"Manche haben offenbar den Bezug zur Realität verloren": Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat die Manager der gesetzlichen Krankenkassen scharf kritisiert.
Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat die Forderung der gesetzlichen Krankenkassen nach einem Krisenzuschuss in Milliardenhöhe zurückgewiesen und den Kassenfunktionären Maßlosigkeit vorgeworfen. "Manche haben offenbar den Bezug zur Realität verloren", sagte Schmidt der Financial Times Deutschland: "Es kann nicht sein, dass jeder im Gesundheitssystem immer nur nach mehr Geld ruft." Das passe nicht in eine Zeit, in der immer mehr Menschen um ihren Arbeitsplatz bangen müssten.
Der Ton im Dauerstreit über den Gesundheitsfonds wird schärfer - Ministerin Schmidt attackiert die Manager der Krankenkassen. (© Foto: ddp)
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Damit wird der Ton im Dauerstreit über den Gesundheitsfonds schärfer. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hatte vor wenigen Tagen Milliardenhilfen verlangt, um Beitragsausfälle infolge der Wirtschaftskrise auszugleichen.
Nach Berechnungen von Experten dürften dem Gesundheitsfonds, in den die Beiträge der Versicherten fließen und aus dem die Kassen ihren Anteil erhalten, in diesem Jahr 2,9 Milliarden Euro fehlen. Der Bund ist verpflichtet, den Fehlbetrag durch ein Darlehen auszugleichen. Allerdings soll der Fonds bis 2011 die Steuergelder zurückzahlen - dem verweigern sich die Kassen nun.
Schmidt warf den Krankenkassen vor, sich über die Gesetze der Gesundheitsreform zu stellen. "Die Honorierung der Ärzte muss stärker an der Qualität der Patientenversorgung ausgerichtet werden", sagte die SPD-Politikerin. Mit der Reform sei festgelegt, dass Kassen und Mediziner bis Ende Juni in gemeinsamen Verträgen einen Teil der Hausarzthonorare an eine verbesserte Versorgungsqualität knüpfen sollten.
"Dass manche Kassen sich hier nicht bewegen wollen, ist ein Armutszeugnis", sagte Schmidt: "Die Gesetze gelten auch für die Akteure im Gesundheitswesen, das scheint manchem Kassenvertreter nicht ganz klar zu sein." Schmidt drohte, sollten die Kassen sich weiter sperren, würden die zuständigen Schiedsstellen ihnen die Entscheidung abnehmen.
(AFP/woja)
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Politiker der SPD - da kann man getrost sagen, die wird es bald nicht mehr geben und es ist um keinen schade. Also servus Frau Schmidt, Herr Steinmeier usw.
Blöd nur das wir sie noch lange lange zahlen werden - aus Steuergeldern - die Pensionen sind ja nicht gerade ohne und leider nicht an Erfolg gebunden.
Hätte ich auch gerne, aber ich bin ja nur eine kleine Angestellte, die 100 Jahre für so eine Rente zahlen müsste und ganz blöd aber auch aus einem viel kleineren Topf - Rentenamt - mein Geld beziehen werde - hoffe ich zumindest.
@disco_stu
Richtig, jeder bekommt die Regierung, die er verdient hat. Wie in Italien, so auch demnächst in Deutschland. Der Marktschreier Westerwelle, der ja dann die Steuern senken will, obwohl die Kassen leer sind, steht schon bedrohlich parat. Dann geht es mit überholten Programmen in die Zunkunft. Na ja, er hat ja auch lange warten müssen und jetzt hat sich alles verändert und er hat es nicht gemerkt. Den Wählern ist aber auch das egal, Hauptsache es sind die Leute, die uns nicht in die Zukunft bringen können. Wie hiess es in den Fünfzigern. Nur keine Experiemente - CDU.
@h.müller1 zum Beispiel
Woher kommt das von Ihnen sogenannte solzialistische Gesundheitssystem? Können Sie mir das Original nennen?
Wenn Sie mir dieses nicht nennen können, dann versuchen Sie mir doch mal dieses "abgezockte System", das sogenannte Schnmitdlauterbach-System (wo sind denn Ihre Freunde von den Konservativen, warendie nicht daran beteiligt?) zu erklären. Danach kann man sich ja nochmal auseinandersetzen.
Deutschland leidet wie in den Fünfzigern unter "Links-Phobie", wo doch alles nur noch Rechts oder mittig sein will. Wenn man die Inhalte aller Parteien mal genau durchleuchtet, dann lebt man, ob man es will oder nicht, in einer Sozial-Demokratischen-Zeit. Und seit einiger Zeit, will man wiedr zurück in "alte" neolieberalen Zeiten. Nur die Zeiten haben sich soweit verändert, dass alle den aktuellen Problemen und der Zukunft hinterherhinken.
Aber manche leben immer noch in der Vergangenheit.
zeugt ja wohl von und als Spiegel der Wählerschaft.
Ich hege absolut keinerlei Zweifel, dass diese Dame hat das Gesundheitssystem zum "Beil" kreiert (um es mal salopp auszudrücken), das in vielerlei Hinsicht rücksichtslos reindri.scht.............
Nicht nur, dass die Konsequenzen dessen Miss - und Zustände nach sich ziehen, die man als Katastrophe evaluieren sollte, auch hinterlässt es eine unverkennbare Spur einer "K.lo.a.ke, die mit einer sozialen Weichenstellung (ausreichende Versorgung der Patienten) nicht mehr das geringste zu tun hat.
Des weiteren scheint absolut wenig zu bekümmern, wie sich die Konsequenzen ihrer Fehlstrategie auf die Praxis auswirkt - Verblendung ihrer selbst.......
das ganze system ist fürn a.r.s.c.h.
Wieso zahle ich in die gesetzliche Krankenkasse monatlich ein, und wenn ich was brauche bekomme ich es nicht weil das geld für irgendwelche ausgegeben worden ist, die nie eingezahlt haben.... ne Frechheit hoch drei
Paging