US-Außenministerin Clinton räumt im Streit um die Datensicherheit von Smartphones Sicherheitsbedenken ein. Gleichzeitig gebe es ein Recht auf freien Zugang. Zahlreiche Länder hatten angekündigt, die Internetfunktionen von Blackberrys zu beschränken.

Der kanadische Hersteller von Blackberry hat im Streit um die Datensicherheit seiner Smartphones eine prominente Fürsprecherin bekommen: US-Außenministerin Hillary Clinton hat in Washington betont, es gebe ein berechtigtes Interesse an "freier Nutzung und freiem Zugang". Zugleich wisse sie aber auch um die "berechtigte Sicherheitsbedenken".

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US-Außenministerin Hillary Clinton hat sich für einen freien Zugang zu Blackberry-Smartphones stark gemacht. (© AFP)

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Clinton kündigte an, die USA würden in Kürze Expertengespräche mit Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) führen, die ab Oktober alle internetbasierten Dienste der Smartphones ausschalten wollen. Saudi-Arabien will bereits ab Freitag den Messenger-Dienst des Blackberry stoppen. Auch der Libanon und Algerien meldeten Vorbehalte an.

Forderung nach größerem Zugriff auf Daten

Die Staaten machen Sicherheitsbedenken geltend, weil die Daten der Smartphones direkt ins Ausland vermittelt werden und damit kein Einblick beispielsweise in die Kommunikation von Attentätern möglich sei. Auch Indien verhandelt mit dem kanadischen Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) über einen größeren Zugriff auf die Daten.

Die USA haben die Entscheidung der VAE als Eingriff in die Informationsfreiheit kritisiert. RIM bemühte sich am Donnerstag im Gespräch mit den zuständigen saudi-arabischen Einrichtungen und drei nationalen Mobilfunkunternenehmen um einen Kompromiss. "Ich glaube, es wird eine lange Sitzung", sagte ein Vertreter von RIM vor dem Treffen.

Die Bundesregierung hat sich aus Sicherheitsgründen gegen die Nutzung von Blackberry-Geräten entschieden. Das Bundesinnenministerium hat den anderen Ressorts bereits am im November 2009 in einem Schreiben empfohlen, auf die Nutzung sowohl von Blackberrys als auch iPhones zu verzichten. Hintergrund ist die zunehmende Zahl von Angriffen auf die elektronischen Informations- und Kommunikationsnetze.

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(Reuters/AFP/jobr/mikö)