetzigen und der anschließenden Rentnergeneration aufgenommen wurden.
Dass dem bürgerlichen Populisten Seehofer an Generationengerechtigkeit nichts liegt, wundert niemanden. Leider macht es sein neu installiertes SPD-Gegenüber nicht viel besser, wenn er linkspopulistisch das Renteneintrittsalter von 67 Jahren rückgängig machen will.
Finanzminister Steinbruck wird wohl wissen, wohin die Milliardenbeträge geflossen sind, die eine Rentenzusage wie sie bisher gegeben werden konnte auch weiterhin möglich gemacht hätten. Nun macht es keinen Sinn, über Ankündigungen zu streiten, für die kein Geld mehr da ist. Sinnvoller wäre es, ehrliche Bilanz zu ziehen und bei den noch flüssigen Mitteln genau zu überlegen, was unsere Zukunft dringend braucht.
Die Generationen könnten jetzt zusammen kommen, wenn sie die Wege aus der Krise unabhängig von der persönlichen Lage als gemeinsame Aufgabe angehen. Da wird am wenigsten in vergeblichen Schlagabtauschen verloren gehen.
Unser künftiges Schicksal hängt mehr den je von unserer Bereitschaft zur Verständigung und zur Kooperation ab. Ein schlingerndes Schiff, auf dem um die besten Plätze gestritten wird, geht in der Regel unter.
Steinbrück hat Recht....kein Wunder,dass er von Münteferring dilletantiert wird....schließlich ist dieser ja selbst im bezugsfähigen Alter.
Das sich die SPD also als populistische Klientelpartei outet,machts dem Wähler leichter....da weiß er wenigstens,wo er auf keinen fall sein Kreuz hinsetzen sollte,es sei denn,er ist schon jenseits der 60.
Ich jedenfalls freue mich schon auf meine Rente,irgendwann 2040...da werde ich mich schön im 1 Zimmer Platte auf meine 2nd hand couch setzen und dvd's von 2009 anschauen,auf denen sich vermögende Rentner auf Kaffefahrten Wärmedecken kaufern können und dabe werde ichi genüßlich in mein Schmelzkäsetoastbrot beißen,dass es im Sonntags zur Feier des Tages geben wird...mfG
statt in Urlaub zu fahren, noch einmal auf Österreich, Liechtenstein und die Schweiz einprügeln. Dann wird er sofort wieder von den Genossen, denen zu den eigentlichen Problemen dieses Landes schon lange nichts kontruktives mehr einfällt, sofort wieder gebraucht.
Und es wird Friede, Freude und Eierkuchen bis der Chaoshaufen am 27. September endgültig untergeht..
Paging