Stiftungen Bethel Lob von Steinmeier

Aus einem Heim wurde eines der größten kirchlichen Unternehmen Europas: die Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, die sich um Hilfsbedürftige kümmern.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Arbeit der evangelischen Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel zu deren 150-jährigem Bestehen gewürdigt. Sie stünden "für einen weit über unsere Landesgrenzen hinaus bekannten Ort, an dem Menschen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind, dennoch als Gleiche unter Gleichen leben können", sagte Steinmeier am Ostermontag. Bethel geht auf ein 1867 gegründetes Heim für epilepsiekranke Jungen zurück. Der Theologe Friedrich von Bodelschwingh baute die Anstalten zu einem der größten kirchlichen Unternehmen Europas aus. Heute sind an 270 Standorten in acht Bundesländern mehr als 18 000 Mitarbeiter beschäftigt. Sie engagieren sich jährlich für rund 230 000 kranke, behinderte, sozial benachteiligte oder pflegebedürftige Menschen.

"Der Wert einer Gesellschaft ist, füreinander einzustehen", sagte Steinmeier. Wer Gemeinschaft verwirklichen wolle, müsse Verständnis und Verantwortung füreinander stärken. "Das sollten wir umso mehr in dieser Zeit, in der die Gesellschaft droht, in ihre Einzelteile zu zerfallen. In der man sich zunehmend zurückzieht in Komfortzonen und Echokammern, in der man - gerade im Internet - die Selbstbestätigung unter Gleichgesinnten viel eher sucht als die Offenheit für andere." Bethel sei deshalb ein "Ort der Zuversicht".