Südafrika, das Land am Kap der Guten Hoffnung, ist mit 1,2 Millionen Quadratkilometern mehr als drei Mal so groß wie Deutschland. Seine Nord-Süd-Ausdehnung entspricht der Distanz zwischen Aachen und Moskau.

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Zur Vielzahl seiner Landschafts-, Klima- und Vegetations-Zonen kommt die multikulturelle Vielfalt seiner Menschen, die friedlich miteinander leben. Schwarze Südafrikaner stellen mit rund 78 Prozent der auf gut 40 Millionen geschätzten Bevölkerung den größten Anteil, gefolgt von den Weißen (10,1), Mischlingen (8,6) und Asiaten (2,4). Offiziell hat Südafrika elf Landessprachen.

Der Großraum um Johannesburg ist die Kernzone des rohstoffreichen Landes, das als weltweit größter Gold- und Platinproduzent gilt. Politisch hat sich der Kap-Staat heute zur Mittelmacht mit großem wirtschaftlichen und politischen Einfluss in der Region entwickelt.

Präsident Thabo Mbeki, der als Nachfolger von Nelson Mandela gerade ein zweites Mandat sicherte, ist die treibende Kraft hinter Afrikas ehrgeizigem NEPAD-Erneuerungsprogramm. Die Aussöhnung zwischen Schwarz und Weiß gilt trotz aller Probleme als modellhaft.

Weiterhin ein krasses Wohlstandsgefälle

In dem Staat, der noch immer unter dem Erbe der Apartheid sowie der grassierenden Aids-Epidemie leidet, besteht trotz Förderprogrammen für die schwarze Bevölkerung weiter ein krasses Wohlstandsgefälle.

Seit 1892 hat das Land einen Fußball-Verband, der sich 1952 der FIFA anschloss, 1964 wegen der Apartheid aber ausgeschlossen wurde. Erst 1992 mit dem Ende der staatlich verordneten Rassentrennung wurde Südafrika wieder von der FIFA aufgenommen.

Heute hat der Kap-Staat landesweit 524 700 registrierte Fußballspieler in 1.500 Clubs. Fußball galt in Südafrika lange Zeit eher als Sport der schwarzen Bevölkerung, während die weißen Südafrikaner mehr für Rugby oder Cricket zu begeistern waren.

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(dpa)