Finanzminister Steinbrück versteht den Trubel um die Beschaffung der Steuer-Daten nicht. Schlimmer wäre es gewesen, wenn diese Chance nicht genutzt worden wäre.
Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat sich bei der Beschaffung und Weitergabe der Steuerdaten aus Liechtenstein nach Ansicht von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) völlig korrekt verhalten. Steinbrück sagte am Montag nach einer Konferenz der SPD-Spitze in Hamburg, dass der BND den Besitz von Steuerdaten angezeigt habe. "Dies ist seine Pflicht." Die Finanzverwaltung des Bundes habe dann den für Auslandsaufklärung zuständigen BND um Amtshilfe gebeten.
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Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) (© Foto: dpa)
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Daraufhin habe der Nachrichtendienst eine Probe der Steuerdaten weitergegeben. Steinbrück sagte, der BND habe für den Erwerb der Daten die damit verbundenen Auslagen geleistet. Steinbrücks Sprecher hatte zuvor in Berlin bestätigt, dass für die Datenträger eine Summe zwischen vier und fünf Millionen Euro gezahlt worden sei.
Die SPD möchte auch prüfen, ob EU-weit der Strafrahmen für Steuerhinterziehung angehoben werden könne. Steinbrück kündigte entsprechende Initiativen an. Er werde bei seinem Treffen mit Liechtensteins Regierungschef Otmar Hasler diese Woche in Berlin auch ansprechen, was das Fürstentum dazu beitragen könne.
Der Finanzminister betonte mehrfach, es bestehe keinerlei Zweifel, dass sich alle beteiligten Behörden korrekt verhalten hätten. Er wolle sich nicht vorstellen, welche "Welle der Empörung durch das Land gerast wäre", wenn nicht in der inzwischen bekannten Art und Weise gehandelt worden wäre.
Steinbrück betonte, Steuerhinterziehung habe eine nicht zu unterschätzende gesellschaftliche Bedeutung. Steinbrück sprach von einem "breiten Vertrauensverlust", wenn Menschen den Eindruck bekämen, sie seien die "eigentlichen Dummen" mit ihren Steuerzahlungen, während Eliten in ihrer Vorbildwirkung versagten.
(dpa/Reuters/bavo/mako/mah)
Szene München
Was ich aus dieser Steuer"affaire" gelernt habe ist folgendes:
- die Terrorbedrohung kann wohl nicht so groß sein kann wenn der BND sich noch für die Steuerkasse engagieren kann. Oder braucht man die Kohle für den Bundestrojaner? Wieso nicht gleich im Namen der Steuergerechtigkeit und Verbrechensprävention BKA, BND, Verfassungsschutz und Finanzamt zusammenlegen? Die resultierende Behörde könnte mann ja schlicht Staatsicherheit nennen ... Wobei die richtige Stasi ja vor Neid erblassen würde ...
- ich bin kein Bürger sondern Vasal. "Mein" Geld und damit meine Arbeit und damit meine Zeit und damit mein Leben ist nicht wirklich meines sondern gehört auch nach der X. Versteuerung immer noch dem Staat. Anders kann ich mir nicht erklären was daran strafrechtlich relevant sein soll wenn ich mein (bereits versteuertes!) Geld und mein Luxuskörper nach Lichtenstein bewege um es dort einer eingetragenen Stiftung zu übergeben.
- Wenns um die Einnahmeseite der Staatskassen geht arbeiten selbst die größten Schlapphüte (man erinnere sich an die "I love BND" Anstecker ;) plötzlich mit erstaunlichem Einsatz. Wieso klappt das sparen nicht genauso? Wann wird sich irgendeine Behörde wohl mal mit Klüngel und Verschwendung befassen? Wieso zahle ich fast die Hälfte meines Lohns an diesen Staat und kann dafür noch nicht mal eine halbwegs funktionierende Straßenreinigung erwarten!?
http://www.karlsruhe.de/rathaus/buergerdienste/abfall/sauberes_karlsruhe/dreckwegwochen/dreck-weg-wochen_200
Wer mit Hilfe von Schmiergeld Daten beschafft, sollte schnellstmöglich von
seinem Amt zurücktreten. Jedes falls hat er keinen Anlaß, zum Beispiel der
Firma Siemens irgendetwas vorzuwerfen.
Der Herr Steinbrück sollte vielleicht einmal darüber nachdenken, warum kaum
ein anderes europäisches Land vergleichbare Probleme mit Steuerflucht hat.
Die Politikerforderungen nach nach mehr Beamten, man könnte auch sagen nach
mehr Schnüffelbürokratie, lassen aber leider nichts Wegweisendes erwarten.
Zum Schluß möchte ich noch anmerken, daß die Kosten für Steuer- und Abgaben-
erhebung in Deutschland sich auf Höhe des schweizerischen Bundeshaushaltes bewegen.
Steinbrück sprach von einem "breiten Vertrauensverlust", wenn Menschen den Eindruck bekämen, sie seien die "eigentlichen Dummen" mit ihren Steuerzahlungen, während Eliten in ihrer Vorbildwirkung versagten.
Nun ja, Hr. Steinbrück, bei allem Respekt: Ich zahle alle meine Steuern und fühle mich in der Tat als der eigentlich Dumme. Allerdings nicht, weil Eliten in Ihrer Vorbildfunktion versagen, sondern weil Nicht-Eliten wie die Politikerkaste völlig verantwortungslos mit den Steuergeldern umgeht.
zitat von Bankenexperte Ekkehard Wenger am 16.02 in der SZ
"Er ist einer der schlimmsten Volksverdummer, die in diesem Land herumlaufen. Statt alberne Sprüche zu machen, hätte er sich als Verwaltungsratsmitglied der KfW mal den Abschluss der Tochter IKB ansehen sollen. Da konnte man schon 2006 nachlesen, dass die Eventualverbindlichkeiten fast zehnmal so hoch waren wie das Eigenkapital"
wird wohl das neue aufgabengebiet des BND werden! das reiht sich ein in die neue
überwachundsystematic der BRD
Paging