CSU-Chef Edmund Stoiber hat von Bundeskanzler Schröder ein konkretes Finanzierungskonzept für die vorgezogene Steuerreform gefordert. Derzeit seien zwei Drittel der Steuersenkung auf Pump finanziert. "Das machen wir nicht mit", sagte Stoiber auf dem Nürnberger CSU-Parteitag.

Die CSU hat am Freitag mit ihrem 68. Parteitag in Nürnberg die heiße Phase des bayerischen Landtagswahlkampf eingeläutet. Neun Wochen vor der Wahl im Freistaat sagte der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber, seine Partei werde "zeigen, dass es in Bayern besser läuft".

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Im Freistaat werde besser und verlässlicher regiert als im Bund, betonte der CSU-Chef beim Gang durch die Nürnberger Frankenhalle, umsäumt von Models in weiß-blauen Bikinis.

Generalsekretär Thomas Goppel hatte vor Parteitagsbeginn im WDR die Kritik des früheren Parteichefs Theo Waigel an Stoiber zurückgewiesen. "Ich glaube, sie wird auf den Parteitag keinen Einfluss haben." Hinter den Kulissen werde sicherlich über Waigels Gastkommentar in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Montag diskutiert.

Vorstandswahlen am Samstag

Eines müsse aber klargestellt werden: "Dass wir, wie da geäußert ist, nicht mehr in der Steuerpolitik führend in der Union und in der Bundesrepublik mitdiskutieren, stimmt nicht."

Im Mittelpunkt des zweitägigen Delegiertentreffen sollen neben Stoibers Hauptrede am Freitag die Wiederwahl des CSU-Vorsitzenden und des Vorstandes am Samstag stehen.

Nach der Rede von CDU-Parteichefin Angela Merkel am Freitagabend stehen über 40 Leitanträge auf dem Programm - darunter auch das neue CSU-Umweltprogramm, das mit der Forderung nach Einführung einer Straßenmaut für hitzige Debatten gesorgt hat.

Hohlmeier kandidiert nicht mehr für Vize-Vorsitz

Mit Spannung wird bei den Vorstandswahlen auch das Wahlergebnis des stellvertretenden Parteichefs Horst Seehofer erwartet, der in den vergangenen Monaten mit Kritik an Stoiber und an der Gesundheitspolitik der Union für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Die bayerische Kultusministerin Monika Hohlmeier muss aus dem Kreis der stellvertretenden Parteivorsitzenden satzungsgemäß ausscheiden, weil sie den Vorsitz der Münchner CSU übernommen hat. Zu ihrer Nachfolgerin soll die Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin Beate Merk gewählt werden.

(sueddeutsche.de/AFP/AP/dpa)

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