Mit deutlicher Mehrheit haben die Europa-Abgeordneten der Nominierung von Jose Manuel Durao Barroso als EU-Kommissionspräsident zugestimmt.

Für den ehemaligen portugiesischen Regierungschef stimmten 413 Abgeordnete. 251 votierten gegen Barroso, 44 Parlamentarier enthielten sich der Stimme.

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"Es ehrt mich sehr, jetzt als Kommissionspräsident im Dienste der EU stehen zu können", sagte der strahlende Barroso nach der Wahl. Er stehe für ein Europa, das Wohlstand, Solidarität und Sicherheit wolle.

"Ich werde versuchen, zu all jenen Brücken zu bauen, die mich dieses Mal nicht unterstützt haben", fügte er hinzu. Der konservative Barroso war Ende Juni erst im zweiten Anlauf von den Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union einstimmig benannt worden.

Nach dem positiven Parlamentsvotum kann Barroso nun gemeinsam mit dem EU-Rat die neue Kommission zusammenstellen und im November als Nachfolger des Italieners Romano Prodi Präsident der EU-Kommission werden.

Wenn er seine 25-köpfige Kommission gebildet hat, muss auch diese vor ihrem Amtsantritt am 1. November vom Parlament und den EU-Regierungen noch bestätigt werden.

Bis kurz vor der Abstimmung im EU-Parlament war ungewiss, ob die sozialdemokratische Fraktion Barroso unterstützen würde. Nach den Grünen, den Kommunisten und den Europa-Skeptikern wollten auch sie gegen Barroso stimmen.

"Die sozialdemokratische Fraktion kann Ihnen ihr Vertrauen heute nicht aussprechen", sagte der Fraktionsvorsitzende Martin Schulz wenige Minuten vor der Abstimmung.

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(dpa/AFP)