Zahlreiche Kirchenaustritte
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In der Tat scheint in deutschen Bevölkerung die Zustimmung für den Papst zu bröckeln. In einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der ARD-"Tagesthemen" zeigten sich nur noch 42 Prozent der Bundesbürger mit seiner Arbeit sehr zufrieden oder zufrieden. Bei Benedikts Amtsantritt vor fast vier Jahren hatten noch fast zwei Drittel der Deutschen von einer guten Wahl gesprochen.
Darüber hinaus sieht sich die katholische Kirche nach dem Skandal mit zahlreichen Austritten konfrontiert. "Die Austrittswelle hat bereits eingesetzt", bestätigte Pater Eberhard von Gemmingen. Austreten könne man allerdings nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz. "In anderen Ländern ist dies gar nicht möglich, weil die Taufe nicht rückgängig gemacht werden kann", sagte von Gemmingen.
Dialog zwischen Zentralrat der Juden und Bischofskonferenz
Die Entscheidung des Papstes, die Exkommunikation von Williamson und drei weiteren Bischöfen der Bruderschaft aufzuheben, war weltweit auf großes Unverständnis gestoßen. Unter anderem hatte der Zentralrat der Juden in Deutschland den Vatikan heftig kritisiert. Am Freitag kündigte der jüdische Dachverband ein Treffen mit der Deutschen Bischofskonferenz "in nicht zu ferner Zukunft" an.
Die Präsidentin des Zentralrats, Charlotte Knobloch, und Zollitsch wollen sich zum persönlichen Austausch treffen, hieß es in Berlin. Die Differenzen um die Aufhebung der Exkommunikation der Bischöfe bestünden zwischen dem Zentralrat und dem Vatikan und nicht mit der Bischofskonferenz. Es bleibe offen, ob der nationale Dialog zu Fortschritten im Verhältnis zum Vatikan führen könne.
Pius-Bruderschaft schließt Priester aus
Unterdessen zeigt sich offenbar auch die Pius-Bruderschaft selbst von der Diskussion beeindruckt: In Italien hat sie laut Medienberichten einen Priester nach dessen zweifelnden Äußerungen zum Ausmaß des Holocaust ausgeschlossen. Der Ausschluss von Floriano Abrahamowicz solle verhindern, dass ihr Image verzerrt werde, erklärte die Bruderschaft am Freitag nach Berichten der italienischen Nachrichtenagenturen ANSA und Apcom.
Abrahamowicz habe wiederholt Ansichten geäußert, die nicht der offiziellen Haltung der Bruderschaft entsprächen, zitierten die Berichte aus der Erklärung. Der Priester hatte unter anderem am Ausmaß des Holocaust gezweifelt und sich gegen das Zweite Vatikanische Konzil gestellt. Er hatte auch den britischen Holocaust-Leugner Richard Williamson in Schutz genommen.
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(dpa/AP/AFP/bön/gal)
Die Ärzte in München
Die katholische Kirche sollte sich ganz und gar von militanten Gruppierungen trennen - sie sollten ausgegliedert werden und eben zu Glaubensgemeinschaften werden. Von der evangelischen Kirche haben sich auch Gruppierungen abgespalten, die eben nicht mit dem Geist und dem Inhalt der evangelischen Kirche konform gehen konnten. Wenn sich derartige Gruppierungen von der katholischen Kirche abspalten, dann wäre das in meinen Augen positiv für die diese Kirche.
Dazu würde allerdings auch gehören, dass sich die "obere Schicht" dieser Kirche in vieler Hinsicht umbesinnt.
Gestern trafen katholische und evangelische Damen (ich gehöre eben zu den bekennenden Evangelen, die auch viel ehrenamtlich für die Kirche tun!), um den Weltgebetstag vorzubereiten. Wir verstehen uns so gut! Es ist so schade, dass es auf der "unteren Ebene" soviel Toleranz und sogar Mögen gibt, und dass es auf der "oberen Ebene" - leider seitens der katholischen Kirche - keine Aktivitäten gibt, ein gutes Miteinander von Katholiken und Protestanten mit zu untermauern. Es ist auch immer wieder erkennbar, dass wir Protestanten nach der Pfeife der Katholiken tanzen sollen, wir sollten quasi damit einverstanden sein, die Reformation rückgängig zu machen, was doch Wahnwitz ist!
Wenn es schon nicht zu einem guten Miteinander unter den Christen kommt (s. auch insbesondere Nord-Irland), wie soll es dann auch nur ansatzweise zu Verständnis für andere Religionen kommen, und es ist leider so, dass es die katholische Kirche ist, die separatistisch und selektierend wirkt, was auch an den von ihr geschützten und gestützten militanten Gruppierungen zu erkennen ist.
Da diese Kirche eben überhaupt nicht dazu bereit ist, auch nur ansatzweise umzudenken, wird es auch niemals Frieden unter den großen Religionen geben, die an den EINEN GOTT glauben, wobei das Hauptproblem des nicht enden wollenden Krieges zwischen den Juden und den Palästinensern eben insbesondere darin liegt, dass den Palästinensern ihr Land genommen wurde, um den Staat Israel zu gründen!
Mir ist es klar, dass es immer wieder zu Kämpfen unter den Religionen kommt, wobei das doch traurig ist, da es ja nun eben bei den Juden, den Moslems und den Christen in der Tat nur den einen Gott gibt - daran denkt niemand mehr. Und da die Katholiken nicht einmal dazu bereit sind, die evangelische Kirche als echte Kirche anzuerkennen, wie wollen sie das denn mit den Juden und den Moslems tun?!
die sind genauso verbohrt und eindimensional wie die islamistischen gotteskrieger-ergo fanatische religionsterroristen-wan schreitet da jetzt der verfassungsschutz ein???
die Pius-Gruppe offenbart sich selbst, man muss sie bloss noch zitieren. Sie ist: demokratiefeindlich, grundgesetzwidrig, Menschenrechte leugnend.
Damit ist sie auch den meisten Katholiken mehr als suspekt und das ist gut so. Und selbst dieser Papst wird, so denke ich, nicht hinter das Vatikanum II zurückgehen. Erinnerung: Die Anerkennung des Konzils ist die Voraussetzung der vollen Wiederaufnahme in die Kirche. Am Ende werden sich die Brüder spalten oder endgültig als eigene Sekte etablieren. Das ist nicht erfreulich, aber auf jeden Fall besser als eine "Reform" der katholischen Kirche durch die Piusbrüder.
Das zeigt, dass der Aufschrei nach der Entscheidung des Papstes mehr als berechtigt und gut war, denn sonst wäre das Thema womöglich sang- und klanglos verschwunden. Es zeigt auch, dass die Erinnerung an das "Nie wieder" - und diese "Nie wieder" liegt dem Grundgesetz zugrunde - nicht ganz verloren ist. Es ist ein kleiner Lichtblick. Noch besser wäre natürlich, wir würden alle endlich entschlossen gegen den Rechtsradikalismus vorgehen.
M;an fragt sich ja auch, welche Schulbildung der Bischof da drüben auf der kleinen Insel genossen haben muss. Wahrscheinlich würde er auch die Opfer der Inquisition leugnen. "Niemand hat die Absicht Hexen zu verbrennen!"
Schade, dass er so viel Aufmerksamkeit durch diese unerleuchteten Schweden bekommen hat. Das ist für Leute seines Schlages ein innerer Reichsparteitag.
"In anderen Ländern ist dies gar nicht möglich, weil die Taufe nicht rückgängig gemacht werden kann"
In Deutschland und Österreich ist es so gesehen auch nicht möglich.
Die Taufe brennt ÜBERALL ein unauslöschliches Mahl ein.
Ein Austritt in D und Österreich ist nur ein Akt dem Staat gegenüber. Man zahlt dann keine Kirchensteuern mehr und wird nicht mehr als "rk" oder "ev" geführt. Bleibt jedoch Christ.
Die Taufe ist durch nichts rückgängig zu machen.
Paging