Bei der Besetzung des Stiftungsrats hat die Regierung ein Vetorecht. Der Versuch des Bunds der Vertriebenen, dieses zu kippen, ist reichlich naiv - und heikel für Angela Merkel.
An diesem Dienstag wird sich erweisen, ob der Bund der Vertriebenen (BdV) auch weiterhin um jeden Preis daran festhalten wird, seine Vorsitzende Erika Steinbach in den Rat der "Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung" zu entsenden.
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Erika Steinbach - ist sie zum Verzicht auf einen Sitz im Stiftungsrat bereit? (© Foto: ddp)
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Das ist einerseits sein gutes Recht, dem BdV stehen laut Satzung drei Sitze in dem 13-köpfigen Stiftungsrat zu. Andererseits aber stößt Steinbach auf die vehemente Ablehnung der Polen und neuerdings auch auf die der FDP. Die zaudernde Kanzlerin hat bisher versäumt, diese Causa politisch zu lösen. Nun kann sie erneut eskalieren.
Der BdV ist auf die Idee verfallen, die Koalition möge beschließen, dass Benennung und Bestellung der Ratsmitglieder durch die im Gesetz genannten Organisationen erfolgen sollen. Bisher dürfen BdV oder die Kirchen zwar ihre Leute aussuchen, berufen aber werden sie von der Regierung. Damit hat das Kabinett ein Vetorecht.
Dieses Vetorecht, so die naive Vorstellung der BdV-Funktionäre, soll jetzt unter Mithilfe der FDP gestrichen werden. Für die "Befreiung" des Rates vom Veto des Kabinetts sei Steinbach angeblich zum Verzicht bereit.
Das ist sehr seltsam. Die Besetzung des Stiftungsrats ist hochpolitisch, wie der Streit um Steinbach ja zeigt. Die FDP also darf diesem Ansinnen nicht nachgeben. Die CSU dagegen wird es wohl unterstützen. Damit aber wird auch der Koalitionsstreit wieder erhitzt werden. Der Eindruck wird noch stärker werden, dass diese Koalitionsehe nicht im Himmel, sondern im Vorhof der Hölle geschlossen worden ist.
Die Kanzlerin muss jetzt endlich klarmachen, was sie in diesem Konflikt will. Tut sie es nicht, ist das Feigheit vor den Freunden und einer Regierungschefin nicht würdig.
Die Nuba: Leni Riefenstahls Bilder machten sie einst bekannt. Heute sucht das Volk aus Sudan Schutz in Höhlen und Felsspalten – vor den Bomben des Regimes in Khartum. Ein Frontbericht. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 05.01.2010/bica)
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"Polen will mitbestimmen, wer im Stiftungsrat einer von Deutschland für Deutsche finanzierten Stiftung sitzt."
Nein, da verwechseln Sie was: Es geht um eine vom BdV (und nicht "von Deutschland") gegründete Stiftung zur Dokumentation der Vertreibungen des 20. Jahrhunderts in Europa (und nicht "für Deutsche").
Und welche Stiftung meinten Sie ?
dww
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Das ist lächerlich. Niemand spricht den Vertriebenen ihr Leid ab. Aber wenn eine Frau Steinbach sich weigert, die deutschen Grenzen anzuerkennen und ihr Vater noch dazu bei der Wehrmacht war, dann hat das einen sehr fahlen Beigeschmack u diese Frau ist als Repräsentantin dieser Vereinigung absolut inakzeptabel. Und wenn Sie dazu noch behaupten, dass Asylanten respektvoller behandelt werden als Frau Steinbach dann ist das ein Schlag ins Gesicht jedes Asylanten, der in einer eingezäunten Baracke hausen u täglich mit Abschiebung rechnen muss. Sie machen sich Sorgen um Steinbach? Die wird bestens bezahlt u hat ihr warmes Stübchen, bezahlt vom Steuerzahler. Nur den Hals kriegt sie nicht so ganz voll.
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als die Vertreterin des BdV,
Da stimmt was nicht.
Wer die eigene Geschichte leugnet oder sich nur die gefälligen Teile herauspickt hat nichts kapiert.
Es gibt nicht nur die Opfer des Faschismus sondern auch opfer der Vertreibung als folge des Krieges. Diese Opfer in den Gebieten ausserhalb des "Reiches" haben A.H. weder gewählt noch das Desaster verursacht,
Sie sind Opfer der Rache der Sieger und in vielen Fällen Opfer des Excesses zügelloser Soldadeska der Roten Armee gewesen.
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