Die Energiepreise steigen, das Öl wird knapp: Jetzt will US-Präsident George Bush ein seit Jahrzehnten geltendes Verbot aufheben und wieder vor den Küsten der USA bohren lassen.
Angesichts der Ölpreisexplosion hat US-Präsident George W. Bush am Montag ein 1990 von seinem Vater George Bush verfügtes Förderverbot vor den Küsten des Landes aufgehoben. Allerdings bedeutet dies nicht, dass nun in den bisherigen Sperrgebieten gebohrt werden kann. Ein vom Kongress 1982 verabschiedetes gesetzliches Verbot besteht weiter.
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Will vor der Küsten nach Öl bohren lassen: George Bush. (© Foto: AP)
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Die demokratische Mehrheit weigert sich bisher, das Moratorium aufzuheben und halten an dem Verbot fest, da ihrer Ansicht nach den Ölfirmen von der Regierung bereits genügend Land zur Förderung zugeteilt wurde. Zudem werde das erste Öl aus den Küstenregionen erst in fünf bis zehn Jahren fließen. Auch Umweltschützer lehnen Bushs Vorstoß ab.
Bush rief dagegen in Washington den Kongress erneut dazu auf, die Sperre aufzuheben. Jahrelang hätten die Demokraten praktisch alle Vorschläge zur Ausweitung der heimischen Ölförderung abgelehnt, sagte Bush. Jetzt müssten die Bürger an den Zapfsäulen dafür die Zeche zahlen. Die Untätigkeit des Kongresses sei nicht hinnehmbar. "Das einzige, das nun zwischen dem amerikanischen Volk und diesen reichen Ölvorkommen steht, ist der Kongress", sagte der Präsident.
Bush forderte erneut auch grünes Licht vom Kongress für Ölbohrungen in einem Naturschutzgebiet in Alaska und erhöhte Kapazitäten der amerikanischen Raffinerien. Eine Aufhebung des Fördermoratoriums auch durch den Kongress würde den betreffenden US-Küstenstaaten die Entscheidung über Bohrungen überlassen.
Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger, ein Republikaner, hat bereits angekündigt, dass er es bei dem Verbot belassen würde. Auch die Gouverneure mehrerer Ostküstenstaaten lehnen eine Förderung ab.
Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain unterstützt im Gegensatz zu früher nun Bushs Vorstoß, während der Demokrat Barack Obama seine Ablehnung am Montag bekräftigte.
Er argumentiert unter anderem, dass eine Förderung vor den Küsten die Amerikaner nicht kurzfristig entlasten würde und auch keine vernünftige Langzeitstrategie darstelle. Zur Verringerung der Abhängigkeit von ausländischem Öl seien vielmehr die Entwicklung neuer sauberer Energiequellen und eine Verbesserung der Energie-Effizienz der Industrie nötig.
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(dpa/Reuters/gdo/woja)
Die Ärzte in München
Preisniveau wird angeglichen. Wenn sie das schlecht machen, dann verlieren sie eine Menge Geld.
Die Pläne von Bush, das amerikanische Öl zu heben, könnten übrigens dann auch den Spekulatoren ganz andere Impulse geben und damit eine (vermeintliche?) Blase zum Platzen bekommen. Aber auch sonst ist der Plan, alle bekannten Ölreserven zu nutzen, vernünftig!
Wegen mir kann er auch die ganzen Südstaaten brandroden. Dann haben die Hurrikane keine Angriffsfläche mehr und die Terroristen keine Verstecke mehr dort.
Wie? Noch kein Dauerfeuer auf den Staatsfeind Nummer eins? Liegen alle Sozialleistungsempfänger noch im Bett?